Stadt Neckarsulm: Appell an E-Scooter-Fahrer

NECKARSULM - Verwaltung bittet Verkehrsteilnehmer um verstärkte Rücksichtnahme

In Neckarsulm sind E-Scooter Teil des Mobilitätskonzepts. Foto: Archiv/Berger

19.02.2021

Neckarsulm setzt bei seinem Mobilitätskonzept auch auf neue Formen der Fortbewegung, um den Bürgern eine Alternative zum eigenen Auto anzubieten. Ziel ist es, alternative Verkehrsarten, wie den öffentlichen Personennah- sowie den Rad- und Fußverkehr, zu stärken und den motorisierten Individualverkehr so weit wie möglich zu reduzieren.

Nicht reibungslos 
Seit Mitte Januar leisten auch Elektro-Kleinstfahrzeuge, die E-Scooter, hierzu einen Beitrag. Der Start der neuen Fortbewegungsmittel in Neckarsulm verlief vielversprechend, wenn auch nicht ganz reibungslos. Die drei Anbieter Bird, Tier und Zeus bieten im Stadtgebiet ein Kontingent von insgesamt 300 E-Scootern zum Verleih an. Die elektrisch angetriebenen Kleinstfahrzeuge eignen sich gut, um kurze Distanzen zurückzulegen oder als Ergänzungsangebot zum ÖPNV. Wie für alle Fahrzeuge, die im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden, gelten auch für E-Roller die Regeln der Straßenverkehrsordnung – vor allem das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme. Die Teilnahme am Straßenverkehr kann unabhängig von dem gewählten Fortbewegungsmittel grundsätzlich nur dann funktionieren, wenn man auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nimmt, appelliert die Stadt an ihre Bürger. Vor allem beim Abstellen der E-Scooter im öffentlichen Verkehrsraum gilt es, einige einfache Regeln zu beachten:

– Benutzte E-Scooter nicht an irgendeiner beliebigen Stelle abstellen. Unachtsam und unüberlegt abgestellte Elektroroller können vor allem für Personen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ein massives Hindernis und unnötiges Sicherheitsrisiko darstellen. Daher gilt: Bitte immer darauf achten, dass genügend Platz zum Beispiel für Rollator-Fahrer oder Eltern mit Kinderwagen bleibt.

– Elektroroller nicht dort abstellen, wo sie andere behindern, also nicht in Kreuzungsbereichen, an Fußgängerüberwegen, in Feuerwehrzufahrten oder Zugängen beziehungsweise Zufahrten zu Privatgrundstücken, auf Parkplätzen sowie an Bus- und Bahnhaltestellen.

– Das Fahren auf Gehwegen ist mit Ausnahme der Neckarsulmer Fußgängerzone verboten. In der Fußgängerzone langsam fahren und auf Fußgänger Rücksicht nehmen.

– Gekennzeichnete Radwege oder Radfahrstreifen müssen auch von Elektrorollerfahrern genutzt werden. Nur wo es solche Angebote nicht gibt, darf man mit dem Roller auf der Straße fahren.

Regelnbeachten 
Die Stadt Neckarsulm bittet alle Scooter-Fahrer, diese Regeln zu beachten, Rücksicht auf andere zu nehmen und sich verantwortungsbewusst zu verhalten. Widerrechtlich beziehungsweise verkehrsbehindernd abgestellte E-Scooter können direkt bei den jeweiligen Anbietern gemeldet werden (Bird: Telefon 0302 5557419, E-Mail: hilfe@bird.co; Tier: Telefon 0305 6838651, E-Mail: support@tier.app; Zeus: Telefon 0157 35981123, E-Mail: support@zeusscooters.com). Die jeweiligen Anbieter beantworten auch spezielle Fragen zu den E-Scootern oder der zugehörigen App. Das E-Scooter-Verleihsystem in Neckarsulm kann dann zu einem Erfolg werden, wenn alle sich an die Regeln halten und die Straßenverkehrsordnung beherzigen, heißt es bei der Stadt: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ snp


Rathaus Samstag ohne Strom

NECKARSULM Die Stadt rüstet die Rathaustiefgaragen mit Elektro-Ladestellen aus. Für letzte Installationsarbeiten wird das Rathaus am Samstag, 20. Februar, vorübergehend vom Stromnetz genommen. Die Stromabschaltung dauert von 8 bis voraussichtlich 16 Uhr. In diesem Zeitraum sind die Telefon- und E-Mail-Verbindungen zum Rathaus unterbrochen. Auch die Online-Servicefunktionen der Mediathek können dann vorübergehend nicht genutzt werden. Dafür ist die Onleihe Heilbronn-Franken (www.onleihe.de/heilbronn) am Samstag weiterhin erreichbar. snp

Lacher der Woche

Frau Meier erzählt ihrer Freundin: „Gestern war ich im Krankenhaus. Dort wurde mein Gehirn geröntgt. Zum Glück haben sie nichts gefunden.“ – „Ich habe auch nichts anderes erwartet“, antwortet die Freundin spöttisch.

Concordia ehrt Mitglieder

NECKARSULM Der Männergesangverein Concordia ehrt auch im 166. Jahr seit seiner Gründung langjährige Mitglieder. 65 Jahre aktiv sind Richard Römmele, Michael Vogl und Bruno Zartmann; 30 Jahre Karl Lachmayer. Bei den passiven Sängern wurden geehrt (Mitgliedsjahre in Klammern): Rudi Halter (70), Manfred Haug (65), Günter Weiß (50), Manfred Oberhardt (50), Rolf Angstenberger (50), Klaus Remmlinger (50), Dieter Bauer (50), Heiko Schwämmle (40), Jürgen Kühner (40), Jürgen Kunz (40), Markus Sendelbach (40), Stefan Baldauf (25) und Bernd Müller (25). NSt