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Gemeinderat hat in fünf Jahren über Investitionen von 25 Millionen beraten

Die Liste der Projekte, die den Ilsfelder Gemeinderat von 2009 bis 2014 beschäftigt haben, ist lang. "Wir haben reichlich gebaut, das waren knackige Jahre", sagt Bürgermeister Thomas Knödler. Am 25. Mai wählen die Ilsfelder nun einen neuen Gemeinderat, vier treten nicht mehr an.

Fülle von Entscheidungen
Zur umgestalteten König-Wilhelm-Straße gehört die Mauer. Foto: Archiv/Knödler
Das aktuelle Gremium hatte viel zu entscheiden: In fünf Jahren über Investitionen in Höhe von 25 Millionen Euro. Diese Summe entspricht eher Gemeinden einer Größenordnung von 25 000 bis 30 000 Einwohnern. In der Folge hat sich Ilsfeld sehr verändert.

Frage

Beispiel: König-Wilhelm-Straße. Damit verbunden war die heftig diskutierte Frage, ob so eine Neugestaltung mit einer Verengung der Fahrbahn Sinn macht, bevor die Umfahrung Ilsfeld gebaut ist. "Die Zahl der Skeptiker war nicht gering", erinnert sich Knödler. Die Zeiten des grauen Betonriegels sind mit der neuen Mauer seit Oktober 2010 passé, es gibt breitere Gehwege und einen freien Blick auf Kirche und Rathaus. An das Tempo 30 in der Straße halten sich nicht alle, aber viele − und das steigere die Wohnqualität der Anwohner.

Skeptiker befriedet, Lösung geglückt, bilanziert der Bürgermeister und meint heute rückblickend: "Wir hätten die König-Wilhelm-Straße viel früher angehen sollen." Ohne die Zuschüsse hätte dies allerdings nie stattfinden können. Der Förderrahmen für die Projekte in der Ortsmitte beträgt sechs Millionen Euro. Und es geht weiter: Ortseingang West und Bau des Ärztehauses sind Themen der Zukunft.

Ein Markenzeichen dieser Legislaturperiode ist, dass nicht nur klassische Hochbauprojekte wie etwa der Bau der Mensa oder der Umbau des Freibads für 2,3 Millionen Euro auf dem Programm standen, sondern auch "anderes", wie Knödler es umreißt. Ökologisch mit der Schozach-Renaturierung mit und dem Thema Energie.

Fülle von Entscheidungen
DB-Schenker hat im Gewerbegebiet Bustadt auf 62 000 Quadratmetern für 27 Millionen Euro ein neues Logistikzentrum gebaut. Foto: Mario Berger

Klein und klassisch startete Ilsfeld mit der energetischen Sanierung des Schulhauses, um hunderte von Kilowattstunden einzusparen. Mit dem Nahwärme-Projekt holte sie die Bürger ins Boot. Bereits jetzt ist die Anschlussquote höher als gedacht. Der erste Bauabschnitt ist Ende Mai beendet.

Der neue Gemeinderat wird das Nahwärme-Projekt fortschreiben und sich die Reihenfolge der nächsten Entnahmequellen (Wärme aus Abwasser/Holzhackschnitzelanlage) überlegen. Die Idee, das Gelände an der Schozach einladender zu gestalten, gab es indes schon länger. Mit der zunehmenden Versiegelung von Flächen in der Bustadt stand die Verpflichtung zum ökologischen Ausgleich an, der sich dort gut realisieren und mit dem Bau eines Radwegs kombinieren ließ. Apropos Bustadt: Der Schenker-Neubau führte wegen des Flächenverbrauchs zu Protest vor allem unter den Landwirten.

Ein Fünftel der 25 Millionen Euro kommt der Bildung der kleinen Ilsfelder zugute. Für die Sanierung des Schulhauses, den Neubau der Mensa plus die geplante Erweiterung der Grundschule Auenstein sind 5,5 Millionen Euro fällig.

Fülle von Entscheidungen

Was lange währt, wird endlich gut: Unter dieses Motto gehört der lange diskutierte Beitritt zur Musikschule Schozachtal.

Landespolitische Entscheidungen in der Bildungspolitik haben in Ilsfeld Spuren hinterlassen. Zunächst der Start der Werkrealschule zum Schuljahr 2010/2011, zwei Jahre später die Gemeinschaftsschule. Die wichtigsten Entscheidungen hat das Gremium entweder einstimmig oder mit großer Mehrheit getroffen − und zwar fraktionsübergreifend. Manches Mal fungierte der Gemeinderat als Impulsgeber. Fraktionen agieren nicht blockweise, vielmehr sind es einzelne Gemeinderäte, die sich melden.

Bremse

Mit der Fülle an Entscheidungen und Themen, schwierige wie Konzession und Nahwärme, komme das Ehrenamt Gemeinderat an seine Grenzen, meint Knödler. Gleiches gilt für die Rathaus-Mannschaft. Deshalb sei nach diesen intensiven Jahren eine Phase des Luftholens angesagt − "wir müssen auf die Bremse treten." Langweilig wird es nicht werden: Zwei Dauerbrenner, die Umfahrungen Ilsfeld und Wüstenhausen, stehen an. Der Blick richtet sich auch auf die Entwicklung in den Teilorten.

Kommune im Internet

www.ingelfingen.de

 


 

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