Bauschutt trennen zahlt sich aus

Beim Hausbau und Renovieren sollten nicht alle Materialien in einen Container geworfen werden

Den Bauschutt zu trennen, spart Geld. Zudem ist eine sortenreine Aufteilung sinnvoll, weil einige Materialien Schadstoffe enthalten. Foto: AleMasche72/stock.adobe.com
Den Bauschutt zu trennen, spart Geld. Zudem ist eine sortenreine Aufteilung sinnvoll, weil einige Materialien Schadstoffe enthalten. Foto: AleMasche72/stock.adobe.com
Jeder muss irgendwann mal Baumaterialien entsorgen. Schon bei kleinen Um- und Ausbauprojekten im Haus bleiben alte Keramikfliesen, Wandplatten aus Styropor, lackierte Fenster und Türen, Betonteile und vieles mehr zurück. Wohin damit?

„Einfach alles zusammen in einen Container zu werfen, das geht gar nicht“, sagt Stefan Schmidmeyer vom Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. „Hausbesitzer und Bauherren sind verpflichtet, Bauabfälle möglichst sortenrein zu trennen.“ So könnten die Materialien im besten Falle recycelt oder wiederverwertet werden. „Und selbstverständlich müssen gefährliche Stoffe von unbedenklichen separiert werden.“

Einst üblich Das Problem: Der Laie weiß oft gar nicht, welche Stoffe er vor sich liegen hat – gerade nicht, ob darunter schädliche Stoffe sind, die einst im Hausbau üblich waren.

„Ein wichtiges Indiz ist das Baujahr“, sagt Schmidmeyer. In einem Wohngebäude aus den 1970er Jahren könne alles verbaut sein, was damals gängig war. Darunter etwa asbesthaltige Wandplatten und Fliesenkleber, Farben mit Schwermetallen oder Dämmstoffe mit dem Flammschutzmittel HBCD.

Solche Materialien dürfen nicht einfach weggeworfen werden, sondern müssen fachgerecht entsorgt werden – von einem zugelassenen Fachbetrieb. Der unerlaubte Umgang mit Asbest ist sogar ein Straftatbestand, der mit Freiheitsstrafen oder Geldstrafen geahndet werden kann.
        
Werden Materialien mit Asbestbelastung ohne die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen ausgebaut und entsorgt, verteilen sich die gefährlichen Fasern im ganzen Haus und auch in der Umgebung. „Asbest findet sich oft auch in Spachtelmassen und Klebern“, erläutert Walburga Sodermanns-Peschel vom Deutschen Abbruchverband in Köln. „Werden also Fliesen abgeschlagen, Tapeten oder alte Elektroleitungen entfernt, können sich Asbestfasern aus asbesthaltigen Putzen, Spachtelmassen und Klebern lösen.“

Ein anderer kritischer Baustoff, der in den vergangenen Jahrzehnten massenweise verwendet wurde, ist Styropor. „Dieses Material wurde üblicherweise als Wand, Dach- oder Fassadendämmung eingesetzt und wird jetzt im Zuge der energetischen Modernisierung von vielen Hauseigentümern entfernt“, berichtet Sodermanns-Peschel. Wenn es das Flammschutzmittel HBCD enthält, muss es nach aktuellem Stand durch Verbrennung in Fachbetrieben entsorgt werden.

Informationen und Hilfe bieten die zuständigen Umweltbehörden, das Abfallwirtschaftsamt und auch die Entsorgungsbetriebe an. „Bauherren sollten dort nachfragen, wie die Entsorgung von Bauabfall in ihrer Kommune geregelt ist. Denn es gibt durchaus regionale Unterschiede“, klärt Schmidmeyer auf.

Mühselig nachsortieren Je sortenreiner Bau- und Abbruchabfälle getrennt werden, desto mehr Möglichkeiten gibt es, die Wertstoffe noch weiter zu verwenden. Und: „Sortenreine Abfälle zu entsorgen, ist für den Kunden wesentlich preiswerter, als unsortierte Baustoffe loszuwerden“, sagt Schmidmeyer. Mischabfall aus ungefährlichen und kritischen Stoffen wird vom Entsorger insgesamt als gefährlicher Abfall eingestuft und ist entsprechend teurer. Bei vollkommen unsortierten Ladungen kann er die Annahme sogar verweigern. Dann muss der Eigentümer im Nachhinein alles mühselig nachsortieren.

Am besten und günstigsten ist es aber, wenn so manches gut erhaltene ausrangierte Baumaterial erst gar nicht im Abfallcontainer landet. Ein schöner alter Parkettboden wird von vielen anderen Bauherren gesucht und lässt sich daher verkaufen, oder das Holz wird recycelt. Auch gut erhaltene Badewannen, Waschbecken, Fenster und Türen finden durchaus noch Abnehmer. Von Katja Fischer, dpa

Schlüsselfertige Massivhäuser zum Festpreis

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Sonderwünsche früh festlegen

Fliesen statt Parkett, veränderte Öffnungsrichtung einer Tür oder Anpassungen bei Elektro-Installationen: Bei einem Wohnungsumbau oder -neubau haben viele Käufer Sonderwünsche. Diese sollten sie so früh wie möglich definieren und idealerweise bereits in den Kaufvertrag aufnehmen. Das empfiehlt der Bauherren-Schutzbund (BSB). Denn werden die Veränderungen erst während des Baus besprochen, fallen laut BSB in der Regel deutlich höhere Kosten an. Zugleich sollten die zukünftigen Eigentümer darauf achten, dass die Umsetzung über den Bauträger abgewickelt wird.

„Beauftragt der Eigentümer zur Realisierung der Sonderwünsche zusätzliche Handwerker, muss er mit den Handwerkern einen eigenen Werkvertrag abschließen. Entsprechend läuft auch die Abnahme der Leistung und die Gewährleistung getrennt vom ursprünglichen Bauträgervertrag“, so der BSB weiter. Es gelte: Mehrere Vertragspartner bedeuten mehrere Gewährleistungsfristen, und das kann zu Komplikationen führen. red