Beim Bauen im Winter auf Temperatur achten

TIPP: Frost kann Materialien zusetzen, warnen Experten

In einem Bautagebuch können in der Übergangszeit die Außenluft- und Raumtemperatur sowie die relative Luftfeuchtigkeit innen dokumentiert werden, empfiehlt der VPB. Foto: ilkercelik/stock.adobe.com
In einem Bautagebuch können in der Übergangszeit die Außenluft- und Raumtemperatur sowie die relative Luftfeuchtigkeit innen dokumentiert werden, empfiehlt der VPB. Foto: ilkercelik/stock.adobe.com
Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, sind immer problematisch. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin. Die meisten Baustoffe dürften demnach nämlich nur bis zu bestimmten Temperaturen eingesetzt werden, darunter nicht mehr. Das klappe aber nicht auf allen Baustellen, so der Verband weiter.

Häufige Schäden
Dessen Sachverständige beobachten nach eigenen Angaben bei ihren Baukontrollen häufig frostbedingte Schäden, weil Putze und Estriche falsch verarbeitet wurden und nicht ausreichend Zeit zum Aushärten hatten. Zu den typischen Mängeln gehören dem VPB zufolge Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, Hohlstellenbildung.

Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur seien nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur.
   


Bautagebuch
„Das ist eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen. Bauherren, die ihren Hausbau in einem Bautagebuch dokumentieren, sollten gerade in der Übergangszeit stets auch die Außenluft- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte innen mit dokumentieren“, rät der VPB. Preiswerte Datenlogger, einer innen, einer außen, sammeln die nötigen Kenngrößen und erlauben im Ernstfall, die Ursache für etwaige Mängel zu rekonstruieren.

Hat die Firma die Baustoffe falsch eingesetzt, muss sie laut VPB die Schäden auch in Ordnung bringen. red