Die Region als Filmkulisse

Wochenthema  Bei unserem aktuellen Wochenthema widmen wir Film- und Fernsehproduktionen sowie den Menschen, die daran mitwirken, ein besonderes Augenmerk. Daneben gibt es Tipps für angehende Regisseure und für Ratespaß sorgt ein historisches Quiz.

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Die Komödie „Wer aufgibt ist tot“ mit Bjarne Mädel wurde teils in Heilbronn gedreht. Foto: SWR/Volker Roloff

"Filmindustrie klopft in Heilbronn an" titelte die Stimme im September 2004. Zwei Dutzend Produzenten, Drehbuchautoren und Regisseure schauten sich damals in der Käthchenstadt um, auf der Suche nach möglichen Drehorten für künftige Filme. Auf der zweitägigen Tour, zu der die Heilbronn-Marketing-Gesellschaft eingeladen hatte, standen beispielsweise der Salzhafen, Seifen-Reinhards Laden, der Hauptfriedhof aber auch die Kesselanlagen in der Weingärtnergenossenschaft auf dem Programm. Auch weil es unverbrauchte und preisgünstige Motive zu bieten habe, räumte die Medien und Filmgesellschaft Baden-Württemberg Heilbronn seinerzeit Potenzial ein.

Blickt man heute zurück, so muss man sagen: Der Ansturm ist zwar ausgeblieben. Auf die Leinwand beziehungsweise den Bildschirm hat es die Stadt seither trotzdem ein paar Mal geschafft. Ein jüngeres Beispiel ist die SWR-Serie "Der letzte Wille", die vom Erhalt eines Altenheims erzählt und 2019 in der Villa Fuchs gedreht worden ist. Und vier Jahre zuvor stand Schauspieler Bjarne Mädel unter anderem in der Buchhandlung Stritter sowie der Gaststätte Backstüble für den ARD/Degeto-Film "Wer aufgibt ist tot" vor der Kamera.

Welche Filme und Serien in der Region gedreht wurden

Die Region als Filmkulisse
Das historische Drama „Die Freibadclique“ wurde zum Teil im Schwimmbad in Bad Wimpfen aufgenommen. Foto: HSt-Archiv/Ralf Seidel

Aber nicht nur in der Stadt Heilbronn, auch im Landkreis sowie im Hohenlohekreis hieß es schon mehrfach: "Und Action!". Erinnert sei beispielsweise an das historische Drama "Die Freibadclique" (2017) nach einem Roman des in Schwäbisch Hall aufgewachsenen Autors Oliver Storz, an die Filmbiografie "Margarete Steiff" (2005) und die Hesse-Verfilmung "Die Heimkehr" (2012), beide mit Schauspielerin Heike Makatsch, sowie an das düstere Spielfilm-Debüt "Verlorene" (2018) des aus Eppingen stammenden Regisseurs Felix Hassenfratz.

Für diese Geschichten wurde in der Region gedreht, Kulissen gaben dafür etwa Bad Wimpfen, Neudenau, Neuenstadt, Ittlingen und Tiefenbach ab. Schauspieler Daniel Brühl und die internationale Koproduktion "Rush" von US-Regisseur Ron Howard brachten 2012 sogar einen Hauch von Hollywood nach Michelbach bei Öhringen, als dort Szenen für den Formel-1-Streifen um die Rennfahrer Niki Lauda und James Hunt entstanden.

Die Region als Filmkulisse
Heike Makatsch spielte in zwei in der Region gedrehten Filmen mit. Hier ist sie in der Filmbiografie „Margarete Steiff“ zu sehen. Foto: SWR/Bernhard Berger

Diese Geschichten erwarten stimme.de-Leser in den kommenden Tagen

Film- und Fernsehproduktionen sowie den Menschen, die daran mitwirken, widmen wir in unserem aktuellen Wochenthema ein besonderes Augenmerk. Unter dem Titel "Die Region als Filmkulisse" beleuchten wir das Thema vornehmlich online auf stimme.de in unterschiedlichen Formaten.

Was macht beispielsweise eine Szenenbildnerin? Söhnke Noé hat es uns erzählt. Erreicht haben wir die 54 Jahre alte Heilbronnerin in Athen, wo sie für die ARD unterwegs ist. Wer beim historischen Abriss der bisherigen Schauplätze in der Region aufgepasst hat, dem fällt vielleicht bei unserem Quiz die eine oder andere Frage leichter. Für alle, die sich einmal selbst als Regisseure probieren möchten, haben wir gemeinsam mit der Filmakademie Ludwigsburg und dem Heilbronner Filmstudio Hnywood ein paar Tipps zusammengetragen. Außerdem berichten wir, woran Oscar-Preisträger Gerd Nefzer aus Schwäbisch Hall gerade arbeitet und wie so ein Dreh einer Serie abläuft.

 

Christoph Feil

Christoph Feil

Autor

Seit 2015 ist Christoph Feil bei der Heilbronner Stimme. Er arbeitet im Ressort Leben und Freizeit. Darüber hinaus schreibt er für das Thementeam Wissen, hat den aktuellen Buchmarkt im Blick und stellt für das "Interview der Woche" Menschen gerne Fragen.

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