Ein Schub für den Klimaschutz

Seit Juli gibt es neue Förderkredite vom Bund für energetisches Bauen und Sanieren


28.07.2021


Dauerhaft Strom- und Heizkosten sparen und damit das Klima schützen: Das unterstützt die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) seit Januar. Mit ihr werden Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien lohnend und einfach wie nie zuvor. Denn für das energetische Sanieren und Bauen gibt es seit diesem Jahr Zuschüsse aus der neuen BEG – und seit Juli können diese für Wohngebäude beantragt werden.

In unseren Gebäuden steckt großes Energiesparpotenzial, wie die staatlichen Förderbank KfW erklärt: Etwa 25 Prozent unseres CO2-Ausstoßes fallen durch Gebäude und ihre Energieversorgung an. Mit dem Klimaschutzprogramm 2030 hat die Bundesregierung deshalb beschlossen, die Gebäudeförderung weiterzuentwickeln und attraktiver zu machen. Die neue Förderung soll dazu beitragen, durch eine Kombination aus Energieeinsparung und Einsatz erneuerbarer Energien den Primärenergiebedarf von Gebäuden bis zum Jahr 2050 um rund 80 Prozent gegenüber 2008 zu senken. Denn bis 2045 soll Deutschland klimaneutral sein – so das ambitionierte Ziel der Bundesregierung.

Ein zentraler Punkt hierbei ist die neue BEG. Diese fasst die bisherigen Förderprogramme der KfW und des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zur Energieeffizienz und zu erneuerbaren Energien im Gebäudebereich zusammen. Für Bürger wird es also einfacher, die Förderung zu beantragen. Ab sofort wird nur noch ein einziger Antrag gestellt – darin enthalten sind auch die Fachplanung und Baubegleitung. Außerdem bietet die BEG zukünftig mehr Flexibilität: Um den jeweiligen individuellen Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen, werden sowohl Zuschussals auch Kreditförderungen angeboten.

Zum 1. Juli startete nun bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), geltend für alle Wohngebäude (zum Beispiel Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Wohnheime) und für alle Nichtwohngebäude (zum Beispiel Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser). Nachhaltigkeit, Digitalisierung und erneuerbare Energien sind die künftigen Eckpfeiler beim Bauen und Sanieren. Entsprechende Maßnahmen in diesen Bereichen werden mit einer höheren Förderung belohnt.

Wer zum Beispiel sein Einfamilienhaus energetisch zum Effizienzhaus saniert, bekommt einen maximalen Sanierungszuschuss von 75.000 Euro je Wohneinheit. Beim Neubau sowie beim Kauf eines neuen Hauses oder einer neuen Eigentumswohnung greift die Förderung ebenfalls. Voraussetzung ist, dass die Immobilie energieeffizient gebaut ist und den Standard Effizienzhaus 40 Plus, 40 oder 55 erfüllt.

Gut beraten, gut finanziert

Um den energetischen Zustand eines Hauses ermitteln zu können, braucht es Fachkompetenz durch einen Energieberater. Dies ist oft Voraussetzung, um überhaupt in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Eine qualifizierte Fachkraft findet man zum Beispiel unter www.energie-effizienz-experten.de. Gleiches gilt für die Erstellung eines Finanzierungskonzepts.

Die Beraterinnen und Berater der Kreissparkasse Heilbronn kennen sämtliche Förderprogramme und binden sie geschickt in die individuelle Baufinanzierung ein. Wer staatliche Fördermittel aus der BEG in Anspruch nehmen möchte, steht in der Regel vor der Wahl zwischen Förderkredit und Zuschuss. Vereinfacht gesagt sind Förderkredite klassische Darlehen, auf die Sie Tilgungszuschüsse bekommen. Der Tilgungszuschuss reduziert den Kreditbetrag um den jeweiligen Fördersatz. Mit dem neuen BEG winken Tilgungszuschüsse bis zu 37.500 Euro (beim Effizienzhaus 40 Plus). Je nach Laufzeit zahlen Kreditnehmer zudem in den ersten ein bis fünf Jahren keine Tilgung, sondern nur anfallende Zinsen. Das garantiert am Anfang einen größeren finanziellen Spielraum. Die Baufinanzierungs- und Immobilienspezialisten der Kreissparkasse Heilbronn beraten Sie gerne zum Thema.

Was ist ein „Effizienzhaus-Standard“?

Wenn Sie neu bauen, können Sie einen Standard für besonders energieeffiziente Immobilien erreichen, das Effizienzhaus. Dafür gibt es mehrere Stufen, angegeben durch Kennzahlen. Je kleiner die Kennzahl ist, umso geringer ist der Energiebedarf. Wenn die Wärmeversorgung Ihres Effizienzhauses zu mindestens 55 % aus Erneuerbaren Energien (EE) erfolgt oder ein Nachhaltigkeitszertifikat (NH) vorliegt, steigt die Förderung.