Motorradausstellungen im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm: 25 Rennmythen zeigen Hochzeit des Motorrads

Zweiradmuseum setzt Sonderausstellungsserie „Meister aller Klassen“ fort

In der neuen Sonderausstellung zeigt das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum „Rennmythen 1930 bis 1960“: (von links) Museumsleiterin Natalie Scheerle-Walz, Kultur- und Sportamtsleiter Frank Borth und Kurator Manfred Ratzinger. Foto: snp

3.08.2021

NECKARSULM Das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm setzt die Sonderausstellungsserie „Meister aller Klassen“ fort. Der zweite Teil „Rennmythen 1930 bis 1960“ lässt die Hochzeit des Motorrads wieder lebendig werden. 25 exklusive und einmalige Motorräder verkörpern drei Jahrzehnte Rennsportgeschichte, die geprägt waren von Erfindergeist, Mut, Geschwindigkeit und sportlichen Höchstleistungen.

NSU-Maschinen
Im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung stehen die erfolgreichen Rennmaschinen der legendären Neckarsulmer Firma NSU. „Diese Sonderschau präsentiert prägnante Zeugen der Technikgeschichte und dokumentiert ein wichtiges Kapitel der 1250-jährigen Neckarsulmer Stadtgeschichte“, bekräftigt Museumsleiterin Natalie Scheerle-Walz. „Wir sind sehr stolz auf diese großartige Ausstellung. Das ist einer unserer Beiträge zum Jubiläumsjahr.“

Die Sonderausstellung umfasst 21 wertvolle Exponate aus einer Privatsammlung, drei Rennfahrzeuge aus dem Bestand des Deutschen Zweirad- und NSU-Museums und als Leihgabe der Audi AG, Ingolstadt, das sogenannte „PS-Monster“, eine NSU Kompressor aus dem Jahr 1950 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 Kilometern pro Stunde. Zusätzlich ergänzen zwölf Motorräder in der Dauerausstellung die Schau thematisch. Die Audi AG als Partner hat die gesamte Ausstellung sowie den Bildband „125 Motorradhighlights“ unterstützt, der im Herbst anlässlich des Stadtjubiläums erscheint.

Geniale Ingenieure
Im Zentrum der Sonderausstellung stehen legendäre Meisterschaftsmaschinen wie die NSU R11 Rennfox von 1952 und die NSU R22 Rennmax von 1953. Um diese Rennmythen versammelt sind die damaligen Konkurrenten der erfolgreichen Marke NSU. So entsteht ein umfassendes Bild einer Ära, in der geniale Ingenieure technisch einmalige Innovationen hervorbrachten und der Rennsport Hunderttausende an die Rennstrecken lockte. „Die ausgestellten Maschinen haben Technik-, Renn- und Designgeschichte geschrieben“, erläutert Scheerle-Walz. Wandtafeln mit historischem Bildmaterial und eine Videopräsentation mit dem Originalsound ausgewählter Rennmaschinen ergänzen die Ausstellung.

Alle Exponate werden in einer umfangreichen, 47 Seiten starken Begleitbroschüre vorgestellt. Die Ausstellung kann auch virtuell besichtigt werden. Unter www.zweiradmuseum360.de bietet ein digitaler 360 Grad-Rundgang vertiefende Informationen und Detailfotos sowie Info-Videos zu allen ausgestellten Motorrädern.

Auch der zweite Teil der Sonderausstellungsserie wurde von Manfred Ratzinger inhaltlich konzipiert. Zusammen mit dem technischen Museumsmitarbeiter Sven Heimberger verfasste er sämtliche Texte. Die Beschreibungen der einzelnen Exponate geben den jeweils aktuellen Forschungsstand wieder. „Die Sonderausstellung vermittelt ein spannendes Thema anhand toller, wunderbarer Exponate“, schwärmt Manfred Ratzinger.

Die Sonderausstellung „Rennmythen 1930 bis 1960“ ist bis zum Juni 2022 im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum zu besichtigen. Im kommenden Jahr endet die Sonderausstellungsserie mit dem dritten Teil. Er führt mit den Pionieren des Motorrad-Rennsports zurück in die Anfangszeit der „Meister aller Klassen“. snp