Innenstadt soll sauberer werden

13 neue Abfallbehälter – Fassungsvermögen auf jeweils 120 Liter verdreifacht

Die neuen Abfallbehälter verfügen über ein hygienefreundliches Design. Foto: snp

19.11.2021
C. Schrade GmbH

NECKARSULM Nur eine saubere Innenstadt wirkt attraktiv und einladend. Um der zunehmenden Müllmenge wirkungsvoll zu begegnen und die Aufenthaltsqualität in der City zu erhalten, hat der Bauhof der Stadt Neckarsulm 13 neue, öffentliche Abfallbehälter im Innenstadtbereich aufgestellt. Die alten Müllbehälter wurden komplett gegen das neue Modell ausgetauscht.

Kontaktlos
Damit sollten unschöne Bilder von Kleinabfällen wie zum Beispiel Eisbechern, die sich auf den öffentlichen Abfallbehältern stapeln, eigentlich der Vergangenheit angehören. Denn mit jeweils 120 Litern ist das Fassungsvermögen der neuen Behältnisse fast dreimal so groß wie bei den alten Behältern. Das Design der neuen Abfallbehälter ist nicht nur praktisch, sondern verbessert auch die Hygiene. Über einen nach oben geschlossenen Schachtaufsatz können Abfälle kontaktlos entsorgt werden. Im Aufsatz ist auch ein Aschenbecher mit integriert.

Die neuen Behälter lassen sich von den Mitarbeitenden des Bauhofs nicht nur leichter leeren, sondern die Oberfläche weist auch eine Feinstruktur auf, die leichter zu reinigen ist. So können zum Beispiel wild angebrachte Aufkleber einfacher entfernt werden. Die Müllbehältnisse sind so konstruiert, dass größere Tüten nicht hineinpassen. Denn Hausmüll darf grundsätzlich nur in der eigenen Restmülltonne entsorgt werden. Mülltüten aus Privathaushalten dürfen neben öffentlichen Abfallbehältnissen auch nicht einfach abgestellt werden. Die öffentlichen Abfallbehälter sind nur zum Entsorgen von Kleinmüll bestimmt.

Appell
Die Stadt appelliert nochmals an alle Passanten, ihren Kleinmüll ordnungsgemäß zu entsorgen und hierzu die neuen Abfallbehälter zu benutzen. Übrigens dürfen auch gefüllte Hundekotbeutel in den öffentlichen Abfallbehältern entsorgt werden. Die Mitarbeiter des Gemeindevollzugsdienstes sind regelmäßig in der Innenstadt unterwegs und achten dabei auch auf die Sauberkeit. Inzwischen geht die Stadt mit deutlich erhöhten Bußgeldern gegen Müllsünden vor. snp
   


Mobilitätspass soll Investitionen im Linienbusverkehr finanzieren

NECKARSULM Für die Organisation des Linienbusverkehrs seien die Kommunen selbst verantwortlich, erklärte Landesverkehrsminister Winfried Hermann. Um in diesen Bereich mehr zu investieren, benötigten die Kommunen neue Finanzierungsquellen. Hier könnte der Mobilitätspass ein geeignetes Mittel sein. Die Grundidee sieht hier vor, dass von den Kommunen eine Gebühr beziehungsweise ein Beitrag für Einwohner, Kfz-Halter oder Kfz-Nutzer erhoben werden kann. Im Gegenzug sollen die beitragspflichtigen Personen dann ein ÖPNV-Guthaben erhalten, das in gleicher Höhe beim Kauf von ÖPNV-Zeitkarten eingelöst werden kann. Die erzielten Einnahmen könnten die Kommunen in den Ausbau des ÖPNV investieren.

Das Landesverkehrsministerium wird die Rechtsgrundlage schaffen, um Gemeinden eine solche Finanzierungsmöglichkeit zu eröffnen. Zusätzlich fördert das Land auf Antrag investive Maßnahmen, etwa wie die Beschaffung von Bussen oder den Bau von Haltestellen. Die Stadt wird prüfen, ob der Mobilitätspass ein passendes Finanzierungsinstrument für Neckarsulm sein kann.

Aber auch die Verkehrsteilnehmer sind gefordert, ihren Beitrag für die Verkehrswende zu leisten. „Umdenken allein genügt nicht. Jede und jeder muss bereit sein, das eigene Verhaltensmuster zu ändern“, unterstrich Hermann. Daher soll im Mobilitätspakt verstärkt nach Möglichkeiten gesucht werden, Car-Sharing oder moderne Shuttle-Busverkehre als gemeinschaftliche Nutzformen erfolgreich zu etablieren. „Auf dieses Thema muss auch in der öffentlichen Diskussion ein stärkerer Fokus gelegt werden“, forderte Verkehrsminister Hermann. „Die Kommune ist mit ihrer Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern der ideale Ausgangspunkt.“ snp