Offenburg/Stuttgart (dpa)
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3,5 Millionen Zensus-Briefe verschickt: Sorge um Volkszähler

Die Vorbereitung auf den Zensus läuft - beim Versand der Briefe für die Wohnungszählung rund, bei den Volkszählern offenbar weniger gut.

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Die Vorbereitung auf die Volkszählung erreicht mit dem Versand von 3,5 Millionen Briefen für die Wohnungs- und Gebäudezählung in Baden-Württemberg einen logistischen Höhepunkt. Zugleich sorgen sich die Kommunen, weil ehrenamtliche Interviewer kurz vor dem Startschuss am kommenden Montag abspringen. Der Städtetag appellierte an die Helfer, bei der Stange zu bleiben: «Die Erhebungsbeauftragten haben beim Zensus eine Schlüsselrolle - auf Sie kommt es an», betonte Städtetagsdezernent Norbert Brugger. Manch einer fühle sich überfordert, wenn der Beginn der Befragung kurz bevorstehe.

Die Suche nach insgesamt 12 000 Freiwilligen hatte sich insbesondere in ländlichen Gebieten bereits am Anfang wegen der Pandemie als schwierig erwiesen.

Das Briefzentrum Offenburg meistert gerade eine logistische Herkulesaufgabe. Am Freitag traf bereits die zweite Charge der Schreiben des Statistischen Landesamtes an Eigentümer und Verwalter aller Wohnungen im Land zum Versand ein - täglich sind es 300 000 Stück. Um den 21. Mai herum sollen alle Sendungen ausgeliefert sein. Bei der Zählung wird beispielsweise der Gebäudetyp erfasst, die Nutzung und die Art der Heizung.

«Wir legen großen Wert auf eine zuverlässige und qualitativ hochwertige Versandabwicklung», sagte Klemens Markofsky, Vertriebsmanager bei der Deutschen Post, laut Mitteilung. Man freue sich, dass das Statistische Landesamt die Dienstleistungen der Post in Anspruch nehme. Nach Worten von Adrian Becker, Leiter des Briefzentrums, werden die Unterlagen von Offenburg an alle anderen für das Bundesland zuständigen Briefzentren geliefert. Von dort wandern sie über die Zustellungsstützpunkte zu den Postboten.

Zusätzlich wird beim Zensus 2022 auch eine Haushaltsbefragung auf Stichprobenbasis gemacht. Hierfür wurden 1,7 Millionen Menschen ausgewählt. Sie bekommen in den nächsten Tagen einen Terminvorschlag, werden dann interviewt und dabei unter anderem nach Familienstand, Bildungsabschluss und Berufstätigkeit gefragt.

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