Neckarsulmer Stimme

Gemeinsam das Miteinander gestalten: NECKARSULM Interkulturelle Woche mit vielen Veranstaltungen vom 21. September bis 3. Oktober

Die Interkulturelle Woche endet am 3. Oktober traditionell mit dem Tag der offenen Moschee. Führungen gibt es jeweils um 11, 13, 15 und 17 Uhr. Foto: Archiv/Sawatzki
Die Interkulturelle Woche endet am 3. Oktober traditionell mit dem Tag der offenen Moschee. Führungen gibt es jeweils um 11, 13, 15 und 17 Uhr. Foto: Archiv/Sawatzki
Unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ lädt die Interkulturelle Woche zu Begegnungen zwischen Einwohnern mit und ohne Migrationshintergrund ein.

Vom 21. September bis 3. Oktober gib es ein buntes Programm. „In Neckarsulm herrscht traditionell ein gutes Miteinander von Menschen unterschiedlicher nationaler, kultureller und religiöser Herkunft“, stellt Oberbürgermeister Steffen Hertwig fest. „Die Stadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Miteinander zu gestalten und zu vertiefen.“ Für dieses Ziel engagieren sich auch das „Internationale Gremium für Neckarsulmer“, die städtische Integrationsbeauftragte Julia Bruns und der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt, Nico Kunert, die das Programm zusammengestellt haben.

Bunte Flora Der Startschuss fällt mit dem Fest im Interkulturellen Garten Bunte Flora in Amorbach am Samstag, 21. September, von 15 bis 17 Uhr. Um 19 Uhr gastiert das deutsch-türkische Theater Ulüm im Gleis 3 am Bahnhofplatz. Inszeniert wird die Komödie „Hochdeutsch-Türkisch (Alter, was geht)“ in deutscher Sprache. Der Eintritt kostet fünf Euro (drei Euro ermäßigt).

Teil des Programms sind auch die regelmäßigen Termine des Begegnungstreffs „Café Zukunft International“. Der Freundeskreis Asyl, die Stiftung Starke Familien und die städtische Volkshochschule laden Einheimische und Neuzugezogene zum Kennenlernen ein. Die Besucher treffen sich am Montag, 23. September, um 15 Uhr in der VHS, Seestraße 15, am Mittwoch, 25. September, um 9.30 Uhr im katholischen Gemeindehaus neben der Pax-Christi-Kirche Amorbach und am Donnerstag, 26. September, um 9 Uhr im Familienbüro der Caritas im Neuberg, Stuttgarter Straße.

Eingeladen wird auch dazu, andere Länder kennenzulernen. Bei einem polnischen Abend am 23. September um 19 Uhr im Caritas-Familienbüro stellt Luzie Luda ihr Heimatland vor. Wida Habib-Hadi referiert bei einem Themenabend über Afghanistan (Dienstag, 24. September, 17 Uhr, Familienbüro).

Am Mittwoch, 25. September, 17 Uhr, können Besucher an der Langen Tafel der Begegnung vor dem Modehaus Diemer in der Marktstraße Platz nehmen. Bei internationalen Speisen und Getränken liefert das Thema „Nachbarschaft heute, früher und in anderen Ländern“ Gesprächsstoff. Wer will, kann Kleinigkeiten zum Essen mitbringen. Alle dürfen sich kostenlos bedienen.

Großes Fest Höhepunkt ist das Internationale Fest am Sonntag, 29. September, auf dem Marktplatz, das um 11 Uhr von Julia Bruns eröffnet wird. Anschließend beginnt das Bühnenprogramm. Um 15 Uhr begrüßt der erste ehrenamtliche Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Eberhard Jochim, die Besucher. Bis 18 Uhr gibt es Tanz, Live-Musik und internationale Kulinarik. Der CVJM kümmert sich um die kleinen Gäste, für die es auch eine Hüpfburg gibt.

Einen Blick in die Kochtöpfe der Welt werfen die Teilnehmer des Kurses „Persisch kochen mit der Iranerin Maryam Yari“ am Dienstag, 1. Oktober, von 18 bis 21.15 Uhr in der VHS. Die Teilnahmegebühr samt Lebensmitteln beträgt zehn Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich: Telefon 07132 35-370, E-Mail an: vhs@neckarsulm.de. Die Filmvorführung der Griechischen Gemeinde steht am Mittwoch, 2. Oktober, um 20 Uhr auf dem Programm. In der Urbanstraße 6 ist „Worlds apart – Die Liebe in drei Generationen“ von Christopher Papakaliatis zu sehen. Die Interkulturelle Woche endet am Donnerstag, 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, mit einem Tag der offenen Moschee in der Rötelstraße. Der Moscheeverein „Kulturzentrum für Bildung und Integration“ lädt Interessierte zu Führungen ein, und zwar um 11, 13, 15 und 17 Uhr. snp

24 neue Auszubildende

NECKARSULM Bei der Stadt haben 24 junge Menschen ihre Ausbildung begonnen. Oberbürgermeister Steffen Hertwig begrüßte die Nachwuchskräfte im Rathaus und wünschte ihnen viel Erfolg und Motivation bei der Ausbildung.

