Zukunftsweisendes Projekt: GZ Brackenheim

Bürgermeister Czaszar und stellvertretender SLK-Aufsichtsratsvorsitzender Piepenburg sind zufrieden mit dem GZ

Farbige Elemente lockern die Fassade des langgezogenen Baukörpers auf. Der Neubau wirkt auch optisch ansprechend. Foto: Christina Kunz

12.10.2020

Die Entscheidung, das Krankenhaus in Brackenheim zu schließen und stattdessen ein Gesundheitszentrum (GZ) zu errichten, wurde vor vier Jahren kontrovers diskutiert. Dass sie richtig war, davon ist Landrat Detlef Piepenburg überzeugt. „Gewaltige Probleme“ bei der Personalgewinnung hätten die strukturellen Veränderungen nötig gemacht, erinnert der stellvertretende SLK-Aufsichtsratsvorsitzende. „Wir haben versprochen, alles zu tun, was für eine gute Versorgung der Menschen im Zabergäu möglich ist. Das haben wir gehalten.“

Versorgungszentrum
Mit dem Ergebnis ist Piepenburg jetzt „sehr zufrieden“, ähnlich äußert sich Thomas Czaszar: „Wichtige Funktionen des früheren Krankenhauses konnten für unsere Region weiter erhalten bleiben“, sagt der Brackenheimer Bürgermeister, der sich beim Klinikverbund für „dieses umfassende aber auch zukunftsweisende Versorgungszentrum“ bedankt: „Der Neubau des GZ durch die SLK hat mit seinen erweiterten Angeboten für die Patienten einen hohen und qualitativ hochwertigen Versorgungsgrad für unsere Stadt und unsere Region im Hinblick auf den demographischen Wandel.“

Die Stadt Brackenheim habe den Prozess des Neubaus kritisch und konstruktiv begleitet und insbesondere über das Bebauungsplanverfahren Einfluss auf die Gestaltung des Baukörpers nehmen können.

Mit Blick auf die Veränderungen in der Krankenhauslandschaft werde deutlich, „wie richtig und weitsichtig unsere Entscheidungen waren“, betont Piepenburg. Für die Menschen im Zabergäu und darüber hinaus sei keine wirkliche Versorgungslücke entstanden. Mit dem Ende des stationären Regelbetriebes im ehemaligen Krankenhaus Brackenheim seien die Fachabteilungen Orthopädie, Chirurgie und Innere Medizin ja nicht ersatzlos geschlossen, sondern auf die großen Krankenhausstandorte am Gesundbrunnen in Heilbronn und am Plattenwald in Bad Friedrichshall verlagert worden. „Dies kommt den Patienten zugute, da größere Zentren mit moderner Infrastruktur, besserer medizinischer Ausstattung und mehr Experten vor Ort die stationäre Versorgung viel besser gewährleisten können.“

Freie Fläche Mit dem GZ bestehe eine wohnortnahe und umfangreiche medizinische Versorgung der Menschen im Zabergäu, sagt Piepenburg mit Blick auf die verschiedenen Praxen und Einrichtungen, die sich in dem Neubau konzentrieren. Das Angebot ist ausbaufähig – noch sind Flächen frei. „Wenn es nach Wünschen ginge, könnte man sich vieles vorstellen“, erklärt der Landrat. Die Stadt favorisiert eine gastroenterologische Praxis, „um das fachärztlich Angebot abzurunden“, so Czaszar. „Inwieweit sich andere fachärztlich Angebote ergeben können, müssen wir zum einem in Kooperation mit SLK, aber auch der kassenärztlichen Vereinigung klären.“ Von unserer Redakteurin Renate Dilchert