Mobilitätspakt Heilbronn/Neckarsulm zieht Zwischenbilanz

NECKARSULM - Neue Partner, effizientere Arbeitsstruktur und weitere Maßnahmen

Alles auf Grün: Der Mobilitätspakt soll vor allem die freie Fahrt für den Rad- und den öffentlichen Personennahverkehr bringen. Foto: Archiv/Mugler

29.03.2021

Fast vier Jahre ist es her, dass sich unter der politischen Leitung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg die verantwortlichen Akteure aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf den Weg gemacht haben, ein Zukunftskonzept für nachhaltige Mobilität in der Region Heilbronn/ Neckarsulm zu entwickeln und umzusetzen.

Der Mobilitätspakt Heilbronn/ Neckarsulm wurde am 26. Juli 2017 gegründet. Seitdem arbeiten die Partner unter der Projektleitung des Regierungspräsidiums Stuttgart gemeinsam an der Umsetzung eines vielfältigen Programms, das alle Verkehrsarten (öffentlicher Personennahverkehr, Fuß- und Radverkehr, motorisierter Individualverkehr) sowie Maßnahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements umfasst und sinnvoll miteinander vernetzen soll.
   

Wimpfen und Friedrichshall 
Dass jüngst zwei weitere Partner, die Städte Bad Wimpfen und Bad Friedrichshall, beigetreten sind, zeigt, dass der Handlungsbedarf in der Region von den verantwortlichen Akteuren wahrgenommen und die Zusammenarbeit im Mobilitätspakt vertieft wird.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann begrüßt die Erweiterung des Projektkreises und zieht eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit: „Der Mobilitätspakt Heilbronn/Neckarsulm ist Vorreiter auf dem Weg, den Mobilitätswandel auf regionaler Ebene durch konkrete Maßnahmen und Ziele kontinuierlich voranzutreiben. Stück für Stück nähern wir uns damit unserem Ziel, Mobilität umwelt- und klimagerecht und sozial verträglich zu gestalten. Die Zusammenarbeit im Mobilitätspakt zeigt aber auch, dass wir beharrlich weiterarbeiten müssen, damit Verkehr verlagert und nachhaltige Mobilitätsalternativen intensiver genutzt werden. Im Mobilitätspakt haben wir engagierte Partner, die in den vergangenen Jahren gezeigt haben, dass gemeinsam viel erreicht werden kann.“

Und auch der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer meint: „Mit Bad Friedrichshall und Bad Wimpfen heißen wir zwei weitere wichtige Kommunen im Kreis der Partner willkommen. Mobilitätspakte sind eine Chance, den Weg hin zu einer zukunftsgerechten und nachhaltigen Mobilität konstruktiv zu gestalten, und es freut uns, dass dieses Format so gut angenommen wird.“ Doch nicht nur durch die Aufnahme der beiden Städte, sondern auch durch eine Umstrukturierung der Arbeitsorganisation innerhalb des Projektes verspricht man sich neue Dynamik. Bestehende Maßnahmen werden auf effizientere Weise bearbeitet, neue Themen können zügig Platz greifen.


„Stück für Stück nähern wir uns damit unserem Ziel, Mobilität umweltund klimagerecht und sozial verträglich zu gestalten.“

Winfried Hermann


Die Projektbeteiligten haben sich im vergangenen Jahr auf vier fachspezifische Arbeitsgruppen verständigt, die sich von nun an arbeitsteilig den Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr, Straßenverkehr, Fuß- und Radverkehr sowie betrieblichen Mobilitätsmanagement widmen. Jede Arbeitsgruppe wird von einem Partner im Mobilitätspakt geleitet und versammelt Personen der Fachebene der am Pakt Beteiligten sowie gegebenenfalls externe Fachleute.

Übergeordnetes Ziel ist weiterhin die bessere Vernetzung der Verkehrsträger untereinander. Hierfür ist eine Koordinierungsgruppe verantwortlich, die zudem eine Mittlerfunktion einnimmt zwischen den Arbeitsgruppen der Fachebene und dem Steuerkreis, der weiterhin unter der politischen Leitung des Landesverkehrsministers Winfried Hermann über den Verlauf und konkrete Ziele des Mobilitätspaktes entscheidet.

Haltepunkt geplant 
Besonderes Augenmerk liegt bereits auf den Planungen des neuen Haltepunktes Bad Friedrichshall/Kochendorf Süd, für die eigens eine Unterarbeitsgruppe eingerichtet wurde. Der geplanten Haltepunkt soll insbesondere die ÖPNV-Anbindung des künftigen Sondergebiets „Obere Fundel“ sicherstellen.

Im Zuge dieses Vorhabens soll eine Brücke über die B27 und ein Zuweg zum Haltepunkt dieser dient außerdem dem Zugang zu den Bahnsteigen. Weiterhin ist eine Fahrradrampe vorgesehen, um eine Verbindung von Süden über die Bahnlinie und die B27 zu schaffen.

Weil es zahlreiche weitere Maßnahmen entlang der B27 gibt, werden diese zunächst ebenfalls gebündelt von einer Sonderarbeitsgruppe bearbeitet. NSt

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