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Widdern

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Turbulente Wahlperiode geht zu Ende
Die Kelter wird im Laufe des Jahres zum neuen Sitz der Verwaltung umgebaut.

Turbulente Wahlperiode geht zu Ende

Ein Streit, der den Ort zu spalten drohte. Und ein überraschender Wechsel an der Spitze des Rathauses: Die Jagsttalbahn und die Bürgermeisterwahl bescherten der Stadt Widdern in der ablaufenden Wahlperiode des Gemeinderats eine Aufmerksamkeit, die weit über die Grenzen des rund 1800 Einwohner zählenden Städtchens am Fuße der großen Autobahnbrücke A 81 über das Jagsttal hinausreicht. Die Jagsttalbahn kommt nicht, und der Bürgermeister heißt nicht mehr Michael Reinert, sondern Jürgen Olma.

Bandagen Die Spuren der Auseinandersetzungen innerhalb der vergangenen fünf Jahre sind auch kurz vor der Kommunalwahl noch nicht gänzlich beseitigt. Im Gemeinderat wird mitunter mit harten Bandagen gekämpft. Da unterstellen Räte dem Bürgermeister schon mal öffentlich mangelnde Führungsqualitäten oder lehnen Anträge der Verwaltung etwa auf Gebührenerhöhung ab, um in einer späteren Sitzung doch zuzustimmen.

Nach der Kommunalwahl am kommenden Sonntag wird der Widderner Gemeinderat nicht mehr das gleiche Gesicht haben. Bei den Freien Wählern treten fünf der neun Stadträte nicht mehr an. Bei der Bürgerlichen Liste kandidieren dagegen alle amtierenden Räte erneut.

Turbulente Wahlperiode geht zu Ende

Mehr als sechs Millionen Euro haben die Stadt und der Eigenbetrieb Wasserversorgung in der vergangenen Wahlperiode investiert. Dabei ging es in erster Linie um Infrastrukturmaßnahmen wie Wasserversorgung sowie Kanalbau und -sanierung. Das neue Feuerwehrmagazin für Widdern hat sich die Stadt rund eine Million Euro kosten lassen. Die Abteilung Unterkessach erhielt für rund 170 000 Euro ein neues Staffellöschfahrzeug.

Nicht leicht gemacht hat sich der Gemeinderat die Frage, wo denn künftig die Verwaltung ihren Sitz haben soll. Die Mehrheit entschied sich nach einem hin und her für das Keltergebäude. Für rund eine Million Euro wird das Haus saniert und umgebaut. Im jetzigen Rathaus könnten dann Vereine ein Zuhause finden. Einige Räte waren der Ansicht, das aktuelle Rathaus sei der bessere Standort für die Verwaltung. Dessen Sanierung wäre mit geschätzten Kosten von 1,4 Millionen Euro aber teurer geworden.

Auch wenn der neue Gemeinderat ein anderes Gesicht haben wird, leicht werden sich die Bürgervertreter ihre Entscheidungen ebenfalls nicht machen können. Der finanzielle Spielraum der Stadt Widdern bleibt eng. Investitionen sind geknüpft an Förderbescheide vom Land Baden-Württemberg.

Umbau Alleine für die Sanierung der Gemeindestraße hat Widderns Kämmerer Mirko Weinbeer mittelfristig 250 000 Euro eingeplant. Langfristig werden die Kosten die Millionen-Euro-Grenze aber überschreiten. Neben Kelterumbau und -sanierung (eine Million Euro) wird die Erschließung des Neubaugebiets Hagenbusch II mit mehr als 400 000 Euro zu Buche schlagen. Der Abwasseranschluss Heilbronner Straße/Ziegelhütte ist mit rund 300 000 Euro veranschlagt. Die Wiederherstellung des Bahnhofs kostet voraussichtlich rund 385 000 Euro. 242 000 Euro davon werden von der EU bezahlt. Hier arbeitet die Stadt gemeinsam mit dem Bauhistoriker Gerd Schäfer an einem Museum.

Turbulente Wahlperiode geht zu Ende
Gerd Schäfer (links) und Jürgen Olma im Bahnhofsgebäude.Fotos: Archiv/Müller

 

Kommune im Internet

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