Neckarsulmer Gemeinderat: Neue Kita auf dem Neuberg geplant

NECKARSULM - Gemeinderat baut Betreuungsangebot aus – Betriebskostenförderung für freie Träger


12.02.2021

Die Stadt Neckarsulm setzt den Ausbau des Betreuungsangebots in den Kindertageseinrichtungen fort und schafft zusätzliche Betreuungsplätze im Neuberg. Hierzu ist der Neubau einer sechsgruppigen Kita auf dem Grundstück Mecklenburger Straße geplant. Dies beschloss der Gemeinderat im Rahmen der kommunalen Bedarfsplanung für die Kindertageseinrichtungen im Kita-Jahr 2020/2021. Zudem legte das Gremium weitere Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Betreuungswesens fest.

Um neben den Plätzen für die Kinder über drei Jahren auch für rund 36 Prozent der Kinder unter drei Jahren einen Platz bereitstellen zu können, werden dringend zusätzliche Betreuungsplätze benötigt. Die Stadt rechnet damit, dass im kommenden Jahr elf weitere Gruppen gebraucht werden. Die geplante neue Kita in der Mecklenburger Straße soll den aktuell vordringlichsten Bedarf im Planbezirk Neuberg/Viktorshöhe decken.

Alternativen 
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, die weitere Realisierung zu planen. Aktuell prüft das Hochbauamt verschiedene Alternativen, um den Bau zu realisieren. Über die Form der Trägerschaft entscheidet der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt. Als Option kommt der Betrieb in städtischer Trägerschaft oder die Betriebsführung durch einen freien Träger in Frage.

Beschlossen wurde ferner der Bau einer zweigruppigen Einrichtung auf dem Grundstück Friedenstraße/ Mozartstraße als Ersatzstandort für das Montessori-Kinderhaus. Der Freie Kindergarten kann das Montessori-Kinderhaus am bisherigen Standort in der Scheffelstraße nur noch bis August 2023 nutzen. Im Zuge des Neubaus am Ersatzstandort wird die Einrichtung, wie vom Träger gewünscht, um eine auf zwei Gruppen erweitert. Als freier Träger trägt der Freie Kindergarten dazu bei, den Betreuungsbedarf in der Kernstadt zu decken, und wird insofern im Rahmen der kommunalen Bedarfsplanung von der Stadt gefördert.

Wie der Gemeinderat weiter beschloss, wird die Betriebskostenförderung der freien Träger vereinheitlicht. Für den Betrieb ihrer Kitas erhalten die freien Träger den gesetzlichen Mindestzuschuss, Elternbeiträge und weitere Einnahmen wie zum Beispiel Bundes- oder Landesfördermittel. Den Abmangel, der nach Abzug dieser Einnahmen verbleibt, trägt die Stadt als freiwillige Förderung jeweils zu 100 Prozent. Diese Regelung gilt seit dem 1. Januar für alle freien Träger, also für den Freien Kindergarten, den Waldkindergarten, die Katholische Kirchengemeinde Dahenfeld (Pfarrer-Abele-Kindergarten), die Einrichtung „Kinder in Bewegung“ (KIB) und die Arkus gGmbH (Arkus-Kinderhaus Amorbach). Im Gegenzug verpflichten sich die freien Träger, bei entsprechender Nachfrage nur noch Neckarsulmer Kinder aufzunehmen.

Öffnungszeiten 
Hinsichtlich der Betreuungszeiten wurde die Verwaltung ermächtigt, die Öffnungszeiten in Einzelfällen dem Bedarf entsprechend anzupassen und gegebenenfalls zu reduzieren, zum Beispiel in wenig nachgefragten Randzeiten. Das gesamte Kitawesen soll in den kommenden Jahren strukturell modifiziert werden. Dabei werden die Angebots- sowie die Gebührenstruktur neu ausgerichtet und alternative Konzepte geprüft. snp
  


Antje David ist neue Schulleiterin

NECKARSULM Die Franz-Binder-Verbundschule hat nach der Namenstaufe jetzt auch ein Gesicht erhalten: Antje David leitet die Neckarsulmer Bildungseinrichtung, die zunächst in den Räumen des ASG in Betrieb gegangen ist. Als Leiterin der pädagogischen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der Verbundschule habe Antje David das pädagogische Konzept der neuen Schulform maßgeblich mitgestaltet, erklärte OB Steffen Hertwig bei der Amtseinsetzung. Die Verbundschule nach dem Neckarsulmer Modell vereint Gemeinschaftsschule, Werkrealschule und Realschule unter einem Dach und ist in dieser Kombination landesweit bislang einmalig. „Bei diesem Projekt hat man ganz viel Entwicklungsspielraum. Das hat mich gereizt“, sagte David.

Damit setzt die Franz-Binder-Verbundschule ihren Erfolgsweg fort – zum Schuljahr 2021/2022 am Standort der Johannes-Häußler-Schule. Zwischenzeitlich errichtet die Stadt am früheren Standort des alten Hallenbades ein neues Schulgebäude. Dort soll die Franz-Binder-Verbundschule zum Schuljahr 2024/2025 ihren vollen Betrieb aufnehmen. snp

Lacher der Woche

Theo kommt nach Hause und fragt seinen Vater: „Papa, können wir bitte kurz unter drei Augen sprechen?“ Der Vater entgegnet: „Du meinst, unter vier Augen?“ – „Nein, unter drei, eins musst du jetzt nämlich zudrücken!“

Bunker in Neckarsulm

NECKARSULM Der Heimat- und Museumsverein hat jetzt ein neues Heft seiner Historischen Blätter aufgelegt. Diesmal wird in der Reihe ein Thema behandelt, das überhaupt nicht zu unserem Alltag gehört: die Bunker der Neckar-Enz-Stellung in Neckarsulm.

Bunker in Neckarsulm? Kurt Bauer, der zweite Vorsitzende des Heimatvereins, hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und viele Fakten zusammengetragen, die sich jetzt nachlesen lassen.

Wer wissen will, warum vor über 80 Jahren in Neckarsulm Bunker gebaut wurden, in einer Zeit, als sich Deutschland und Frankreich als Gegner gegenüberstanden, erfährt alles Wissenswerte darüber im aktuellen Heft der Historischen Blätter. Mehr zum Thema gibt es auf der Vereinshomepage unter www.nsuheimat.de/publikationen. NSt


Offene Kirche zum Weltgebetstag

NECKARSULM Auch dieses Jahr soll der Weltgebetstag in Neckarsulm gefeiert werden, wenn auch ein wenig anders als sonst.

Informationen zum Inselstaat Vanuatu im Südpazifik gibt es ab Donnerstag, 18. Februar in der Martin-Luther-Kirche, die jeweils donnerstags bis samstags von 17 bis 18 Uhr geöffnet sein wird. Die Besucher sind eingeladen, über den Bibeltext des Weltgebetstagsgottesdienstes und das Motivbild des Jahres 2021 nachzudenken und sich über Vanuatu, das Land, das für den aktuellen Weltgebetstag zuständig ist, zu informieren – selbstverständlich unter den aktuell geltenden Hygieneregeln. Gleichzeitig macht ein Ländertisch im Schaufenster der Martin-Luther-Kirche schon jetzt auf Vanuatu neugierig. Die Termine für die Gottesdienste werden zeitnah veröffentlicht. NSt