Erst bohren, dann bauen

Bauherren sollten prüfen lassen, wie das Erdreich unter der Idylle beschaffen ist

Der Bau eines Eigenheims kann entscheidend beeinflusst werden durch den Grund, auf dem das Gebäude stehen soll. Experten raten darum, diesen untersuchen zu lassen – und zwar vor der Unterschrift unter den Bauvertrag. Foto: Patrick Pleul/dpa

16.06.2021

Ohne Baugrunduntersuchung sollen Bauherren ihren Bauvertrag nicht unterschreiben – das wäre riskant, sagen Experten. Denn der Boden, auf dem das Eigenheim errichtet werden soll, kann viele Überraschungen bereithalten, wie zum Beispiel drückendes Wasser, Felsbrocken, Bauschutt oder sogar Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg – was enormen Einfluss auf die Bauplanung und die Kosten der Ausführung der Bauarbeiten haben kann.

Jeder Bauherr sollte individuell ermitteln lassen, in welchem Zustand der Baugrund seines Grundstücks ist, auch wenn er gemeinsam mit mehreren Nachbarn baut, rät Stefan Weihrauch vom Verband Beratender Ingenieure. Selbst unter Grundstücken, die in direkter Nähe liegen, kann es völlig unterschiedlich aussehen.

Zeitpunkt
Am besten wäre es, das Baugrundgutachten sogar schon vor dem Grundstückskauf in Auftrag zu geben, meint Marc Ellinger vom Verband Privater Bauherren. „Baugrundgutachten sind gar nicht mal so teuer, können aber eine Fehlinvestition verhindern. Wenn ich vor dem Kauf über die Probleme Bescheid weiß, kann ich mich darauf einstellen oder eventuell für ein anderes Grundstück entscheiden.“

Spätestens zum Beginn der Planungsarbeiten sollte das Gutachten auf jeden Fall vorliegen, damit sich die Erkenntnisse über den Zustand des Baugrunds gleich berücksichtigen lassen. „Der Statiker wird die Gründungsbauteile, Bodenplatte, Fundamente und einen eventuell vorhandenen Keller an die Ergebnisse des Gutachtens anpassen“, führt Ellinger aus. „Auch die Abdichtung des Gebäudes und die Dämmstoffauswahl werden darauf abgestimmt, ebenso wie die Konzeption der Regenwasserleitungen und einer eventuell geforderten Versickerung“, ergänzt der Experte.

Baugrundgutachten werden von spezialisierten Ingenieurbüros oder Ingenieurgesellschaften erstellt, in denen Geologen, Ingenieure für Geotechnik und Grundbautechnik sowie Bauingenieure interdisziplinär zusammenarbeiten. „Die Erstellung eines Baugrundgutachtens ist ein mehrstufiges Verfahren“, erklärt Ulrich Scholz von der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Dabei greift man zunächst auf bereits existierende Informationen zurück. „Zunächst werden Karten angesehen, um herauszufinden, welche geologischen Formationen anzutreffen sind“, führt Scholz aus. „Besteht der Baugrund aus Kies, Lehm oder Sand? Ist er felsig? Wo fließt das Grundwasser? Wie sind die Pegelstände von Flüssen und anderen Gewässern? All das ist häufig von verschiedenen Ämtern schon in Karten erfasst.“

Sondierung
Um Aufschluss über die Situation auf dem konkreten Grundstück zu erhalten, werden dann zusätzlich Bohrungen oder Sondierungen durchgeführt, ergänzt Weihrauch. Das Bohrgerät befördert Boden aus der Tiefe nach oben, der im Labor untersucht wird.

„Mit einer Rammsondierung wird der Widerstand ermittelt, den der Boden dem Eindringen einer genormten Sonde entgegensetzt. So bekommt man Aufschluss über die Lagerungsdichte und Festigkeit des Bodens“, erläutert der Experte.

Die Ergebnisse der Aktenerkundung und der Beprobung werden dann im Baugrundgutachten zusammengeführt und erläutert. „Ein gutes Baugrundgutachten enthält immer auch Vorschläge zur Gründung und Abdichtung des Bauwerks“, sagt Marc Ellinger. dpa

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Katja Fischer


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Außenanlage früh mitplanen

Bei einem Hausbau denken viele zunächst an die Innenausstattung. Doch auch den Außenbereich sollte man früh mitplanen, rät der Bundesverband Deutscher Fertigbau. Das ist wichtig, um Arbeitsabläufe aufeinander abzustimmen. Das gilt insbesondere, wenn Maschinen zum Einsatz kommen – dann ist es besonders sinnvoll, Arbeiten im Garten schon während des Bauprozesses durchzuführen.

Ein Beispiel: Je früher ein Bagger zum Einsatz kommt, um etwa ein Loch für den Pool oder Teich auszuheben, umso weniger störend sind dessen Spuren im Garten. Am besten verbindet man den Einsatz der Baumaschine im Garten mit anderen Arbeiten auf dem Grundstück – etwa mit dem Anlegen der Zufahrt und von Parkmöglichkeiten. Dann muss der Bagger im besten Fall nur einmal anrücken.

Je größer die gewünschte Baumaßnahme im Garten wird, desto wichtiger ist es, diese rechtzeitig einzuplanen. Einen Baum könne man auch später noch pflanzen, ein Schwimmteich sei dann hingegen schwieriger zu realisieren. Zumindest leiden bereits angelegte Beete oder der Rasen, wenn der Bagger durch den Garten fährt. dpa