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Schritt für Schritt die Immobilie energetisch sanieren

Foto: Gerhard Seybert/stock.adobe.com

11.11.2020

Viele Hausbesitzer wollen energetisch sanieren, wissen aber nicht, wo sie anfangen sollen. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat die wichtigsten Schritte zusammengestellt.

■ Sanierungsfahrplan: Das Haus sollte ganzheitlich betrachtet werden. Ein Energieberater hilft, einen individuellen Sanierungsfahrplan zu erstellen. Dieser beschreibt alle nötigen Maßnahmen, die schrittweise oder am Stück umgesetzt werden können.

■ Maßnahmen planen: Dabei sollten Experten zu Rate gezogen werden. Architekten koordinieren das Bauvorhaben, Fachingenieure übernehmen die technische Planung und qualifizierte Handwerker führen die Maßnahmen aus.

■ Zusätzliche Modernisierungen prüfen: Hausbesitzer sollten im Rahmen der energetischen Sanierung auch an andere Baumaßnahmen denken, etwa einen altersgerechten Umbau. Es kann sinnvoll sein, die Vorhaben zu kombinieren.

■ Finanzierung: Eigentümer sollten ihr Eigenkapital und die zusätzliche Belastung durch einen Kredit realistisch einschätzen und einen Puffer für Unvorhergesehenes einplanen. Bis zur Fertigstellung sollten die entstandenen Kosten immer wieder überprüft werden. Wichtig: Für viele Maßnahmen gibt es staatliche Förderungen, die zum Teil vor Baubeginn beantragt werden müssen (www.kfw.de).

■ Rahmenbedingungen beachten: Nachbarn und Mieter müssen früh informiert werden. Versicherungen wie eine Bauherrrenhaftpflicht können vor finanziellen Schäden schützen.

■ Ausführung planen: Bei einem größeren Sanierungsvorhaben lohnt sich eine Ausführungsplanung. Diese koordiniert die einzelnen Schritte und dient den am Bau Beteiligten als Grundlage. Eigentümer legen in diesem Zug weitere Details wie Baustoffe fest. Spätestens jetzt müssen sie entscheiden, ob sie einzelne Maßnahmen in Eigenleistung umsetzen wollen.

■ Angebote und Verträge: Angebote von Fachfirmen sollten eine Leistungsbeschreibung enthalten, inklusive Materialien und dem geplanten Ausführungszeitraum. Ist die Entscheidung gefallen, wird ein Bauvertrag aufgesetzt. Er enthält in der Regel Angebot, Leistungsbeschreibung und Ausführungsplanung sowie Zahlungsbedingungen.

■ Arbeiten kontrollieren: Die ordnungsgemäße Durchführung der Maßnahmen kann der Hausbesitzer durch einen qualifizierten Bauleiter überwachen lassen. Dieser kümmert sich beispielsweise um die Koordination aller Firmen vor Ort oder führt zusätzliche Qualitätskontrollen durch. Zum Schluss erfolgt die Abnahme der erbrachten Leistungen.


Mit Restposten Geld sparen

Bauherren können Geld sparen, wenn sie Restposten für Fliesen, Bodenbeläge, Sanitärausstattungen oder Innentüren einsetzen. Es kann sich lohnen, beim örtlichen Handwerker gezielt danach zu fragen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Sind Nachlieferungen nicht möglich, muss die bestellte Menge auf jeden Fall ausreichen. Detaillierte Verlegepläne sind deshalb unentbehrlich, damit nicht zum Schluss zwei, drei Fliesen fehlen. Eine Reserve sollte eingeplant werden. dpa