Neckarsulmer OB sieht großen Vertrauensbeweis der Eltern

Mobile Reparaturwerkstatt am Samstag vor Ort

Spätestens im Sommer 2022 sollen die Bauarbeiten für die neue Verbundschule beginnen. Die Kosten sind auf maximal 40 Millionen Euro gedeckelt. Darin enthalten ist auch der Bau der neuen Sulmtalhalle. Die alte (Bild) wird abgerissen. Foto: Archiv/Gajer

Die Verbundschule in Neckarsulm startet nach den Sommerferien am ASG (Albert-Schweitzer-Gymnasium) mit mehr als 70 Schülern in vier Zügen. Über die aktuellen Anmeldezahlen informierte der Leiter des ASG und kommissarische Schulleiter der Verbundschule, Marco Haaf, unlängst den Gemeinderat. „Das sind gute Zahlen für eine Schule, die es bislang nur als Blaupause auf dem Papier gibt“, kommentierte der Schulleiter. Auch Oberbürgermeister Steffen Hertwig ist mit den Anmeldezahlen sehr zufrieden: „Das ist ein großer Vertrauensbeweis der Eltern für das neue Schulkonzept. Dies umso mehr, da die Verbundschule noch keinen Namen hat und zunächst an zwei Interimsstandorten eingerichtet wird.“Untereinem Dach Die Verbundschule vereint die Schularten Gemeinschaftsschule, Werkrealschule und Realschule unter einem Dach. In dieser Kombination ist die Verbundschule nach dem Neckarsulmer Modell landesweit bislang einmalig. Mit diesem Modellkonzept kann die örtliche Schullandschaft zukunftssicher und weitgehend unabhängig von künftigen Veränderungen in der Landesschulpolitik stabilisiert werden. Alle Schularten einschließlich der Gemeinschaftsschule bleiben dauerhaft erhalten.Die Verbundschule startet wie geplant zunächst übergangsweise zum Schuljahr 2020/2021 in den Räumen des ASG. Dort geht sie mit den fünften Klassen aller drei Schularten in Betrieb – und wird aufsteigend weiter ausgebaut. Jedes Schuljahr kommt eine weitere Klassenstufe hinzu. Zum Schuljahr 2021/2022 setzt die Verbundschule ihren Betrieb am Standort der Johannes-Häußler-Schule fort.In der Zwischenzeit baut die Stadt am früheren Standort des alten Hallenbades in der Pichterichstraße ein neues Schulhaus. Dort soll die Verbundschule zum Schuljahr 2024/ 2025 ihren vollen Betrieb im Endausbau aufnehmen. Dieser Zeitplan ermöglicht es allen Schülern, die jetzt neu zur Verbundschule angemeldet wurden, ihre Abschlüsse als erste Jahrgänge im neuen Gebäude zu erreichen. Je nachdem, welcher Bildungsabschluss angestrebt wird, legen die Schüler der Abschlussklassen ihre Prüfungen nach ein beziehungsweise zwei Jahren Unterricht im neuen Schulgebäude ab.Im ersten Schuljahr belegt die Verbundschule das gesamte oberste Stockwerk in einem Trakt des ASG. Dort stehen neben den Unterrichtsräumen ein eigenes Sekretariat, Rektorat und ein Lehrerzimmer zur Verfügung. „Die Verbundschule bildet quasi eine Schule in der Schule“, erläuterte Marco Haaf.Von den angemeldeten Schülern werden rund zwei Drittel den Gemeinschaftsschulzweig besuchen. „Die Eltern tendieren stark in diese Richtung“, bestätigte Marco Haaf. „Auch das pädagogische Konzept zielt darauf ab.“ Die Schüler könnten die Arbeitsgemeinschaften von Gymnasium und Verbundschule gemeinsam nutzen. Später werde es zum Beispiel im Bereich der Profilfächer eine starke Kooperation geben. „Der problemlose Übergang in die gymnasiale Oberstufe soll ermöglicht werden“, versicherte Haaf.Offenes Lernen Als „kleine Schulen in der Schule“ beschrieb die Leiterin der pädagogischen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Verbundschule, Antje David, das pädagogische Konzept. An die Stelle herkömmlicher Klassenzimmer treten Lernzonen, die ein offenes Lernen mit Werkstattcharakter ermöglichen. Jeder Jahrgang erhält eine Lernzone mit Kreativbereichen. Ein Zwischenbereich verbindet die Lernzonen, so dass jeweils zwei Jahrgänge gekoppelt werden. „Wir wollen erreichen, dass die Kinder gut lernen, glücklich und erfolgreich sind“, bekräftigte David. „Sie sollen den höchstmöglichen Abschluss, den sie erzielen können, auch tatsächlich erreichen.“ Erst die Entscheidung für den Neubau ermögliche diese „alternative Form von Kreativität“. Die verfügbare Fläche könne so von Anfang an flexibler gestaltet werden. Daher sei der entsprechende Grundsatzbeschluss des Gemeinderats in der pädagogischen Arbeitsgruppe auf große Begeisterung gestoßen, so Antje David.Auch Oberbürgermeister Steffen Hertwig bestätigte: „Der Grundsatzbeschluss für den Neubau wirkte nach einer langen und intensiven Diskussion wie ein Befreiungsschlag.“ Umso mehr dankte er Stadtrat Eberhard Jochim für dessen Vorschlag, die Verbundschule in einem komplett neuen Schulgebäude zu etablieren. „Das war ein ganz wichtiger Impuls.“Namens findung Das Staatliche Schulamt Heilbronn hat die Verbundschule mittlerweile auch förmlich genehmigt, und zwar als Einrichtung einer neuen Realschule und Führung im Verbund mit Gemeinschaftsschule und Werkrealschule. Dies entspricht genau dem Antrag der Stadt und dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats. Inzwischen hat das Staatliche Schulamt der Verbundschule auch die Lehramtsdeputate zugewiesen. Ebenfalls ausgeschrieben wurde die Schulleiterstelle. Das Besetzungsverfahren soll nach Möglichkeit bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Als nächstes soll die Verbundschule einen Namen und damit ein Gesicht erhalten. In der Sitzung am 23. Juli wird der Gemeinderat öffentlich darüber entscheiden. „Es gibt bereits einige schöne Ideen“, verriet OB Steffen Hertwig. snp  

