Unkompliziert Nahwärme der Stadtwerke Bad Friedrichshall nutzen

Stadtwerke bieten für Eigentümer von Altbauten in Kochendorf kostengünstige Lösung im Sinne des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes

Im Ortskern von Kochendorf stehen viele alte Gebäude. Große Teile können ans Nahwärmenetz angeschlossen werden. Foto: Ralf Seidel

11.02.2021

Eigentümern von Altbauten in Kochendorf bietet sich jetzt eine kostengünstige und einfache Lösung den Anforderungen des EWärmeG – das Erneuerbare-Wärme-Gesetz – gerecht zu werden. Das Gesetz fordert einen 15-Prozent-Anteil an erneuerbaren Energien, wenn ein Gebäude vor dem 1. Januar 2009 errichtet wurde. Einfach eine alte oder kaputte Heizung austauschen geht nicht – bei einer Sanierung sind regenerative Energien zu berücksichtigen. Die Stadtwerke Bad Friedrichshall bieten Abhilfe in Form von Nahwärme für Altbauten im Stadtteil Kochendorf.

Schon seit einigen Jahren kommen Altbau-Eigentümer in Baden-Württemberg um die erneuerbaren Energien nicht mehr herum: Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz, kurz EWärmeG, verpflichtet sie, bei einer Modernisierung der Heizung erneuerbare Energien einzubinden. Damit will die baden-württembergische Landesregierung erreichen, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung in Baden-Württemberg ausgebaut wird.

Die Stadtwerke Bad Friedrichshall, ein Eigenbetrieb der Stadt, planen, im Stadtteil Kochendorf ein neues Wärmenetz aufzubauen. Die Versorgungszentrale ist bei der Lindenberghalle vorgesehen und soll zukünftig sowohl das Neubaugebiet „Neuenstadter Straße“ als auch große Teile von Kochendorf-Mitte zuverlässig und preiswert mit umwelt- und klimafreundlicher Wärme versorgen.

Heizzentrale
Dafür werden auch Versorgungsleitungen in die Ortsmitte von Kochendorf geführt, um dort den Ortskern, wo sich in naher Zukunft einiges verändern wird, mit dieser umweltfreundlichen Nahwärme zu versorgen. Das Herzstück des Wärmenetzes wird eine mit Erdgas gespeiste, Blockheizkraftwerk-geführte Heizzentrale sein, die zusätzlich noch mit einer Solar-Thermie- Anlage erneuerbare Energie einsetzt. Die geforderten 15 Prozent erneuerbare Energien können Gebäudeeigentümer somit erreichen.

Rund um die Hauptstraße in Kochendorf gibt es viele ältere Gebäude, deren Eigentümer sich bald Gedanken um einen Austausch der Heizung machen müssen. Dabei spielt unter anderen die Art der Beheizung und das Erreichen des 15- Prozent-Anteils an erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle. Auch für diejenigen, die nicht sofort eine neue Heizung einbauen wolle, ist die Verlegung der Wärmeleitungen für ihr Gebäude bereits möglich.

Die Arbeiten für den Aufbau dieses Wärmenetzes sollen voraussichtlich im Frühjahr 2021 beginnen. Interessierte und bereits angeschriebene Bürgerinnen und Bürger sollten sich dringend bei den Stadtwerken melden. Kurz- oder mittelfristig wird es für betroffene Altbauten wichtig, die Vorgaben des EWärmeG 2015 zu erfüllen.

Die Nahwärmeversorgung bietet viele Vorteile. Nutzer erhalten zuverlässige und hocheffiziente Raumwärme sowie eine konstante, zentrale Versorgung mit Warmwasser. Sie gewinnen Platz, der Wartungsaufwand ist gering und sie können unter Umständen sogar Fördermöglichkeiten des Bundes in Anspruch nehmen. sta

@ Mehr Informationen
www.stadtwerke-friedrichshall.de

Klimaschutz

Ein Viertel der klimaschädlichen CO2-Emissionen in Baden-Württemberg wird durch Heizungsanlagen verursacht. Diesen Wert will die Landesregierung bis 2050 um 90 Prozent verringern. Dafür wurde 2007 das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG) verabschiedet. Darin werden Immobilienbesitzer, die eine neue Heizungsanlage für ein bestehendes Gebäude anschaffen, verpflichtet, erneuerbare Energieträger zu nutzen oder die Menge der benötigten Wärmeenergie zu verringern. Der Anteil der erneuerbaren Energie sollte bei neuen Heizungen in Bestandsgebäuden mindestens 15 Prozent betragen. sta

Bankautomat wird abgebaut

Die Volksbank Heilbronn baut den Bankautomaten in Bad Friedrichshall-Kochendorf, Hauptstraße 16, ab. Das Selbstbedienungsangebot steht dort noch bis Montag, 22. Februar, zur Verfügung.

Bargeld bekommen Kunden zukünftig noch im Kaufland, Industriestraße 12, und in der Filiale Kocherwaldstraße 17-19. sta