Regelmäßige Vermüllung – Stadt Neckarsulm und Landkreis ziehen Reißleine

Recycling-Container werden am Schwabenweg gebündelt, Amorbacher Standorte in Zschopau- und Donaustraße aufgelöst

Immer vermüllt: die Containerstandorte Zschopau- und Donaustraße. Foto: snp

30.01.2021

NECKARSULM Die Recyclingcontainer des Landkreises im Stadtteil Amorbach werden künftig an zwei Standorten gebündelt. Die bisherigen Standorte Zschopaustraße und Donaustraße (hinter dem Ladenzentrum) werden zum 1. Februar aufgelöst, die dortigen Container zusammengelegt und im Schwabenweg am westlichen Ortsrand neu aufgestellt. Damit reagieren die Stadtverwaltung und das Landratsamt auf die regelmäßige und zunehmende Vermüllung der bisherigen beiden Standorte im Ortskern. Die Container nahe dem Awo-Waldheim am Ende der Amorbacher Straße bleiben unverändert erhalten.

„Regelmäßigen wilden Müllentsorgungen folgen regelmäßige Meldungen auf der Verwaltungsstelle in Amorbach auf dem Fuß“, berichtet der zentrale Ansprechpartner für den Stadtteil, Andreas Gastgeb. Obwohl die Mitarbeiter der Stadtreinigung beim Bauhof die illegal entsorgten Abfälle ausnahmslos nach verwertbaren Anschriften durchsuchen und das Ordnungsamt auch in einigen Fällen empfindliche Bußgelder verhängt hat, lässt sich das Problem so nicht beseitigen.

Wertstoffe
Auch die wiederholt geäußerte Anregung aus der Bürgerschaft, die Container ersatzlos wegzuräumen, stellt keine Lösung dar. „Die Recyclingcontainer sind für Papier oder Altglas bestimmt, also für wiederverwertbare Wertstoffe, mit denen das Landratsamt Einnahmen erzielen kann“, erläutert Gastgeb. „Genau diese Einnahmen haben dazu beigetragen, dass der Landkreis die Abfallgebühren 15 Jahre lang stabil halten konnte.“ Die Containerplätze in der Zschopau- und Donaustraße werden fast täglich als Müllabladestellen missbraucht. Neben Kartonagen, Altpapier, Glas und Elektroschrott türmt sich zwischen den Sammelcontainern auch verrottender und übel riechender Hausmüll. Um diesen unhaltbaren, unhygienischen Zuständen Herr zu werden, ziehen Stadt und Landratsamt jetzt die Reißleine.

Die beiden Standorte werden aufgelöst und im Schwabenweg zusammengefasst. Dies erleichtert auch dem Gemeindevollzugsdienst die regelmäßige Kontrolle. Gegen Müllsünden geht Neckarsulm seit dem vergangenen Jahr mit deutlich erhöhten Bußgeldern vor. Inzwischen werden alle Abfallvergehen ohne Unterschied einheitlich mit 70 Euro geahndet. Dieser erhöhte Satz gilt für kleine wie für große Müllsünden.

Sichtbares Zeichen
„Am Standort Schwabenweg werden wir die weitere Entwicklung genau beobachten“, kündigt Gastgeb an. „Landratsamt und Stadtverwaltung haben sich bereits auf weitere Maßnahmen verständigt, um die wilden Müllentsorgungen zu bekämpfen. Es ist jetzt einfach an der Zeit, ein sichtbares Zeichen zu setzen. Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen.“

Zugleich ruft er die Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf: „Wenn Sie Müllsünder beobachten, mischen Sie sich nicht selbst ein, sondern merken Sie sich Details wie zum Beispiel das Autokennzeichen. Helfen Sie mit, diese Unsitte gemeinsam in den Griff zu bekommen.“ Hinweise nehmen das Ordnungsamt und die Verwaltungsstelle Amorbach telefonisch unter 07132 35260 beziehungsweise 380970 entgegen. Diese werden vertraulich behandelt. snp
 


24 Geschäfte mit Online-Angebot

NECKARSULM Die Einzelhandelsgeschäfte müssen zwar wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen bis auf weiteres geschlossen bleiben. Einkaufen können Kunden aber dennoch bei vielen Geschäften in Neckarsulm – nach dem Prinzip „Click and Collect“: Der Kunde wählt den gewünschten Artikel entweder im Online-Shop aus oder bestellt ihn telefonisch beim Händler seiner Wahl. Am Telefon können sich die Kunden auch beraten lassen. Der Händler bereitet dann die bestellte Ware zur Abholung vor und vereinbart mit dem Kunden einen Abholtermin. Bezahlt wird beim Abholen vor Ort. Dabei werden die geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten. Welche Neckarsulmer Einzelhandelsgeschäfte – derzeit sind es 24 – Kunden diesen Bestell- und Abholservice anbieten, erfahren Interessierte auf der Homepage der Stadt unter www.neckarsulm.de unter dem Stichwort „Infos zum Corona-Virus“. NSt