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Beilstein

Beilstein

Bürgerentscheid wegen Aldi und Streit um Biogas

Feuerwehrhaus und Kunstrasenplatz
Mit Auseinandersetzungen in der Kommune wegen der Biogasanlage. Mit dem Bau des Feuerwehrhauses als größtes Projekt für drei Millionen Euro. Nicht zu vergessen der Bürgermeisterwechsel von Günter Henzler zu Patrick Holl.

Bürgerentscheid ist das Wort 2009. Die Grundsatzfrage Aldi oder Edeka spaltet Bürgerschaft und Rat. Mehr als 1050 Stimmen sammelt die Bürgerinitiative Pro Beilstein, die den Vollsortimenter ansiedeln will. Der Rat macht den Weg für das Bürgervotum frei.

Eine hauchdünne Mehrheit der Bürger (51,3 Prozent) lehnt das Begehren ab. Mit 11:8 fällt im Gremium im Oktober das Grundsatzvotum für den Grundstücksverkauf an den Discounter. Aldi baut, bezieht Ende 2010 den Neubau in den Brühlwiesen. Bis heute steht die alte Aldi-Immobilie leer.

Anläufe

Erbittert ist auch der Streit um die Biogasanlage, erste Konzepte stellen Bauern im März 2010 vor. Der Standort Köchersgrund ist schnell vom Tisch. Den vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit dem Sondergebiet Biogasanlage im Gewann Hasensprung in Richtung Söhlbach, den der Rat auf den Weg bringt, ist im Oktober 2010 Makulatur.

Nach vehementen Protesten von Pro Beilstein und IG Hasensprung geben die Bauern auf. Betreiber Reiner Siegele und Kollegen starten einen neuen Versuch: Mutterkuhstall für 40 Rinder und Biogasanlage in den Bernhardsäckern zwischen Beilstein und Abstetterhof. Der Rat erteilt das städtebauliche Einvernehmen im September 2011, das Landratsamt gibt im April 2013 grünes Licht für die immissionsschutzrechtliche Erlaubnis.
 
Feuerwehrhaus und Kunstrasenplatz
Der drei Millionen Euro teure Neubau des Feuerwehrhauses auf der Harthöhe hat Beilstein die ganze Legislaturperiode beschäftigt. Dort wurden die beiden Abteilungen Beilstein und Schmidhausen zusammengelegt.Foto: Archiv/Berger

Ein Bürger der IG Hasensprung reicht im Juli eine Petition beim Stuttgarter Landtag gegen das Projekt ein. Kurz vor Weihnachten 2013 ist die Petition abgeschlossen. Investor Siegele kann weiterbauen.

Eine Legislaturperiode beschäftigt sich der Rat mit Details, Planungen und Bau zum neuen Feuerwehrhaus auf der Harthöhe, bei dem die beiden Abteilungen Schmidhausen und Beilstein unter ein Dach kommen. Beim Spatenstich im Juli 2010 ist von 2,6 Millionen Euro die Rede, im Dezember 2011 Einweihung. Die Abrechnung kommt im April 2014 auf den Ratstisch: 3,04 Millionen.

Ein weiteres Großprojekt mit 720 000 Euro ist der neue Busbahnhof beim Schulzentrum, mit Wartehallen, 50 Parkplätzen, dem Damm über den Söhlbach, Verbindungswegen. Im April 2011 ist Einweihung. Über den sanierten Kunstrasenplatz mit gekräuseltem Flor für rund 310 000 Euro freuen sich die TGV-Fußballer im Oktober 2013. Nicht zu vergessen der Kreisverkehr in der Ortsdurchfahrt, der im Jahr 2009 den Knotenpunkt entschärft.

Feuerwehrhaus und Kunstrasenplatz
Freude über den Kunstrasenplatz: (v.l.) Günter Wanner, Patrick Holl, Armin Maurer, Friedrich Knorr.Foto: Archiv/Barth

Das Schulzentrum bildet einen weiteren Schwerpunkt: Mehrere 100 000 Euro investiert Beilstein in neue Fenster, Dachsanierung, ELA-Anlage am HCG, in den Sommerferien kommen 300 000 Euro für Brandschutztüren und eine neue Brandmeldeanlage im Gymnasium hinzu.

Dort führen G8 und G9 zum Abitur, das HCG hat zudem ein Sportprofil. Von der Hauptschule muss sich die Stadt im Sommer 2012 nach drastischem Schülerrückgang verabschieden. Das Erdgeschoss der früheren Hauptschule wird derzeit bis Herbst für 700 000 Euro in eine zweigruppige Krippe für Kinder unter drei Jahren umgebaut.

Rochaden

Seit Februar 2012 ist Patrick Holl Verwaltungschef. Ein Schlüsselprojekt sind Überlegungen und Rochaden zum früheren Feuerwehrhaus, Festplatz, Busdepot. Nach der Bürgerversammlung und Klausur gibt der Rat Ende April 2014 einem zukünftigen Kinderhaus am Birkenweg Vorrang vor dem Standort Feuerwehrareal. Für vier Millionen Euro ist der Bau 2015/2016 mit acht Kita-Gruppen vorgesehen. Innenwicklung heißt es beim Wohnungsbau.

Dafür sind zwei städtische Flächen von jeweils rund 4000 Quadratmeter (alte Feuerwehr/Kitas Birkenweg und Gartenstraße nach dem Bau des Kinderhauses) vorgesehen. Handlungsbedarf besteht bei den NWT-Räumen im Gymnasium, bei Rathausumbauten, Stadthallen-Sanierung und Maßnahmen zur Verkehrsentlastung. Darüber sind laut Holl noch keine Entscheidungen "über das ob, wie und wann gefallen".

Kommune im Internet

www.beilstein.de

 


 

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