Ein Jahr mit allerhand Wetterkapriolen

Milder Winter, kühler Frühling, Frost, Starkregen, Hagel und Pilzdruck

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14.11.2021

Zwischen Zaberfeld und Dörzbach, von Gundelsheim bis Mundelsheim: Wetterkapriolen hielten die Weingärtner 2021 besonders auf Trab. „Unsere Weingärtnerinnen und Weingärtner kamen dieses Jahr an die Grenzen des körperlich und mental Machbaren“, berichtet Ute Bader aus Horkheim, die Fachberaterin Weinbau und stellvertretende Bereichsleiterin beim Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband ist.

Einem gemäßigten Jahreswechsel 2020/21 und deutlich überdurchschnittlichen Temperaturen im Januar und Februar folgte ein sehr kühles Frühjahr mit zögerlichem Austrieb der Reben.
  

Heitlinger Genusswelten

Die Frostnacht vom 6. April mit nachfolgender Kälte bis zum 14. April führte teilweise zu Frostschäden. Der sehr kühle Mai bremste das Wachstum der Reben stark. Steigende Temperaturen im Juni führten dann zu der viel zitierten explosiven Rebenentwicklung, die manche Weingärtner arbeitswirtschaftlich kaum bewältigen konnten. Die sehr häufigen und punktuell sehr starken Niederschläge taten ihr Übriges: Die Bestände konnten teilweise nicht befahren werden, der Infektionsdruck durch Schadpilze war zwischendurch sehr hoch. Peronospora, auch Falscher Mehltau genannt, führte entsprechend zu deutlichen, mancherorts auch zu totalen Ernteausfällen. Reben in Steillagen und ökologisch wirtschaftende Betriebe waren besonders betroffen.

2021 bleibt auch aufgrund von Unwettern mit schweren Gewittern und Hagel in Erinnerung. Kaum eine Region blieb vom Hagel verschont. Die Schäden wirken sich insbesondere in Hohenlohe, im Weinsberger Tal und im Bottwartal sowie lokal auch in anderen Regionen auf die Erträge aus. red