Konstanz (dpa/lsw)
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Anklage wegen mutmaßlicher Entführung am Bodensee

Nach der mutmaßlichen Entführung und Erpressung eines jungen Mannes in Konstanz ist Anklage erhoben worden gegen insgesamt sechs Menschen im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Die Liste der Vorwürfe ist lang. Den vier Männern und zwei jungen Frauen werden unter anderem erpresserischer Menschenraub, Raub, besonders schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag sagte. Ein Großteil der Gruppe war am Ostermontag durch ein Spezialeinsatzkommando in Konstanz festgenommen worden. Grund für die Tat sollen Drogengeschäfte und Schulden gewesen sein.

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Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal
Eine Strafgesetzbuch liegt in einem Sitzungssaal.  Foto: Nicolas Armer/dpa/Symbolbild

Über die Anklageerhebung hatte der «Südkurier» zuerst berichtet. «Es ist ein Fall, der aus der Masse der Anklagen zum Landgericht ein Stück heraussticht, weil es besonders gravierende Taten waren, wie man sie nicht jeden Tag liest», sagte Staatsanwalt Andreas Mathy der Zeitung.

Laut Staatsanwaltschaft soll das damals 19 Jahre alte Opfer auf offener Straße entführt worden sein, weil es Schulden bei der mutmaßlichen Drogenbande hatte. Laut «Südkurier» war das Opfer in eine knapp zwei Kilometer entfernte Ferienwohnung gebracht und dort misshandelt worden. In der Nacht sei es dem 19-Jährigen gelungen, die Flucht zu ergreifen und die Polizei zu alarmieren.

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