Seit 20 Jahren die Stimme für den Kraichgau

Der jüngste Zeitungstitel des Medienunternehmens Heilbronner Stimme setzt das Lokalkonzept erfolgreich um

Nah dran am Geschehen ist das Team der Kraichgau Stimme in kleinen Gemeinden ebenso wie in großen Städten. Im nächsten Jahr findet zum Beispiel die Gartenschau in Eppingen statt – das Medienunternehmen wird Medienpartner sein.

16.07.2021
Seit 20 Jahren die Stimme für den Kraichgau Image 2

Der jüngste Zeitungstitel des Medienunternehmens Heilbronner Stimme ist 20 Jahre alt geworden. Am 17. Februar 2001 erschien die erste Kraichgau Stimme. Neben den Ausgaben für die Stadt Heilbronn, für den westlichen, nördlichen und östlichen Landkreis sowie der Hohenloher Zeitung ist die „KS“ eine von insgesamt sechs Lokalausgaben. Lokale Nähe war der entscheidende Antrieb für den Start einer eigenen Zeitung, die zwischen Hüffenhardt, Siegelsbach, Kirchardt, Sulzfeld, Ittlingen und Gemmingen erscheint. Mit den Großen Kreisstädten Eppingen und Bad Rappenau bedient die Kraichgau Stimme zudem die Leserinnen und Leser in zwei Zentren mit einer Auflage von mehr als 5000 Exemplaren an sechs Tagen in der Woche.

Tradition „Vor 20 Jahren haben wir dem Kraichgau eine eigene Stimme gegeben, die ebenso in der Tradition der 1899 gegründeten Eppinger Zeitung steht wie der vormaligen Nordwestausgabe der vor 75 Jahren gegründeten Heilbronner Stimme“, erklärt Verleger Tilmann Distelbarth. Beide Ausgaben fanden in der Kraichgau Stimme ein gemeinsames Zuhause und führten in Eppingen die mehr als 100 Jahre alte Zeitungstradition fort.

„Die Region im Herzen, die Welt im Blick“ war das Motto, unter dem vier Lokalredakteure vor 20 Jahren mit dem damaligen Redaktionsleiter Uwe Ralf Heer nach sechswöchiger Vorbereitung die erste Ausgabe der Kraichgau Stimme produzierten. „Für mich persönlich ist es natürlich eine schöne Erinnerung, da ich beim Start als Redaktionsleiter der Kraichgau Stimme dieses ehrgeizige und innovative Team führen durfte“, erinnert sich der heutige Chefredakteur. „Es herrschte damals eine ganz besondere Aufbruchstimmung, die ich so nie zuvor und auch nicht anschließend erlebt habe.“ Es sei darum gegangen, mehr lokale Nähe zu zeigen und den Bürgern zusätzliche fundierte Berichte anzubieten. „Das ist bestens gelungen – bis heute.“ Tilmann Distelbarth erklärt: „Die Kraichgau Stimme hat von Anfang an mit engagiertem Lokaljournalismus die Vernetzung zwischen Bürgern, lokaler Politik, dem Lokalsport, den Verbänden und der lokalen Wirtschaft verstärkt und wirkt im besten Sinne identitätsstiftend für den Kraichgau.“
  

Lokale Ereignisse Eine Aufgabe, die Redakteure und Anzeigenberater bis heute ernst nehmen. In den vergangenen 20 Jahren hat die Kraichgau Stimme große lokale Ereignisse wie die Heimattage in Eppingen oder die Landesgartenschau in Bad Rappenau begleitet, über Sportereignisse berichtet, aber auch kritisch hinterfragt, zum Beispiel bei der Umstrukturierung der Kurbetriebe oder bei kommunalpolitischen Auseinandersetzungen rund um Sanierungen, Baumaßnahmen und Bürgermeisterwahlen. Der Bau des Eppinger Parkhauses war dabei genauso zahlreiche Artikel wert wie der geplante Abriss des Gemminger Kirchturms oder die Verkehrsbelastung in manchen Ortsdurchfahrten. „Die Hügellandschaft mit Block und Stift umgraben“, nannte es Peter Boxheimer, der 16 Jahre lang als Redaktionsleiter die Ausgabe verantwortete. Seine „Stadtbahntouren“ haben so manchem Kraichgauer die Heimat näher gebracht. Nah dran am lokalen Geschehen bleibt die Regionalredaktion auch künftig. Im nächsten Jahr ist die Heilbronner Stimme Medienpartner der Eppinger Gartenschau, die von 20. Mai bis 2. Oktober 2022 stattfinden soll.

Das moderne Medienunternehmen nutzt dabei nicht nur die gedruckte Tageszeitung als Plattform, sondern auch digitale Kanäle wie stimme.de oder soziale Medien. Dem Kraichgau eine Stimme zu geben bleibt Anliegen der Redaktion, auch wenn ihr Arbeitsplatz inzwischen im Haupthaus des Medienunternehmens in Heilbronn ist. 2015 erfolgte der Umzug, um die Kräfte der Lokalzeitung zu bündeln und die produktionstechnische Konzentration für effizientere Arbeitsabläufe zu nutzen. Moderne Kommunikationsmöglichkeiten und eine entsprechende technische Ausstattung ermöglichen es den Journalisten dabei, flexibel zu bleiben. tox