Die Effekte von Bewegung auf unterschiedliche Körperregionen

Gesundheit  Die Deutschen bewegen sich viel zu wenig. Dabei hält regelmäßige körperliche Aktivität Körper und Geist fit. Eine Übersicht zu den Auswirkungen auf verschiedene Körperbereiche.

Email
Bewegung hat positive Effekte auf allerlei Körperstellen.

Regelmäßige Bewegung wirkt besser als jede Pille. Hier haben wir Fakten zu den positiven Effekten sportlicher Betätigung zusammengestellt. Quellen sind verschiedene medizinische Fachgesellschaften.

Infekte

Studien geben Hinweise darauf, dass Personen, die regelmäßig körperlich aktiv sind, seltener Erkältungen bekommen als weniger aktive Personen. Aktive Personen, die sich regelmäßig an fünf Tagen in der Woche bewegten, waren nur an halb so vielen Tagen im Jahr erkältet wie nicht aktive Personen. Ebenso war das Ausmaß der Erkältungsbeschwerden bei den aktiven Personen um bis zu 40 Prozent niedriger als bei den nicht aktiven Personen.

Alzheimer

Wer sich körperlich fit hält und sich zugleich gesund ernährt, senkt das Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken, um bis zu 60 Prozent. Welche direkten Bezüge es zwischen Bewegung und dem Alzheimer-Risiko gibt, lässt sich zwar noch nicht umfassend beantworten. Doch Wissenschaftler sind sicher: Wer sich viel bewegt, der bleibt länger geistig fit und selbstständig. Denn kontinuierliches Trainieren fördert Kraft, Geschicklichkeit und Koordination und es verringert in höherem Alter die Sturzgefahr.

Herzerkrankungen

Wer regelmäßig Sport treibt, kann sein Risiko für Herzinfarkte und andere Herzerkrankungen senken. Das trifft auch bei einer koronaren Herzkrankheit zu, die in den meisten Fällen die Grunderkrankung des Herzinfarkts darstellt und sich mit Sport in Einzelfällen sogar teilweise zurückbilden kann. Geeignet für Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit sind Ausdauersportarten, die sich mit niedriger Intensität betreiben lassen, etwa Joggen, Radfahren, Schwimmen, Rudern, Wandern, Walken oder flottes Gehen.

Altern

Wer weniger Zeit am Schreibtisch verbringt, kann seine Lebenserwartung steigern. Der Verzicht auf exzessives Fernsehen bringt weitere Lebensjahre. Forscher mahnen: Sitzende Tätigkeiten machen einen Ausgleich durch Sport erforderlich.

Arthrose

Viele Betroffene schonen sich, weil sie Schmerzen haben oder verunsichert sind, welche Belastung sie ihren Gelenken zumuten können.
Der richtige Sport im richtigen Maß kann jedoch helfen, das Fortschreiten einer Arthrose zu bremsen. Nach einer Operation verbessert Bewegung das Zusammenspiel zwischen Kunstgelenk, Muskeln und Knochen. Auf keinen Fall sollten Patienten in eine Schonhaltung verfallen. Wer sich – etwa aus Angst vor Schmerzen – kaum noch bewegt, verschlimmert seine Beschwerden dadurch womöglich.

Krebs

Körperlich aktive Menschen erkranken seltener an Tumoren des Dickdarms, der Brust und der Gebärmutterschleimhaut. Das Dickdarm- und Brustkrebsrisiko sinkt um 20 bis 30 Prozent bei täglicher Bewegung von mindestens 30 Minuten. Bei weiteren Krebsarten wird ein Zusammenhang angenommen.

Diabetes

Wer unter Diabetes mellitus leidet, kann und sollte sportlich aktiv sein. Bewegung und Sport können nicht nur den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern, sondern senken auch den Blutzuckerspiegel, verbessern Blutdruck- und Blutfettwerte und helfen dabei, das Körpergewicht zu kontrollieren. So können Diabetiker Medikamente einsparen und Folgeschäden vermeiden oder zumindest hinauszögern. Die optimale Therapieform sehen die aktuellen Empfehlungen in einer Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining.


Valerie Blass

Valerie Blass

Autorin

Valerie Blass ist Autorin im Politik-Team. Ihr besonderes Interesse gilt Themen aus dem Bereich Gesundheit.

Kommentar hinzufügen