Schwitzkästen für jeden Geldbeutel

Ob finnisch-klassisch oder mit Infrarot – Saunavergnügen im eigenen Zuhause

Wer sich eine Sauna zulegen möchte, sollte überlegen, wohin sie passt. Oft findet sie ihren Standort im Keller, der zum gemütlichen Wellnessbereich umfunktioniert wird. Foto: dpa

15.10.2021

Wer einmal damit begonnen hat, wird es nicht mehr missen wollen: das Saunieren. Schließlich gibt es kaum etwas Besseres für Körper, Geist und Seele – besonders in der kalten Jahreszeit ist der Saunagang ein wahres Vergnügen. Dabei werden die Muskeln entspannt, die Durchblutung gefördert, der Stoffwechsel angeregt und das Immunsystem gestärkt.
   

B+N Tortechnik GmbH

Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen eine Sauna für ihr Zuhause wünschen. Wer sich mit dem Gedanken trägt, eine Sauna zu kaufen, steht zunächst vor der Frage, ob es eine traditionell-finnische oder eine Infrarotkabine sein soll. In der klassischen Sauna herrschen meist Temperaturen zwischen 80 und 100 Grad Celsius. In der Regel dauert ein Durchgang deshalb nicht mehr als 15 Minuten. Geschwitzt wird in trockener Heißluft. Die finnische Saunakabine setzt sich aus vier Wänden, einer Tür, einer oder mehreren Sitzbänken und einem Saunaofen zusammen und benötigt einen Starkstromanschluss.

Finnischoder Infrarot
In einer Infrarotsauna, die sich an eine gewöhnliche 200-Volt-Steckdose anschließen lässt, werden in der Regel Temperaturen zwischen 50 und 60 Grad gewählt. Diese entstehen allerdings nicht durch Hitze, sondern durch Strahlung. Da es nicht ganz so heiß ist, kann hier der Saunagang auf längere Zeit ausgedehnt werden.

Frage Nummer zwei ist die nach dem Platzbedarf. Als Faustregel gilt: Pro Person benötigt die Kabine einen Quadratmeter Fläche. Minisaunen werden bereits in dieser Größe angeboten. Wird eine Liegefläche gewünscht, muss mit einer Breite von mindestens 1,80 Meter gerechnet werden, Aufstellen lassen sich die Kabinen überall dort, wo es einen Wasser- und Stromanschluss und eine gute Raumbelüftung gibt. Geeignete Standorte sind neben dem Bad der Keller oder der Dachboden. Aber auch im Garten lässt ein Saunahäuschen errichten.

Ob klassisch-finnische Variante oder Infrarotkabine: Heimsaunen gibt es für jede Größe und für jeden Geldbeutel – auch als praktische Bausätze, die sich leicht selbst aufbauen lassen. Foto: dpa
Ob klassisch-finnische Variante oder Infrarotkabine: Heimsaunen gibt es für jede Größe und für jeden Geldbeutel – auch als praktische Bausätze, die sich leicht selbst aufbauen lassen. Foto: dpa

Kaufkriterien
Neben Größe, From und dem technischen Aspekt sollte vor allem die Qualität ein entscheidendes Kaufkriterium sein. Nicht immer entpuppt sich das Schnäppchen als beste Lösung. Dennoch sind Heim saunen erschwinglich. Minikabinen sind bereits für 500 Euro zu haben. Je nach Größe und technischer Ausstattung können es aber auch ein paar Tausend Euro werden.

Dazu kommen noch die Betriebskosten, die sich nach dem Beheizungssystem, der Kabinengröße und der Bauweise richten. Je stärker die Holzwände übrigens sind, desto niedriger sind die laufenden Kosten.

Und wer gleich von Anfang an sparen möchte: Es gibt praktische Bausätze, die sich relativ einfach montieren lassen. Am einfachsten ist der Aufbau einer Elementsauna, die aus vorgefertigten Holzelementen und einer verständlichen Aufbauanleitung besteht. Ulrike Kübelwirth