Einen wunderschönen Tag erlebt

NECKARSULMER JAHRGANG 1944/45 Facettenreiche Pfalz aufs Neue entdeckt

Auch eine gesellige und informative Weinprobe gehörte zum gelungenen Jahrgangsausflug mit dazu. Foto: Karl-Heinz Leitz

13.09.2021

Dass die Pfalz immer wieder eine Reise wert ist, bewahrheitete sich erneut beim Tagesausflug des Neckarsulmer Jahrgangs 1944/45. Dazu machten sich am vergangenen Mittwoch 25 Alterskameraden bei super Bedingungen auf, um dort einen wunderschönen Tag erleben. Dass dieser Trip zu einem bleibenden Erlebnis wurde, bestätigte Jahrgangsmitglied Helmut Katzer bei seinem Resümee auf der Heimfahrt dem Jahrgangsboss Bernd Friedel. Er hatte als „Pfälzer Bub“ nämlich die Reise ausgearbeitet.

Endlich grünes Licht
So freute sich „Boss“ Friedel zu Beginn der Reise bei der Begrüßung und Vorstellung des Tagesprogramms, dass es nach der coronabedingten Absage im letzten Jahr endlich wieder grünes Licht für eine Busreise gab. Und die Neckarsulmer Gruppe erreichte bei dazu passendem Kaiserwetter auch nach kurzer Fahrt die Barbarossastadt Kaiserslautern. Dort erwartete Stadtführerin Andrea Stephany die Jahrgängler am Rathausplatz. Vor der über einstündigen Stadtrundfahrt informierte sie – ohne mit vielen Geschichtszahlen zu langweilen – beim Rundgang über den Rathausplatz über Historie, Kultur und Sehenswürdigkeiten.

Informiert wurde während der anschließenden Rundfahrt darüber, dass die etwas über 100 000 Einwohner zählende Großstadt am Rande des Pfälzerwalds im Süden von Rheinland-Pfalz auch Sitz der Kreisverwaltung und kreisfreie Industrie- und Universitätsstadt ist. Kaiserslautern war bereits zu karolingischer Zeit Königshof. Die Blütezeit der Siedlung begann Mitte des 12. Jahrhunderts, als Friedrich I. Barbarossa die um 1100 errichtete Burg zu einer Pfalz erweitern ließ. Dabei unterhielt Andrea Stephany mit kurzweiligen Erklärungen und Anekdoten und gab so unterschiedliche Einblicke in Stadtteile und Sehenswürdigkeiten, wozu zum Beispiel die Universität und der bekannte Betzenberg zählen, Sitz des Fritz-Walter-Stadions.

Gastlichkeit
Zur Mittagszeit führte Fahrt weiter zum historischen Landgasthof „Zum Schwan“ in Trippstadt, wo im grünen Garten Pfälzer Gastlichkeit genossen wurde. Hinterher stand der nächste Stopp im Café Unterhammer an, gelegen inmitten des Pfälzer Waldes im Karlstal. Wer wollte, konnte auch einen kleinen Spaziergang im Wald unternehmen, so dass wirklich für alle Wünsche was geboten war.

Weinprobe
Den krönenden Abschluss erlebte die Neckarsulmer Reisegruppe dann im Weingut Hubert Müller in Maikammer. Nach der launigen Begrüßung durch den Seniorchef, der seinen Betrieb vorstellte, wurde zuerst – und als Grundlage für die kommende Weinprobe – ein typisch Pfälzer Vesperteller mit üppigem Tischwein gereicht. Wer wollte, konnte zwischendurch auch den Keller mit Festsaal besichtigen. Dann startete Hubert Müller mit der achtstöckigen Weinprobe, immer mit dazu passenden Erklärungen über Ausbau seiner großen Rebsortenvielfalt. Dass dabei die Stimmung unter den Alterskameraden kaum noch zu überbieten war, war selbstverständlich. Karl-Heinz Leitz
  


OB lädt zu Gesprächsrunde

B 27-ANSCHLUSS Die Stadt Neckarsulm will den seit 20 Jahren geplanten Bau des B 27-Anschlusses „Binswanger Straße“ nicht weiterverfolgen. Nach der endgültigen Abkehr von dem in der Stadtgesellschaft umstrittenen Großbauprojekt geht Oberbürgermeister Steffen Hertwig jetzt auf die Befürworter zu. Um mit den Projektbefürwortern ins Gespräch zu kommen und deren Fragen zu beantworten, lädt OB Hertwig zu einer Gesprächsrunde am Mittwoch, 15. September, um 19 Uhr in die Volkshochschule Neckarsulm ein. „Ich nehme die Sorgen und Bedenken der enttäuschten Projektbefürworter ernst und stelle mich auch möglicher Kritik“, versichert Steffen Hertwig. Interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich zu der Gesprächsrunde anzumelden, und zwar per E-Mail an buergermeisteramt@ neckarsulm.de oder telefonisch unter der Rufnummer 07132/ 35-202. Während der Veranstaltung gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

In einer öffentlichen Sondersitzung Ende Juli sprachen sich die Mitglieder des Gemeinderates mit großer Mehrheit dafür aus, den Bau des B 27-Anschlusses nicht weiterzuverfolgen. In Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden und mit Unterstützung von Landesverkehrsminister Winfried Hermann hatte Hertwig dem Gemeinderat zuvor empfohlen, von dem Großbauprojekt abzurücken. Im Oktober wird der Gemeinderat abschließend über das Projekt entscheiden.