Rosé ist im Kommen

Sie stellen schon zwölf Prozent aller in Deutschland verkauften Weine

Rosé darf aus diversen Rotweintrauben bestehen, Weißherbst nur aus einer, Schiller oder Rotling aus weißen und roten Sorten. Foto: DWI

14.11.2021

Einst wurden sie belächelt, doch sie sind stark im Kommen. Roséweine machten 2020 zwölf Prozent aller Weineinkäufe in Deutschland aus, am Umsatz mit Wein hatten sie einen Anteil von elf Prozent. Im Vergleich zu 2019 entspricht dies einem Plus von je einem Prozentpunkt. Dies geht aus Daten des Nielsen Homescan Panels hervor.

Roséweine deutscher Herkunft sind laut Monika Reule vom Deutschen Weininstitut im eigenen Land besonders beliebt. Nahezu jede zweite Flasche Rosé (47 Prozent) stammte 2020 aus heimischer Erzeugung. Der Anteil ist gegenüber 2019 um drei Prozentpunkte gestiegen. Bezüglich der Sorten dominieren Spätburgunder (13 Prozent), Dornfelder (11) und Portugieser (10) im Absatz.

Die bedeutendsten internationalen Herkunftsländer auf dem deutschen Roséweinmarkt sind Frankreich und Spanien mit jeweils 13 Prozent Marktanteil.

Der wachsenden Nachfrage steht auch ein gestiegenes Angebot an deutschen Roséweinen gegenüber. So ist die Menge der qualitätsgeprüften Rosés im vergangenen Jahr auf rund eine Million Hektoliter gestiegen. Im Jahr 2010 lag sie mit 768 000 Hektolitern noch um fast ein Viertel niedriger.

Das größere Roséangebot spiegelt sich auch in den Anstellungen zur Bundesweinprämierung wider. Hier ist ihr Anteil in fünf Jahren um zwei Prozentpunkte auf sieben Prozent gestiegen.

Einen Grund sieht Monika Reule in einer geänderten Stilistik und Wahrnehmung: „Unsere Roséweine präsentieren sich heute sehr viel charaktervoller als vor Jahren. Sie sind auch häufiger im gehobenen Preissegment zu finden. Zudem legten sie ihr Image als reiner Sommerwein ab und werden zunehmend auch als hervorragende Menübegleiter entdeckt.“

Rosé liegt auch international im Trend. Deshalb wird das DWI im März 2022 auf der weltgrößten Weinmesse ProWein in Düsseldorf Rosés unter dem Motto „Drink Pink!“ in den Mittelpunkt seines Messeauftritts stellen. red