Festfreude ohne Schadstoffe

Wenn möglich, auf Tanne und Co. aus der Region zurückgreifen

Für eine bessere Umweltbilanz: Wer einen Weihnachtsbaum haben möchte, sollte bei Tanne, Fichte und Co. auf heimischen Anbau –wie hier in Oberstenfeld-Prevorst – setzen. Foto: Archiv/Mugler

Mit dem Weihnachtsbaum holen sich viele Menschen jedes Jahr ein Stück Natur in die Wohnzimmer. Allerdings stammen laut Bund für Umwelt- und Naturschutz, kurz BUND, etwa 90 Prozent der 25 Millionen Weihnachtsbäume, die vergangenes Jahr in Deutschland verkauft wurden, aus Intensiv-Plantagen.

FSC-zertifiziert
Dort wird stark gespritzt und gedüngt – zum Schaden von Tieren, Pflanzen, Gewässern und Böden. Als der BUND dieses Jahr stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testete, wurde man bei 76 Prozent der analysierten Bäume fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von welchen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden. Dazu kommen die oft langen Anfahrtswege, die Tanne und Co. zurücklegen, bevor sie im heimischen Wohnzimmer landen. Gute Gründe, sich für einen Weihnachtsbaum aus heimischem Anbau zu entscheiden – gerne auch aus ökologischer Waldwirtschaft oder Weihnachtsbaumkulturen, von denen es in der Region etliche gibt.

Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen gibt es bei FSC-zertifizierten Forstbetrieben und Baumschulen, Gärtnereien und Biohöfen, die nach Richtlinien des Naturland-, Biolandoder des Bio-Siegels (sechseckiges Logo) produzieren. Auch einige Gartencenter haben Bäume mit diesem Siegel im Angebot.

Eine jährlich aktuelle Liste von ökologischen Weihnachtsbaum-Bezugsquellen veröffentlicht die Umweltorganisation Robin Wood.

Keine Option
Ein Öko-Weihnachtsbaum ist oft nur wenig teurer, jedoch haben Verbraucher die Sicherheit, dass ihr Wohnzimmer frei von Schadstoffen bleibt und die Umwelt geschont wird. Eine weitere Option ist, einen Weihnachtsbaum mit Ballen zu kaufen, den man im eigenen Garten einpflanzen kann. Eine schlechte Wahl sind dagegen Plastikbäumchen. Auch bei mehrjährigem Gebrauch bessert sich deren Ökobilanz lauf BUND nur unwesentlich. red