NECKARSULM - Mehr als 70 Anmeldungen – Verbundschule startet nach den Sommerferien mit vier Zügen

Raumprogramm wird konkretisiert

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat bereits signalisiert, dass für den Neubau eine Programmfläche von maximal 5900 Quadratmetern grundsätzlich genehmigungsfähig ist. Die Stadt wird jetzt das Raumprogramm in Absprache mit dem Regierungspräsidium weiter konkretisieren. Die Planungs- und Bauleistungen werden bei einem europaweiten Teilnahmewettbewerb kombiniert vergeben. Der Bauantrag soll im Spätsommer 2021 vorliegen. Der Baubeginn ist für 2022 geplant. Der maximale Kostenrahmen beträgt 40 Millionen Euro. In dieser Summe ist auch der Neubau der Sulmtalhalle enthalten. Die alte, stark sanierungsbedürftige Turnhalle wird abgerissen und zusammen mit der Verbundschule neu errichtet. snp

Bauhofleiter Andreas Pfeifer stellt sich neuen beruflichen Herausforderungen

NECKARSULM Für den Abbruch der Widerlager an der ehemaligen Autobahnbrücke über der L1101 muss laut dem privaten Autobahnbetreiber ViA6West die Südtangente/Wilhelm-Herz-Straße in Neckarsulm im Bereich der Autobahnunterführung noch zweimal voll gesperrt werden. Die erste Vollsperrung beginnt am heutigen Freitag, 10. Juli, um 20 Uhr und dauert voraussichtlich bis Montag, 13. Juli, 5 Uhr. Das östliche Brückenlager wird von Freitag, 31. Juli, 20 Uhr, bis Montag, 3. August, 5 Uhr, zurückgebaut. Von den beiden Sperrungen betroffen sind auch der Fußund Radweg. Die Umleitung Richtung Erlenbach erfolgt weiträumig über die Heilbronner-/Hohenloherund Binswanger Straße. Die Umleitungsstrecken sind entsprechend ausgeschildert. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit dem aktuellen sechsstreifigen Ausbau der A6 zwischen der Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg und dem Weinsberger Kreuz. NSt
  

Bauhofleiter Andreas Pfeifer stellt sich neuen beruflichen Herausforderungen

NECKARSULM Der Leiter des städtischen Bauhofs, Andreas Pfeifer, ist offiziell verabschiedet worden. Der 34-jährige Wirtschaftsingenieur stellt sich einer neuen beruflichen Herausforderung und wechselt als Lehrkraft an eine Berufsschule. In der jüngsten Gemeinderatssitzung dankte Oberbürgermeister Steffen Hertwig dem scheidenden Amtsleiter für dessen Engagement in den zurückliegenden zwei Jahren.

