Ehemaliger Meisterboxer aus Neckarsulm feiert 95. Geburtstag

Fritz „Itze“ Hofmann fuhr in 50er Jahren Erfolge für Sportvereinigung ein

Fritz Hofmann feierte seinen 95. Geburtstag. Foto: Leitz

12.02.2021
THSB Rechtsanwälte

NECKARSULM Der ehemalig Meisterboxer der Sportvereinigung Neckarsulm, Fritz Hofmann, feierte dieser Tage seinen 95. Geburtstag.

Der Jubilar, der von Freunden nur „Itze“ genannt wird, zählte in seiner Box-Ära, die von 1946 bis 1954 dauerte, als Fliegengewichtler und später im Bantamgewicht zu den ausgefeiltesten Technikern mit dem richtigen Blick für die Situation. Als Vollblut-Boxer mit einem exzellenten Auge, dazu couragiert und reaktionsschnell, war er um keine List verlegen. So boxte „Itze“ Hofmann auch in der Neckarsulmer Meisterstaffel. Dreimal war er Württembergischer Meister, einmal Südmeister sowie Dritter der Deutschen Meisterschaft. Obendrein wurde er auch mehrmals in der Länderstaffel eingesetzt.

Gewichtmachen 
Wenn ihm manchmal in der dritten Runde die Arme und Knie weich wurden, so war daran öfter das „Gewichtmachen“ schuld, das seinerzeit oft in der Härdtner’schen Backstube auf der Viktorshöhe stattfand. Denn Hofmann musste nicht selten bis zu zehn Pfund abtrainieren („abkochen“), um die 51 Kilo für das Fliegengewicht und später 54 Kilogramm für das Bantamgewicht auf die Waage zu bringen.

Seinen letzten und größten Erfolg verbuchte er 1954: Mit dem Neckarsulmer Team gewann er die deutsche Mannschafts-Meisterschaft. In einer ehemaligen Montagehalle der NSU-Werke siegte damals die Sportvereinigungs-Staffel vor 6500 Zuschauern gegen den Boxclub Heros Hamburg mit 13:7 Punkten. Es kämpften Korschewski, Hofmann, Müller, Kreß, Redl, Wohlers, Reinhardt, Kestel, Denninger und Schreibauer. Mit diesem Erfolg verabschiedete sich Fritz Hofmann vom aktiven Geschehen im Ring und beendete seine Sportlerkarriere.

Zuschauer 
In seinen späteren Jahren war er immer wieder als Zuschauer bei Neckarsulmer Boxkämpfen zu sehen. Hofmann, der noch beim letzten traditionellen „Olympia-Stammtisch“ in Heilbronn präsent war, ist mit 95 geistig topfit. Der Jubilar wird nach dem Tod seiner Frau in seiner Wohnung von Familienangehörigen betreut. khl


Arbeitsagentur bietet neues Online-Tool zur Berufsorientierung

HEILBRONN Vor dem Hintergrund tiefgreifender Veränderungen am Arbeitsmarkt, wie etwa der Digitalisierung, stehen Beschäftigte vor neuen Herausforderungen. Sie müssen sich über ihren beruflichen Weg und Entwicklungsmöglichkeiten Gedanken machen.

Das neue Online-Tool „New Plan“ der Bundesagentur für Arbeit unterstützt Nutzerinnen und Nutzer dabei, sich über die eigenen Stärken klarzuwerden und gibt Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung.

Innerhalb der Themenfelder „Testen“, „Suchen“ und „Inspirieren“ können sich Menschen im Erwerbsleben diesen Fragestellungen nähern. Sie können sich in normierten, psychologischen Tests Entwicklungsmöglichkeiten zu ihren „Soft Skills“, ihrer Motivation und Arbeitshaltung aufzeigen lassen. Die sogenannten „Soft Skills“ sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Bewerbung und für die Karriere. Auf die „weichen“ Fähigkeiten legen Arbeitgeber und Personaler seit Jahren zunehmend mehr Wert.

Sie ergänzen nicht nur die sogenannten „Hard Skills“. Diese werden typischerweise aufbauend in der Ausbildung, dem Studium oder der praktischen Erfahrung erworben und nehmen mit steigender Berufserfahrung zu. Sie sind messbar und finden ihren Ausdruck in Zeugnissen, Zertifikaten sowie Eignungstests.

Außerdem bietet das neue Online-Tool der Arbeitsagentur Heilbronn eine Suche nach Weiterbildungsangeboten sowie Informationen zu Berufen, Weiterbildungen und Beschäftigungschancen. Bis Oktober des kommenden Jahres werden weitere fachliche Komponenten, wie beispielsweise ein Test für Weiterbildungen und ein Stärken-Schwächen-Test, sowie Erweiterungen der Suchfunktionalitäten zur Verfügung gestellt. NSt

@ Wissenswertes zu New Plan
www.arbeitsagentur.de/newplan


Kreatives Fenster zur Fastenzeit

NECKARSULM Aus dem bei den Neckarsulmern beliebten Adventsfenster der Kolpingsfamilie wird ein Fastenzeit-Fenster. Von Aschermittwoch bis Ostern wird sich das Fenster wöchentlich neu präsentieren. Dabei wechseln sich die einzelnen Gruppierungen wie Kolpingjugend, Leitungsteam, Gott-Zeit-nah-Team, Kolpingchor, Theatergruppe, Essen mit Gästen-Team jeweils in der Gestaltung ab. So lässt sich die Fastenzeit kreativ erleben. Denn „sieben Wochen ohne“ heißt nicht unbedingt, auf alles zu verzichten. Die wöchentlichen Fastenmeditationen in der Klosterkirche müssen in diesem Jahr ausfallen. Daher soll dieses Fastenzeit-Fenster auch einen gewissen Ersatz dafür bieten – mit vielen spannenden Momenten. NSt