HWK Heilbronn: Handwerk sichert Zukunft

Beste Perspektiven für junge Menschen

Beton- und Stahlbetonbauer Niklas Berroth aus Sulzbach-Laufen (3. Reihe, 3. v.l.) und Steinmetz Julian Wally aus Siegelsbach (2. Reihe, r.) sind Teil der Berufe-Nationalmannschaft. Foto: WorldSkills Germany / Frank Erpinar

Mehr Klimaschutz, Digitalisierung und Integration sind Ziele, die man deutschlandweit gerade auf vielen Wahlplakaten lesen kann. Egal wer die Wahl gewinnt – zur Umsetzung braucht es die Spezialisten im Handwerk. Die rund 12 600 Handwerksbetriebe in der Region setzen alles daran, selbst möglichst viele junge Menschen zu diesen Spezialisten auszubilden.„Trotz zahlreicher Herausforderungen ist das Handwerk nach wie vor ein krisenfester Wirtschaftsbereich“, betont Kerstin Lüchtenborg, Leiterin der Abteilung für Berufsbildung bei der Handwerkskammer. „Unsere Handwerksbetriebe bieten jungen Menschen gerade in diesen unsicheren Zeiten beste Perspektiven für die berufliche Laufbahn.“   

Nachhaltig
Das zeigen auch zahlreiche Geschichten echter Handwerkerinnen und Handwerker, die als Botschafter der Imagekampagne des Handwerks im Einsatz sind. Etwa Stuckateur Werner Will, der ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit arbeitet und am liebsten natürliche Baustoffe verwendet. Oder Katharina Koch, die nach dem Studium der Politikwissenschaften in Berlin und an der Sorbonne in Paris die elterliche Fleischerei übernommen hat und dort einen modernen und nachhaltigen Führungsstil sowie flexible Arbeitszeitmodelle umsetzt. Mahmoud Aljawabra wiederum ist einer von rund 24 620 Geflüchteten, die einen Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag im Handwerk besitzen. Als Zahntechniker hat der 29-Jährige seine Bestimmung darin gefunden, Menschen ihr Lächeln zurückzugeben.

Auch zwei junge Handwerker aus der Region sind demnächst wieder als Botschafter für das Handwerk im Einsatz und wollen Erfolgsgeschichte schreiben. Steinmetz Julian Wally aus Siegelsbach (Landkreis Heilbronn) und Beton- und Stahlbetonbauer Niklas Berroth aus Sulzbach-Laufen (Landkreis Schwäbisch Hall) sind Teil der Berufe-Nationalmannschaft, die bei den Euro Skills, den Europameisterschaften der Berufe, vom 22. bis 26. September in Graz um Medaillen kämpft. Beide waren bereits 2019 bei den World Skills, der Weltmeisterschaft der Berufe, im russischen Kazan Teil des deutschen Teams. Berroth konnte sich damals im Team mit Julian Kiesl aus Pfaffenberg sogar die Bronze-Medaille sichern. Sein Ziel für die Euro Skills hat sich der 22-Jährige deshalb hoch gesteckt: Diesmal soll es Gold werden.

Fotoaktion
Eine weitere Möglichkeit zu entdecken, was das Handwerk so besonders macht, gibt es ab dem 18. September. Am Tag des Handwerks zeigen zahlreiche Handwerker in einer großen Online-Fotogalerie unter dem Motto „Wir tun, was bleibt“, wie erfüllend ihr Beruf für sie ist. anz
   

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