Gute Alternative: Ford Kuga vom Autohaus Bölz in Schwaigern

FORD KUGA - Mittelklasse-SUV als Plug-in-Hybrid verfügbar

Mit maximal 56 Kilometer elektrischer Reichweite befindet sich der Kuga PHEV auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Foto: Ford

28.09.2020

Der zweite „Tankdeckel“ am Kotflügel auf der Fahrerseite verrät es: Dieser Ford Kuga kann nicht nur mit Benzin, sondern auch mit Strom befüllt werden. Denn neben Versionen mit klassischem Verbrennungsmotor schickt der US-Hersteller sein erfolgreiches Mittelklasse-SUV auch als Plug-in-Hybrid ins Rennen, im Lauf des Jahres folgt dann eine weitere Hybrid-Variante ohne externe Lademöglichkeit. „Bis Ende 2021 werden wir in Europa 18 Fahrzeuge mit elektrifizierten Antrieben auf den Markt bringen“, sagt Hans-Jörg Klein, Geschäftsführer Marketing und Verkauf. Davon sollen 14 noch in diesem Jahr verfügbar sein – so wie eben jener Kuga PHEV, mit dem die Autostimme unterwegs war.

Die dritte Kuga-Generation hat sich optisch leicht verändert, ist in Länge und Breite deutlich gewachsen, dabei sechs Millimeter niedriger geworden. Im Zusammenspiel mit der flachen, langgestreckten Motorhaube und dem kräftig modellierten Heck wirkt der 4,63 Meter lange und 2,18 Meter breite Kuga nun nicht mehr wie ein Sports Utility Vehicle, sondern tendiert optisch Richtung Crossover-Schiene.

Viel Raum
Das Längenwachstum um rund neun Zentimeter macht sich bei der Sitzprobe umgehend bemerkbar, in Reihe zwei haben Insassen auch dann viel Knie- und Beinfreiheit, wenn auf dem vorderen Gestühl sehr große Menschen Platz genommen haben. Praktisch: Die Rückbank lässt sich längs verschieben. Und hinter der automatischen Heckklappe stehen 435 bis 1534 Liter Ladevolumen bereit, beim PHEV sind es 405 bis 1481 Liter. Allen Varianten gemein ist die erfreulich niedrige Ladekante.
   

ZEAG Energie AG

Der von uns gefahrene Testwagen in der Ausstattungslinie ST-Line X (ab 43 621 Euro) fiel durch seine schmucke Einrichtung positiv auf. Als Fahrer nimmt man auf einem sehr bequemen Sitz mit Alcantara-Anmutung und roten Kontrastnähten Platz, freut sich über ein wunderbar dickes, unten abgeflachtes Multifunktionslenkrad, blickt auf ein gestochen scharfes, voll digitales Cockpit und ein weiteres, halb frei stehendes Display auf dem Armaturenträger. Smartphones lassen sich induktiv laden, darüber hinaus stehen USB-A- und USB-C-Ports zur Verfügung. Endlich mal ein Hersteller, der das richtig macht.

Stufenlose Automatik
Der allgemein sehr gute Qualitätseindruck wird verstärkt durch das große Panoramadach, dessen blickdichte Jalousie elektrisch bedient wird. Alu-Pedale, geriffelte Kunststoffe an den Türen, ein Soundsystem von Bang & Olufsen – all das wertet den Fünftürer spürbar auf. Weniger gut haben uns die Frontscheibenheizung mit sichtbaren Drähten und das indirekte Head-up-Display mit zusätzlicher Plexiglasscheibe gefallen. Serienmäßig an Bord beim PHEV ist ein stufenloses Automatikgetriebe, das über einen kleinen Drehknopf statt Gangwahlhebel bedient wird. Im Betrieb können Nutzer aus vier Fahrmodi wählen und so rein elektrisch, aufladend, batterieschonend oder kombiniert fahren. Mit maximal 56 Kilometer elektrischer Reichweite befindet sich der Kuga PHEV auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Für Vortrieb sorgt die Kombination aus einem Vierzylinder-Benziner mit 2,5 Liter Hubraum, dem ein kräftiger Elektroantrieb zur Seite gestellt wird. Die Systemleistung liegt bei 225 PS, einen kombinierten Drehmomentwert gibt der Hersteller nicht an (Benziner: 200 Nm, E-Motor: 235 Nm). An Leistung mangelt es jedenfalls nicht: Der Steckdosen-Hybrid sprintet in 9,2 Sekunden auf 100 und schafft maximal 200 km/h. Als Normverbrauch kommuniziert Ford 1,2 Liter (CO2-Emission: 26 g/km).

Energie speichert der Kuga PHEV in einer 14,4 kWh großen Batterie, die bei einer maximalen Ladeleistung von 3,7 kW in rund vier Stunden wieder voll ist. In dem Punkt könnte Ford gern noch eine Schippe drauflegen, die Ladeleistung fungiert hier als Flaschenhals. Dass der rund 1850 Kilogramm schwere Plug-in-Hybrid nur mit Frontantrieb zu haben ist, dürfte für die meisten Nutzer hingegen zu verschmerzen sein.

Von unserem Redakteur
Alexander Rülke
   

Autohaus Bölz GmbH

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Vollelektrisch unterwegs zu sein, das war bis vor noch gar nicht allzu langer Zeit nur etwas für echte Pioniere. War man als „Elektronaut“ noch vor wenigen Jahren mit der Kabeltrommel im Kofferraum unterwegs, um sich gegebenenfalls Zugang zu Haussteckdosen anderer Elektromobilisten zu ermöglichen, so ist das heute Geschichte.

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Gute Nachrichten übrigens für alle E-Autofahrer, die sich eine private Ladelösung wünschen: Die Bundesregierung hat das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) überarbeitet. Das neugefasste WEG sieht vor, dass Besitzer von Wohneigentum einen Anspruch auf die Installation von Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge haben sollen. Künftig reicht dann eine einfache Mehrheitsentscheidung der Eigentümergemeinschaft, damit auch einzelne Wohnungseigentümer auf eigene Kosten Lademöglichkeiten einbauen können. anz