Wie Menschen aus der Region zu den USA und Trump stehen

Heilbronn  Repräsentative Umfragen aus dem letzten Jahr zeigen: Die Deutschen stufen die transatlantischen Beziehungen mehrheitlich als schlecht ein. Die US-Amerikaner sehen das anders. StimmeTV war unterwegs und hat in der Heilbronner Innenstadt ein paar Stimmen eingefangen: Wie steht es um unsere Beziehung und wer sollte US-Präsident werden?

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Seit 2017 arbeiten das US-amerikanische Pew Research Center und die deutsche Körber-Stiftung zusammen, um repräsentative Meinungsumfragen zu der Beziehung zwischen den USA und Deutschland durchzuführen.

Die Ergebnisse der letzten beiden Jahre zeigen, dass die beiden Länder sehr unterschiedliche Meinungen von einander haben. 2018 stuften 73 Prozent der Deutschen, mehr als sieben von zehn Menschen, die bilateralen Beziehungen mit den USA als schlecht ein. 

Bei den US-Amerikanern war das genau anders herum: Sie schätzten die Beziehung zu 70 Prozent positiv ein. 2019 verbesserte sich die Einstellung der Deutschen zu den US-Amerikanern zwar (34 Prozent hielten die Beziehung für "gut", 2018 waren es noch 24 Prozent), die Mehrheit von 64 Prozent sah die bilaterale Beziehung allerdings immer noch in einem schlechten Licht.

2017 waren die Deutschen gegenüber den USA noch positiver eingestellt

Interessant wird es, wenn man diese Zahlen mit 2017 vergleicht. Zu Beginn der Präsidentschaft Donald Trumps waren die Deutschen noch positiver gegenüber den USA gestimmt: Immerhin fast die Hälfte (42 Prozent) schätzte die transatlantischen Beziehungen als gut ein, 56 Prozent als schlecht.

Natürlich müssen diese Ergebnisse nicht zwingend etwas mit der Präsidentschaft Donald Trumps zu tun haben, letztendlich geht es in den Umfragen der beiden Institute hauptsächlich um Grundsatzfragen, zum Beispiel die Einstellung der Bürger beider Länder zur Sicherheitspolitik und der NATO, zur Kooperation mit anderen Ländern und zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

"Angstindex" zeigt: Die Deutschen fürchten die Politik Donald Trumps mehr als Corona

Allerdings gibt es eine repräsentative Umfrage, in der Donald Trump an der Spitze steht: Die R+V-Langzeitstudie "Die Ängste der Deutschen". Im September 2020 standen hier die Ergebnisse fest: Rund jeder dritte Deutsche fürchtet eine schwere Erkrankung an Covid19, mehr als die Hälfte (53 Prozent) aber haben Angst vor den Auswirkungen der Politik Donald Trumps. Er steht damit auf Platz eins des Angstindex.

In der Innenstadt Heilbronns gibt es auch ein paar Menschen, die zwar nicht repräsentativ sind, aber sich StimmeTV gegenüber zum Thema USA äußern möchten. Und besonders in einem Punkt folgen sie auch dem bundesweiten Trend: Sie sind keine Trump-Fans. "Ich hoffe auf jeden Fall, dass Trump abgewählt wird", sagt ein Passant.

Besonders sicherheitspolitische Themen beschäftigen die Gesprächspartner. Viele fürchten, dass Donald Trump einen Krieg entfachen könnte oder die Europäer im Ernstfall militärisch allein dastehen könnten. Die USA als verlässlicher Partner? Das wünschen sich viele der Befragten zurück.

Wie die bilaterale Beziehung der Deutschen und der US-Amerikaner sich weiterentwickelt, hängt nun also auch von der Präsidentschaftswahl am 3. November ab. Im nächsten Jahr wird sich dann zeigen, ob die Meinungsumfragen einen positiven, optimistischen Trend zeigen und die Sorgen und Ängste der Deutschen vor der US-amerikanischen Politik verschwinden.

 

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Annika Heffter

Autorin

Annika Heffter arbeitet seit 2018 bei der Heilbronner Stimme und ist seit 2020 Redakteurin im Stadtkreisressort.

Nils Buchmann

Nils Buchmann

Volontär

Nils Buchmann arbeitet seit Oktober 2020 als Volontär bei der Heilbronner Stimme.

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