Vor allem im Erziehungswesen habe Neckarsulm mehr Azubis eingestellt. Von den 24 Berufsanfängern erlernen elf ihren Beruf beim dualen Ausbildungsgang „Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher“ (PIA). Hinzu kommen fünf Anerkennungspraktikanten für den Beruf der Erzieherin in den städtischen Kitas und im Jugendtreff Treff 23 in Amorbach.

Derzeit beschäftigt Neckarsulm 48 Azubis sowie Praktikanten. Die Eigenbetriebe Aquatoll und Stadtwerke bilden jeweils zwei Fachangestellte für Bäderbetriebe beziehungsweise zwei Kaufleute für Büromanagement aus. Im Rathaus haben zwei angehende Verwaltungsfachangestellte ihre Ausbildung begonnen. Zwei Studentinnen leisten ihr sechsmonatiges Einführungspraktikum beim Studiengang „Bachelor of Arts Public Management“ ab. Zudem startet eine junge Frau am 1. Oktober ihre Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin bei der Sozialstation. snp

Heizzentrale wird im Oktober abgebrochen

NECKARSULM Vorbereitende Maßnahmen haben begonnen – Hauptweg unterhalb des Seniorenzentrums derzeit gesperrt

Es geht voran: Im August feierte die Stadt Richtfest am St. Vinzenz-Neubau. Im Oktober erfolgt derAbbruch der Heizzentrale in der Spitalstraße. Foto: Archiv/Mugler
Es geht voran: Im August feierte die Stadt Richtfest am St. Vinzenz-Neubau. Im Oktober erfolgt derAbbruch der Heizzentrale in der Spitalstraße. Foto: Archiv/Mugler
Die Stadtwerke Neckarsulm haben jetzt mit den vorbereitenden Arbeiten für den Abbruch der Heizzentrale Spitalstraße und den Rückbau der Anlagentechnik begonnen.

Tiefbauarbeiten Hierzu muss die Wärmeleitung im Stadtpark in neuer Trassenführung verlegt werden. Die Tiefbauarbeiten dauern voraussichtlich noch bis Ende des Monats. Wegen der Baumaßnahmen ist der Hauptweg unterhalb des Seniorenzentrums gesperrt. Fußgänger werden gebeten, auf die anderen Wege im Stadtpark auszuweichen.

Der Neckarsulmer Gemeinderat hatte den Abbruch der Heizzentrale beschlossen, um den Neubau des Seniorenzentrums St. Vinzenz zu ermöglichen.

Abbruch Im zweiten Bauabschnitt werden anstelle des bisherigen Pflegeheims vier Gebäude für betreutes Wohnen neu errichtet. Daher muss auch die in die Jahre gekommene und stark sanierungsbedürftige Heizzentrale Spitalstraße weichen. Sie wird im Oktober abgebrochen.

Die Gebäude in der Neckarsulmer Innenstadt werden künftig über das Biomasse-Heizkraftwerk im Gewerbegebiet Trendpark Süd mit Wärme versorgt. Hierzu wurden bereits einzelne Leitungsstränge ersetzt.

Als abschließende Maßnahme wird die Wärmeleitung im Stadtpark entlang des Hauptweges verlegt. Die Bauarbeiten werden von den Stadtwerken ausgeführt.

Die Kosten trägt die Siedlungswerk GmbH, Stuttgart als Bauträger, Investor und Eigentümer des neuen Seniorenzentrums. Um den Erdaushub nicht abtransportieren zu müssen und die Kosten zu reduzieren, wird dieser im Baustellenbereich zwischengelagert. Der Aushub wird nach Baufortschritt wieder in den Rohrleitungsgraben verfüllt.

Momentan wird in den vorhandenen Fußweg die Wärmeleitung verlegt, deshalb wurde ein provisorischer Fußweg errichtet. Dieser wird nach Fertigstellung wieder zurück gebaut, und auch hier wird der Erdaushub wieder eingebracht. snp

Film von aktueller Brisanz

Sondervorführung im Scala Kino

NECKARSULM „Wir sind Juden aus Breslau“. Im Neckarsulmer Scala Kino ist dieser Film von aktueller Brisanz am Sonntag, 22. September, um 17 Uhr bei einer Sondervorführung zu sehen. Eine zusätzliche Schulvorführung findet am Montag, 23. September statt. Der Streifen will ein eindringliches Zeichen setzen gegen stärker werdende nationalistische und antisemitistische Strömungen in Europa. An beiden Terminen gibt es eine Einführung von Regisseurin Karin Kaper und ein anschließendes Filmgespräch. Unterstützt werden die Aufführungen durch Landesmittel und durch den Kreis Heilbronn.

„Wir sind Juden aus Breslau“ zeigt auf, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Er setzt anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung.

Anita Lasker Wallfisch, eine wichtige Person für den Film, hielt im Jahr 2018 im Deutschen Bundestag die Rede bei der Holocaust-Gedenkfeier. Weitere Protagonisten sind: Esther Adler, Gerda Bikales, Renate Lasker-Harpprecht, Walter Laqueur, Fritz Stern, Guenter Lewy, David Toren, Abraham Ascher, Wolfgang Nossen, Eli Heymann, Mordechai Rotenberg, Max Rosenberg und Pinchas Rosenberg. NSt