Sicher reisen mit dem Bus

In Coronazeiten legen Unternehmen größten Wert auf Hygiene

Effiziente Lüftungsanlagen tauschen die Luft im Bus permanent aus. Foto: privat

15.10.2020

Die Deutschen reisen gerne. Umso härter treffen sie die coronabedingten Einschränkungen. Doch Reisen ist auch in Zeiten der Pandemie möglich – auch und gerade mit dem Bus. Darauf weist der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) ausdrücklich hin. „Die Busunternehmen haben ein großes Interesse daran, ihren Kunden – zumeist Stammkunden – ein möglichst ungetrübtes Reiseerlebnis zu bieten“, betont Klaus Sedelmeier, der als Vorsitzender des WBO für 350 private Busunternehmen im Land spricht.

Was macht Reisen aus? Entspannte Fahrt, schöne Destination, exzellente Reiseleitung, ungetrübte Naturerlebnisse, lebendige Städte – die Liste ließe sich endlos fortsetzen. „Reisen sind Emotionen“, so Sedelmeier, „und sie sind vielschichtig.“ Das gilt nach wie vor.

Flexibilität
Auf Reisewarnungen und Veranstaltungsverbote reagiert die Bustouristik mit einem hohen Maß an Flexibilität in der Programmgestaltung. Die Buchung kann häufig kontaktlos über das Internet erfolgen. Die Gäste reisen in kleinen und überschaubaren Gruppen und bekommen feste Sitzplätze zugewiesen. Manche Busreiseveranstalter stellen ihren Kunden auch ein kostenloses Hygieneset mit Mund-Nasenschutz und Desinfektionsmittel zur Verfügung. Denn selbstverständlich setzen die Busunternehmen die geltenden Hygieneregeln um. Busreisende müssen deshalb während der gesamten Fahrt eine Maske tragen, so lautet die entsprechende Coronaverordnung. „Deswegen machen wir jetzt öfter Pause“, spricht Sedelmeier für die Branche.

Außerdem sorgen hochmoderne Klimaanlagen im Bus für perfekten Luftaustausch, erklärt der WBO. Nach aktuellen Erkenntnissen könne so das Risiko der Verbreitung von Viren über die Luft deutlich verringert werden. Die in Bussen verbauten Lüftungs- und Klimatisierungssysteme sind in den vergangenen Jahren permanent weiterentwickelt worden und erfüllen heute höchste technologische Standards, betont der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO). Durch einen Doppelstock-Bus gleite pro Stunde die Luftmenge von bis zu 35 Einfamilienhäusern.

Spezialfilter
Der Hersteller Evobus beispielsweise rüstet seine Neufahrzeuge mit Feinfiltern aus, die mit einer antiviralen Beschichtung versehen sind und Aerosole austrocknen und damit unschädlich machen. Mit diesen Filtern, die in Reisebussen aller Marken funktionieren, können auch gebrauchte Fahrzeuge nachgerüstet werden, teilt die Gütegemeinschaft Buskomfort (GBK) mit. Für zusätzliche Sicherheit sorgen UV-Strahler, die gefährliche Viren im Reisebus abtöten. Zudem wird der Bus regelmäßig gereinigt und desinfiziert. red