Die passende Klimaanlage erhöht den Wohnkomfort

Was bei der Anschaffung zu beachten ist – Nicht jedes Gerät ist für jede Wohnsituation gleich gut geeignet

Wenn an heißen Sommertagen der Ventilator zu wenig Abkühlung bringt, wünscht man sich eine Klimaanlage. Aber welche ist sinnvoll? Foto: dpa

15.06.2021

Was im Arbeitsleben und in Hotels bereits Standard ist, setzt sich nach Angaben des Fachverbands Sanitär – Heizung – Klima Baden Württemberg auch im Eigenheim immer mehr durch – eine Klimaanlage. Sie sorgt auch an heißen Sommertagen für angenehme Temperaturen und erhöht so den Wohnkomfort. Doch nicht jede Klimaanlage ist für alle Wohnsituationen geeignet.

■ Das Split-Klima-Gerät besteht aus einem Innengerät, das die Raumluft ansaugt, filtert und kühlt, und einem Außengerät, das den Kühlkompressor enthält. Dadurch ist der Geräuschpegel im Raum gering. Split-Geräte punkten durch ihre hohe Kühlleistung, können aber nur einen Raum klimatisieren.

■ Multi-Split-Geräte bestehen aus einem Außengerät, an das bis zu sechs Innengeräte angeschlossen werden. Dadurch kann ein ganzes Haus klimatisiert werden – individuell in jedem Raum. Moderne Innengeräte gibt es in diversen Ausführungen und eleganten Flat-Panel-Designs, die sich perfekt in den Wohnraum integrieren lassen.

■ Mobile Klimageräte leisten weniger als festinstallierte Varianten und haben meist einen höheren Energieverbrauch. Zudem wird die Luft über einen Schlauch nach außen geleitet. Sehr häufig geschieht dies einfach durch das offene Fenster – durch das dann schwülwarme Luft wieder ins Haus dringt. Natürlich kann auch ein Wandanschluss installiert werden, allerdings ist das Gerät dann nicht mehr gänzlich mobil und nimmt mehr Platz in Anspruch als ein wandhängendes Split-Gerät. Wer nachhaltig Wohnklima und -komfort verbessern möchte, ist mit einer fest installierten Variante meist besser beraten. Planung und Installation der Klimaanlage sollte ein Fachmann der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) übernehmen. Der qualifizierte Ansprechpartner berät vor Ort und weiß, welches Gerät für die individuelle Wohnsituation geeignet ist.

Verbrauch beachten
Mehrere hunderttausend Klimageräte sind in deutschen Haushalten in den heißen Sommermonaten im Einsatz – Tendenz steigend. In diesem Zusammenhang weist die Initiative Energie Effizienz der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) darauf hin, dass Klimageräte sehr viel Strom verbrauchen und bei regelmäßigem Betrieb Stromkosten von bis zu 120 Euro pro Jahr verursachen können. Insofern sollte beim Kauf eines Klimagerätes auf das EU-Energielabel geachtet und die beste Energieeffizienzklasse ausgesucht werden. Fest installierte Systeme – sogenannte Split- oder Multisplitanlagen – arbeiten energieeffizienter als mobile Geräte und eignen sich besonders für größere Räume. Außerdem empfiehlt es sich, ein Aufheizen der Räume bereits im Voraus weitestgehend zu verhindern. Beispielsweise durch das Schließen von Fensterläden oder Jalousien auch tagsüber. red

@ Weitere Informationen

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