Sicher in den eigenen vier Wänden

Kein Zutritt für Langfinger: Netzwerk gibt Tipps für Schutz der Immobilie

Die vorhandene Sicherheitstechnik sollte immer genutzt werden, darauf weist das Netzwerk „Zuhause sicher“ hin. Einbruchhemmende Türen beispielsweise sollten abgeschlossen werden. Foto: endostock/stock.adobe.com

8.04.2021

Egal, ob man sein Haus oder seine Wohnung verlässt, um beispielsweise nur kurz einkaufen zu gehen oder um für ein paar Tage in den Urlaub zu fahren: Die vorhandene Sicherheitstechnik sollte immer genutzt werden. Darauf weist das Netzwerk „Zuhause sicher“ hin. Erfahrungen hätten gezeigt, dass Langfingern ansonsten ein Einbruch in eigentlich gesicherte Immobilien auch gelängen.

„Einbruchhemmende Fenster beispielsweise besitzen meist Pilzkopfzapfen-Beschläge und einen abschließbaren Fenstergriff. Damit die Sicherheitstechnik wirkt, gilt in der Regel ‚Schließen und Abschließen‘“, teilt der gemeinnützige Verein mit. Erst, wenn der Fenstergriff verriegelt werde, entstehe nämlich sein Schutzeffekt, der etwa dafür sorge, dass auch der Beschlag mit den Pilzkopfzapfen im Fenster arretiert sei.

Außerdem sollte der Schlüssel abgezogen und außerhalb der Sicht- und Reichweite eines möglichen Einbrechers aufbewahrt werden. Denn verbliebe er im Schloss, hätte ein Dieb vielleicht leichtes Spiel, indem er eine kleine Öffnung ins Fensterglas schlagen, mit der Hand durchgreifen, Fensterschlüssel und -griff betätigen und so das Fenster öffnen könnte.
  

Wohnbau GmbH

Auch einbruchhemmende Türen empfiehlt das Netzwerk „Zuhause sicher“ abzuschließen. „Ist der Verriegelungsmechanismus nicht automatisiert, heißt das, die Haus- oder Wohnungstür nicht einfach nur ins Schloss zu ziehen, sondern mit dem Schlüssel abzuschließen“, so der Verein. Erst dann könnten Einbruchsicherungen wie Hakenschwenkriegel und Hintergreifhaken ihren vollen Schutz entfalten.

Sonderfall
Die Eingangstür zu einem Mehrfamilienhaus darf nur dann abgeschlossen werden, wenn dadurch der Fluchtweg nach draußen nicht versperrt wird, wie „Zuhause sicher“ mit Verweis auf ein Gerichtsurteil des Landgerichts Frankfurt erklärt. Eine Lösung hierfür seien sogenannte Panikschlösser. Diese verhindern demnach bei abgeschlossener Türe den Zutritt ungebetener Gäste von außen und ermöglichen Bewohnern gleichzeitig, dass sie die Tür auch ohne Schlüssel von innen öffnen können.

Damit die Nutzung der Einbruchschutztechnik zuverlässig funktioniert, rät der gemeinnützige Verein ferner zum einen auf eine Montage durch entsprechende Fachbetriebe zu achten, zum anderen nicht nur Einbruchmeldeanlagen regelmäßig instand zu halten, sondern auch mechanische Bauteile, wie etwa Fensterbeschläge, regelmäßig professionell warten zu lassen, laut Herstellern meist alle zwei Jahre. red

@ Weitere Informationen
www.zuhause-sicher.de


Was beim Pool-Bau im Garten zu beachten ist

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Wer träumt da nicht vom Badespaß direkt vor der Haustüre? Bauherren, die in ihrem Garten einen größeren Swimming-Pool einbauen und dabei einen Teil der Arbeiten in Eigenleistung erbringen wollen, empfiehlt der Verband Privater Bauherren (VPB), sich von einer Fachfirma, die den Einbau vornimmt, anleiten zu lassen. Denkbar sei demnach beispielsweise, dass Bauherren das Ausschachten übernehmen.

Dabei sei jedoch Vorsicht geboten: „Damit kein Erdreich nachrutscht und sich der Boden in der Umgebung absenkt, sind seitliche Stabilisierungen oder andere Schutzmaßnahmen erforderlich. Sie dienen auch der Arbeitssicherheit der Bauherren und ihrer Helfer“, so der VPB. Familienangehörige und Freunde, die helfen, müssten zudem bei der Berufsgenossenschaft Bau unfallversichert werden. Bauherren, deren Ehepartner oder nur gelegentliche Helfer sowie Freunde, die in Bereichen mitanpacken, in denen sie selbstständig als Profis arbeiten, seien nicht über die BG versicherbar. Für sie müsse eine private Bauhelferversicherung abgeschlossen werden. red