Mit dem städtischen Bauhof leitete Andreas Pfeifer zwei Jahre lang ein wichtiges Amt mit großer Außenwirkung. Der kommunale Dienstleistungsbetrieb ist mit seinen rund 80 Beschäftigten verantwortlich für die Pflege der städtischen Grün- und Parkanlagen, Spielplätze und Friedhöfe, für Unterhaltungsarbeiten an Straßen, Wegen und Gebäuden sowie den Winterdienst. Für diese Aufgaben habe Andreas Pfeifer als „Mensch mit hohen Qualifikationen“ die besten Voraussetzungen mitgebracht, erklärte Hertwig.

Andreas Pfeifer ist gelernter Industriemechaniker der Fachrichtung Betriebstechnik, studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der Hochschule Heidelberg und verfügt über Zusatzqualifikationen als Wertanalytiker, Qualitätsassistent für den Bereich Technik sowie im Bereich Arbeitssystem- und Prozessgestaltung.

Als Amtsleiter habe Andreas Pfeifer wichtige Projekte vorangebracht und den Bauhof verantwortlich weiterentwickelt. Beispielhaft nannte Steffen Hertwig die Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung sowie insgesamt die wirtschaftliche Aufstellung des Betriebes. Der OB erinnerte auch an die Aufräumaktionen nach den Unwetterereignissen in den vergangenen beiden Jahren und die Optimierung der Weihnachtsbeleuchtung in Amorbach, für die der Bauhof viel Lob aus der Bevölkerung erhielt.

„Wir hätten noch viele weitere Aufgaben für Sie gehabt“, bemerkte Hertwig. Er verstehe aber, dass Andreas Pfeifer eine neue berufliche Richtung einschlagen wolle. Für die berufliche und private Zukunft wünschte er alles Gute. snp
  

Luther-Kirche beendet Corona-Pause

NECKARSULM Die Martin-Luther-Kirche (Neuberg) beendet ihre Corona-Pause am Sonntag, 19. Juli, 19 Uhr, mit dem meditativen Abendgottesdienst „Die Quelle“. Er ist geprägt von Gesängen, Gebeten, Kurzlesungen und meditativer Stille. Stattfinden wird er unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Vorschriften. Dies gilt auch für die Kinderkirche am Sonntag, 19. und 28. Juli. Beginn der Kiki-Garten-Gottesdienste für Fünf- bis Zwölfjährige ist um 10.45 Uhr auf der Kirchen-Terrasse. E-Mail-Anmeldung: mlk.kinderkirche@gmail.com. NSt
   

Anmelden für „OB vor Ort“

OBEREISESHEIM Steffen Hertwig setzt am Montag, 13. Juli, die Reihe „OB vor Ort“ in Obereisesheim fort. Treffpunkt ist um 19 Uhr vor der Verwaltungsstelle. Da die Teilnehmerzahl wegen der gültigen Corona-Verordnung begrenzt ist, wird um Anmeldung unter Telefonnummer 07132 35202 oder per E-Mail an alessandra.killgus@neckarsulm.de gebeten. snp
   

Kostenloser Rad-Check für mehr Sicherheit

Mobile Reparaturwerkstatt am Samstag vor Ort

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Der kostenlose Rad-Check der Initiative Radkultur macht am Samstag, 11. Juli, in Amorbach Station. Fortgesetzt wird die Aktion am Samstag, 25. Juli, im Stadtteil Obereisesheim. Foto: snp

AMORBACH Mit dem kostenlosen Check der Initiative Radkultur sind Radlfahrer in Neckarsulm verkehrssicher unterwegs. Die mobile Reparaturwerkstatt tourt in diesem Sommer durch die Radkultur-Kommune Neckarsulm. Nächster Haltepunkt ist die Verwaltungsstelle im Stadtteil Amorbach, Lautenbacher Straße 51. Dort ist die Reparaturwerkstatt am Samstag, 11. Juli, von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Wer mag, kann sein Fahrrad von fachkundigen Mechanikern auf Verkehrstauglichkeit überprüfen lassen. Dabei werden Bremsen, Lichtanlage, Klingel und Reifendruck kontrolliert. Kleinere Mängel beheben die Profis direkt vor Ort. Während der Kontrolle gibt es Tipps zu Fahrradwartung und -pflege: Muss die Kette geölt werden? Sind ausreichend Reflektoren vorhanden? Wie wird der Sattel richtig eingestellt?

Mit der Fahrrad-Aktion will die Stadt Neckarsulm in Zusammenarbeit mit der Initiative Radkultur die Themen Alltagsmobilität und Service in den Vordergrund rücken und die Lust aufs Radfahren wecken.

Der nächste Rad-Check findet am Samstag, 25. Juli, von 10 bis 16 Uhr in Obereisesheim (Ecke Raiffeisen/Angelstraße) statt. Die Termine gibt es auch online unter www.radkultur-bw.de/neckarsulm. snp