Fellbach (dpa/lsw)
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Bauern wählen ihren Präsidenten: Kretschmann zu Gast

Die Zeiten scheinen immer irgendwie schwierig zu sein für Bauern. Das Wetter, Insektenschutz, der Konkurrenzkampf mit dem Ausland. Aber derzeit scheint die Liste, die die Mitglieder der Bauernverbands in Fellbach diskutieren können, ganz besonders lang zu sein.

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Joachim Rukwied
Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbands, spricht beim Deutschen Bauerntag.  Foto: Axel Heimken/dpa/Archivbild

Der Ukraine-Krieg und die steigenden Ausgaben für Lebensmittel, die Preismisere bei Schwein, Obst und Gemüse und der höhere Mindestlohn: Die baden-württembergischen Landwirte haben etliche Sorgen und Belastungen, über die sie sich bei der Mitgliederversammlung des Landesbauernverbandes (LBV) am Mittwoch (9.00 Uhr) in Fellbach austauschen wollen. Erwartet wird unter anderem, dass sich am Vormittag auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) äußern wird.

Landesbauernpräsident Joachim Rukwied, der auch an der Spitze des Deutschen Bauernverbands steht, will sich in Fellbach erneut zur Wahl stellen. Er hatte zuletzt auf dem Bauerntag in Lübeck betont, die Landwirte trügen die Sanktionen gegen Russland mit, auch wenn die Bauernfamilien darunter litten. Zudem hatte er eine vorübergehende Nutzung zusätzlicher Flächen für den Weizenanbau gefordert. Dies lehnt Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir aber ab.

Der Landesbauernverband vertritt rund 33.000 Landwirte aus Baden-Württemberg. Insgesamt ist laut LBV jeder zehnte Arbeitnehmer im Südwesten direkt oder indirekt von der Landwirtschaft abhängig.

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