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Schöntal

Schöntal

Kandidaten sind Mangelware

Kandidaten sind Mangelware
Vorbildlicher Teilort: In Oberkessach lassen sich die Bürger noch für Kommunalpolitik begeistern. Dicht an der Kreisgrenze haben deshalb CDU und FWV genügend Kandidaten für die unechte Teilortswahl gefunden.Foto: Archiv/Stahl

Das möchte ich auch gern wissen, warum das Engagement so gering ist", sagt Herbert Göker, Frontmann der CDU im Gemeinderat Schöntal über die Kandidatensuche. In der größten Flächengemeinde des Hohenlohekreises haben sich die Parteien diesmal schwer getan.

Dabei gibt es in Schöntal nur zwei Listen: CDU und Freie Wähler, und für beide hat sich die Kandidatensuche ausgesprochen schwierig gestaltet. "Man musste die jungen schon fast zwingen", sagt Göker. Die Ergebnisse lassen deshalb zu wünschen übrig, zumal in Schöntal noch die unechte Teilortswahl praktiziert wird. Damit die Wähler tatsächlich die Wahl haben, wären pro Teilort mehr Kandidaten nötig als in den Gemeinderat gewählt werden können. Doch weder Freie Wähler noch CDU haben dafür genügend Kandidaten gefunden − zumindest in vielen der Teilorte.

Die große positive Ausnahme ist Oberkessach. Im nördlichsten Schöntaler Teilort, der mit vier Gemeinderäten im Ratsgremium vertreten ist, haben beide Fraktionen je vier Kandidaten. Besonders knifflig war die Suche im gut 1000 Einwohner starken Bieringen − und zwar für die Freien Wähler genauso wie für die CDU. Jede Liste hat bei vier Gemeinderatssitzen nur zwei Kandidaten − das heißt, eine echte Wahl haben die Bieringer nicht.

Zumindest in Aschhausen, Kloster Schöntal, Oberkessach und Westernhausen hat die CDU genauso viele Kandidaten auf der Liste, wie in den Rat gewählt werden können. In den fünf weiteren Schöntaler Teilorten hat sie weniger Kandidaten. Noch schlechter steht es um die Freien Wähler, die in Kloster Schöntal, Sindeldorf und Winzenhofen gar keine Kandidaten gefunden haben.

Die Kandidatenknappheit ist um so misslicher, als einige der altgedienten Ratsmitglieder in Schöntal aufhören. Heinz Keilbach aus Oberkessach, Karl Ruck aus Marlach, Bernhard Stahl aus Bieringen und Martin Krist sowie Bernhard Ochs aus Westernhausen bewerben sich allein bei der CDU nicht mehr um einen Sitz im Gemeinderat. Eigentlich wollte auch Herbert Göker aus Sindeldorf, nach 30 Ratsjahren schon ein "Dinosaurier" im Gemeindeparlament, abtreten. Doch angesichts der Bewerberflaute kandidiert er nochmals, sonst gäbe es in Sindeldorf schließlich nur einen einzigen Gemeinderatskandidaten.

"Immer weniger wollen Verantwortung übernehmen", bedauert Göker. Dabei lasse sich im Gemeinderat durchaus etwas bewegen, zumal in Schöntal, wo das Miteinander sehr konstruktiv sei. "Fraktions- oder Listendenken gibt es bei uns nicht", sagt er. "Das liegt nicht nur am Nichtwollen", verteidigt Hans Kurz von den Freien Wählern aus Bieringen die jüngere Generation. Viele seien stark in Vereinen eingebunden, außerdem habe sich das Berufleben mit Studienzeiten und Auslandsaufenthalten stark verändert, das mache sich hier bemerkbar.

Kommune im Internet

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