Gnurpsel City wird durch flexibles Konzept in Weinsberg ersetzt

Die Kinderspielstadt Gnurpsel City, die für die ersten beiden Wochen der Sommerferien in Weinsberg geplant war, findet dieses Jahr nicht statt. Darauf haben sich die Bürgermeister von Weinsberg, Ellhofen, Eberstadt und Lehrensteinsfeld nun auf Empfehlung des Kinder- und Jugendreferats des Gemeindeverwaltungsverbands „Raum Weinsberg“ geeinigt. Grund hierfür ist die andauernde Coronavirus-Pandemie, die massive Auswirkungen auf die Planung und die Durchführung der Kinderspielstadt hat.Kontaktbeschränkung Schon die geplanten Schulungen für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer im April und Mai konnten aufgrund der immer noch geltenden Kontaktbeschränkungen nicht durchgeführt werden. Hinzu kommt, dass die Landesregierung bisher keine Vorschriften für eine mögliche Ferienmaßnahme erlassen hat. Daher ist aus heutiger Sicht nicht abzusehen, wie das Konzept der Kinderspielstadt angepasst werden müsste, um Sicherheits- und Hygienevorgaben im Hinblick auf die Coronavirus-Pandemie einhalten zu können.Selbst die derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregelungen sind auf dem zur Verfügung stehenden Gelände nicht umzusetzen. Dies betrifft beispielsweise die An- und Abreise der Kinder mit Bussen, das Mittagessen oder die Bürgerversammlung mit mehr als 300 Kindern und Ehrenamtlichen in der relativ kleinen Mühlrainturnhalle, die essentieller Teil des Spielstadtkonzepts ist. Ein alternatives Gelände ist nicht verfügbar.Jedoch will das Kinder- und Jugendreferat in den nächsten Wochen im Einklang mit den zu erwartenden Regelungen des Landes ein flexibles Konzept für ein Kinderferienprogramm erarbeiten. Infos hierzu werden über die Tagespresse, die Amtsblätter und Aushänge in den Rathäusern der Gemeinden des GVV „Raum Weinsberg“ sowie über die jeweiligen Internetseiten bis zu den Sommerferien bekanntgegeben.Demokratie erlernenDie Kinderspielstadt Gnurpsel City ist ein Ferienprogramm des Gemeindeverwaltungsverbands (GVV) „Raum Weinsberg“, das seit 1998 alle zwei Jahre unter Federführung des Kinder- und Jugendreferats des GVV stattfindet. Die Kinderspielstadt ist ein pädagogisches Planspiel, bei dem die Teilnehmer spielerisch lernen wie ein demokratisches Gemeinwesen funktioniert. Sie wählen aus knapp 50 Berufen aus, in denen sie arbeiten und Geld („Gnurpsel“) verdienen, besetzen öffentliche Ämter wie Gemeinderat und Bürgermeister und gestalten so die Entwicklung der Stadt und der Stadtregeln. red  

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