Landtagswahl 2021

CDU verliert in Neckarsulm Direktmandat

Auch der vierte Wahlkreis in der Region wird grün: Armin Waldbüßer holt sich das Direktmandat für die Grünen. Isabell Huber von der CDU hofft auf Zweitmandat.

Von unserer Redaktion
Email

Beim dritten Anlauf nach 2001 und 2016 hat Armin Waldbüßer mit seinen 27,4 Prozent für die Grünen den Sprung in den Landtag geschafft. "Es war ein spannender Abend, ein langes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Isabell Huber", sagt der 60-Jährige zum Ausgang im Wahlkreis Neckarsulm. "Dann habe ich glücklicherweise die beiden großen Städte geholt." Besonders freut er sich darüber, dass er in Möckmühl die AfD um rund zehn Prozent hinter sich gelassen hat. Diese war dort vor fünf Jahren stärkste Kraft.

Enttäuschung für Isabell Huber

"Die Enttäuschung ist natürlich da, dass ich das Direktmandat nicht erlangt habe", ist die erste Reaktion der bisherigen CDU-Landtagsabgeordneten Isabell Huber auf ihr Wahlergebnis. Weil sie mit knapp 25 Prozent aber über dem landesweiten Ergebnis der CDU liegt, hat sie noch Hoffnung auf das Zweitmandat: "Ich muss noch eine Weile zittern."

"Mein Ergebnis liegt wie schon vor fünf Jahren über dem Landesschnitt meiner Partei, darauf kann ich stolz sein", sagt Carola Wolle von der AfD. Auch wenn das bei Redaktionsschluss noch nicht sicher war, ging Wolle "fest davon aus, dass ich über das Zweitmandat wieder in den Landtag komme". Sie bedankt sich bei ihren Wählern für das Vertrauen.

Klaus Ranger über dem Landesschnitt

12,7 Prozent für die SPD beim ersten Mal: Klaus Ranger ist zufrieden. Dass er über dem Landesschnitt liegt, "konnte man nicht erwarten". Hohe Stimmenanteile für die AfD in den Löwensteiner Bergen sind für ihn jedoch "erschreckend". Ob er in den Landtag einziehen kann, war lange unklar. "Ich würde mich riesig darüber freuen."

Alexander Hampo (FDP) hat es nicht in den Landtag geschafft. Trotzdem ist er mit seinen 9,9 Prozent zufrieden. "Wir konnten im Wahlkreis den Trend vom Land mitnehmen. Leider mit leicht unterdurchschnittlichem Ergebnis." Er selbst könne sich jetzt darauf einstellen, sein Studium "ohne Einschränkungen fortzusetzen".

"Baden-Württemberg hätte die Linken verdient", findet Jasmin Ellässer. Auf ihr Ergebnis in einzelnen Orten ist sie stolz, insgesamt hat sie drei Prozent geholt. Und die Linken hätten in allen drei Wahlkreisen ihr Ergebnis verbessert. Deshalb ist Ellässer voller Tatendrang: "Nach der Wahl ist vor der Wahl. Wir nehmen einen neuen Anlauf." ck/kra/cf

Interaktive Grafiken

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellung kann Ihnen diese Datenvisualisierung nicht angezeigt werden.

Hier können Sie eine Änderung Ihrer Einstellungen vornehmen, um sich die Grafik anzeigen zu lassen.

Datenschutzeinstellungen ändern

Bitte beachten Sie, dass durch die Einwilligung des Dienstes Cookies gesetzt werden können. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.

 


Kommentar hinzufügen