Schönste Weinsicht liegt im Zabergäu: Michaelsberg bei Cleebronn

Deutsches Weininstitut würdigt Tourismus am Cleebronner Michaelsberg

Schönste Weinsicht auf dem Michaelsberg Cleebronn. Foto: Seidel

19.11.2020

Schönste Weinsicht 2020 Württemberg: So ist sie überschrieben. Die Öffnungen in Form von Traubenbeeren bilden den passenden Rahmen für die wunderbare Aussicht übers Zabergäu, übers Neckartal über die halbe Weinregion. Kürzlich wurde die drei Meter hohe und ein Meter breite Stele des Künstlers Ulrich Schreiner auf dem 394 Meter hohen Michaelsberg bei Cleebronn eingeweiht.

Siegerpokal

Die Cortenstahlstele ist quasi der Siegerpokal für einen Wettbewerb des Deutschen Weininstituts (DWI). Im Frühjahr hatten 10 000 Personen online unter 48 Vorschlägen, davon fünf aus Württemberg, die jeweils „Schönste Weinsicht“ der 13 deutschen Anbaugebiete gewählt. Nach entsprechenden Wettbewerben in 2012 und 2016 werden heute bundesweit 39 Punkte – in Württemberg sind es zwei, jeweils in Besigheim an den Felsengärten und oberhalb der Steillage Himmelsleiter – so hervorgehoben: vor Ort, online via DWI sowie über die Homepage www. outdooractive. com und als Taschenbuch mit Tipps für Ausflüge. Denn: Es muss nicht immer gleich Bordeaux, Südtirol oder die Toskana sein.

Wirtschaftsfaktor

Der Weintourismus entwickele sich zu einem wachsenden Wirtschaftsfaktor für die heimische Weinwirtschaft, weiß der Württemberger Weinbaupräsident Hermann Hohl. Für viele Winzer sei er zum zweiten Standbein geworden. Gerade wegen Corona hätten diesen Sommer viele Ausflügler „unsere schöne Kulturlandschaft mit ihrem hohen Genusswert“ neu entdeckt. Bundesweit würden jährlich 50 Millionen Menschen primär wegen des Weines in die deutschen Weinregionen reisen und dort etwa 5,5 Milliarden Euro ausgeben.

Hohl würdigte beim Festakt auch die Verdienste von Landrat Detlef Piepenburg. Er habe den in der Region bis dahin politisch stiefmütterlich behandelten Weintourismus auf seine Fahnen geschrieben, bürokratische Hürden abgebaut und dem Thema mit Gründung der Tourismusgesellschaft Heilbronner Land eine Struktur gegeben habe, in die sich Protagonisten aus Weinbau, Gastronomie, Kommunen und Tourismus einbringen könnten. kra