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Kein Spielraum für Investitionen

"Es ist kein finanzieller Rahmen für Projekte da" − unmissverständliche Worte, die Offenaus Kämmerer Holger Leister, gefragt nach zukünftigen Investitionen der Gemeinde, findet. Am kommenden Sonntag wird ein neuer Gemeinderat gewählt. Ein Blick auf die vergangene Legislaturperiode erklärt, weshalb das sich neu konstituierende Gremium keinen finanziellen Spielraum für große Projekte in der Neckargemeinde hat.

Kein Spielraum für Investitionen
Seit Herbst ist bereits Leben im neuen Multifunktionsgebäude mit Schülern, Vereinen, Bücherei und Volkshochschule. Jetzt wurde es offiziell eingeweiht.Foto: Pfäffle
Es wurde viel investiert. In Krippenplätze (Sanierung und Umbauten in den Kindergärten Arche Noah und St. Anna), in Ganztagsbetreuung für Grundschüler, in Räumlichkeiten für Vereine, VHS und die Bücherei. 2011 wurde auf dem Friedhof eine Aussegnungshalle (Kosten 500 000 Euro) eingeweiht. Und auch die Straßensanierung in der Siedlung in Offenau Süd war dringend erforderlich. Allesamt wichtige Investitionen, jedoch brachten sie den Haushalt in gefährliche Schieflage. Laut Haushaltsplan "liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 1422 Euro", berichtet Leister.

Im Februar dieses Jahres musste die Gemeinde ein weiteres Sparpaket schnüren, um überhaupt einen genehmigungsfähigen Haushalt verabschieden zu können. Grund für die nachträgliche Maßnahme: Kurz nach der Einbringung des Haushalts im November 2013 musste das Gewerbesteueraufkommen von ursprünglich veranschlagten 1,6 Millionen Euro auf 850 000 Euro nach unten korrigiert werden.

Die kommenden fünf Jahre muss also dringend gespart werden. Und dennoch stehen bereits jetzt wieder einige teure Punkte auf der To-Do-Liste der Gemeinde. Der langfristig wirtschaftliche Beitritt zum Abwasserzweckverband Unteres Sulmtal und die damit verbundene Stilllegung der Kläranlage kostet Offenau rund 3,5 Millionen Euro. Die Stadtbahn wird mit voraussichtlich zwei Millionen Euro Gemeindeanteil ein Loch in den Geldbeutel reißen.

Optimistisch blickt Bürgermeister Michael Folk auf die Entstehung des neuen Baugebiets Gelbenstein II, das von einem Träger für rund zwei Millionen Euro erschlossen werden soll. "Bislang scheiterte das Vorhaben an der Bereitstellungbereitschaft einzelner Eigentümer", erklärt Folk. Er hoffe aber, dass die "ein bis zwei Eigentümer" bald einlenken. Es gebe eine Warteliste junger Familien − Offenauer, aber auch von auswärts −, die in dem neuen Wohngebiet gerne bauen würden.

Für die von den Bürgern lang ersehnten Lärmschutzmaßnahmen entlang der durch den Ort führenden Bundesstraße wird mittelfristig wohl kein Geld da sein. Und dennoch möchte Folk dieses Thema nicht tatenlos schlummern lassen. "Wir wollen die Erstellung eines Verkehrskonzepts weiterentwickeln." Teure Maßnahmen, wie zwei Kreisel an beiden Ortseingängen, Lärmschutzwände und die Neugestaltung der Ortsmitte nennt er als Teile dieses Konzepts.

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