Baden-Württembergs Modellprojekt Junges Wohnen

  


2.02.2021

In vielen ländlichen Gemeinden fehlt attraktiver Wohnraum, der den Wünschen und spezifischen Bedürfnissen von jungen Erwachsenen entspricht. Das kann einer der Gründe sein, warum diese nicht im ländlichen Raum bleiben oder nach Ausbildung oder Studium nicht wieder zurückkehren, obwohl genügend Arbeitsmöglichkeiten vorhanden wären und dringend Fachkräfte gebraucht werden.

Tragfähige Konzepte
Gleichzeitig stehen in vielen Ortskernen Gebäude leer, die mit einem guten, finanziell tragfähigen Konzept einer neuen Nutzung zugeführt werden könnten. Hier setzt das Modellprojekt Junges Wohnen an. „Es soll den teilnehmenden Gemeinden dabei helfen, durch Umnutzung von leerstehenden Gebäuden zukunftsorientierte Wohnmodelle für junge Erwachsene zu entwickeln“, so Peter Hauk, Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Sein Ministerium unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung von 125 000 Euro.
  

Edeka Auraher

  

Das Projekt nimmt auch das Umfeld in den Blick. „Junge Erwachsene möchten häufig nicht alleine und doch selbstständig leben, in Gemeinschaft wohnen und sich gegenseitig unterstützen. Ihr Wunsch ist es zumeist auch, Wohnen und Arbeiten besser kombinieren zu können. Sie wollen innovative Mobilitätsangebote nutzen und einen sozialen und nachhaltigen Lebensstil führen“, verdeutlicht Ingrid Engelhart, Projektleiterin und Geschäftsführende Vorsitzende der Studiengesellschaft für Projekte zur Erneuerung der Strukturen die Bedürfnisse der Zielgruppe. „Sind die Rahmenbedingungen gegeben, die diesen Lebensstil ermöglichen, entwickelt das Leben im ländlichen Raum eine ganz neue Anziehungskraft.“

Zaberfeld dabei
Die sechs ausgewählten Modellgemeinden Dornstadt, Herbolzheim, Riedlingen, Stühlingen, Schwäbisch Gmünd und Zaberfeld durchlaufen einen begleiteten Planungsprozess, bei dem vor Ort geeignete Leerstände identifiziert, Finanzierungsmodelle vorgestellt und der Bedarf für Junges Wohnen ermittelt werden sollen. Gemeindeübergreifend sind hierfür Fokusgruppen mit Teilnehmern aller Projekt-Gemeinden vorgesehen. Am Ende sollen in den Modellkommunen umsetzbare Konzepte für Junges Wohnen vorliegen. red