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Bad Wimpfen

Bad Wimpfen

Teure Sanierungen belasten den Etat

Viele Tagesordnungspunkte gingen in den vergangenen fünf Jahren über die Tische der 18 Stadträte in Bad Wimpfen. Am 25. Mai wird mit der Kommunalwahl das Rund im Ratssaal neu gemischt. Kurz vor der Wahl lohnt ein Blick zurück und in die nahe Zukunft. Was haben Stadtverwaltung und Gemeinderat bewegt, mit was wird sich das kommende Gremium beschäftigen?

Teure Sanierungen belasten den Etat
Mit einer im März angebrachten notdürftigen Sicherung aus Holz und Stahl wartet der Blaue Turm auf seine dringend erforderliche Grundsanierung.Foto: Mario Berger

Die jetzigen Bürgervertreter und auch ihre Nachfolger stehen in der Stauferstadt vor einer grundlegenden Herausforderung: Mit klammer Kasse müssen teure Sanierungen historischer Gebäude gestemmt, und gleichzeitig in Bildung, Kinderbetreuung und andere Bereiche des Bürgerwohls investiert werden.

Investitionen

Mit einem aufwendigen Sanierungsfall startete der 2009 neu konstituierte Gemeinderat in die Amtszeit. Rund 1,6 Millionen Euro kostete die Maßnahme der Außensanierung des Wormser Hofs. (1,1 Millionen Euro kamen vom Land, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg.)

Das Anwesen war einmal der Sitz der Wormser Bischöfe, seine Wurzeln reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Mit neuer Fassade und Dach steht das Gebäude äußerlich gut da, aber noch immer herrscht im Inneren kein Leben. Damit wird der Wormser Hof wohl auch den neuen Rat beschäftigen: Ein Konzept, wer oder was sich auf dem insgesamt 2000 Quadratmeter großen Areal ansiedeln könnte, muss dringend her, sagt Bürgermeister Claus Brechter.

Teure Sanierungen belasten den Etat

Eine große Investition war auch die 2009 fertiggestellte Erweiterung der Ludwig-Frohnhäuser-Schule (LFS). Für 1,6 Millionen Euro (700 000 Euro betrug der Anteil der Stadt) entstand ein Neubau mit Mensa, Küche, Foyer und Außenterrasse, um den Ganztagesbetrieb der Grund- und Werkrealschule zu ermöglichen. 2011 erhielt auch das Hohenstaufen-Gymnasium einen Anbau.

Der 1,7 Millionen Euro teure Gebäudeteil bietet Räume für das Fach Naturwissenschaft und Technik, sowie drei damals dringend benötigte Klassenzimmer. Dass der Bau trotz angespannter finanzieller Lage umgesetzt wurde, zeige, "welche Rolle, Kinder und Jugendliche in unserer Stadt spielen", sagte Brechter damals in seiner Rede zur Einweihung.

Ein dicker Brocken für den Haushalt war und wird weiterhin die Stadtbahn Nord sein. "Bisher haben wir rund 2,5 Millionen Euro gezahlt", berichtet Kämmerer Helmut Rieker. Etwa eine Million für Stadtbahnwagen und 1,5 Millionen für die notwendigen Baumaßnahmen (Haltestellen und Brückenneubau). Mit einer weiteren Million Euro Baukosten sei zu rechnen.

Demografie

Teuer zu stehen kommt die Wimpfener ihr Wahrzeichen, der Blaue Turm. Spätestens nach der Sommerpause sollen die Untersuchungen abgeschlossen sein. Dann zeigt sich, in welchem Umfang der mit Rissen übersäte Bau saniert werden muss. Von zwei bis vier Millionen Euro reicht die zu erwartende Kostenspanne. Weitere finanzielle Herausforderungen, denen sich die neu gewählten Räte stellen müssen, sind die Sanierung des Solebads, die Baugebietsentwicklung Süd V Süd sowie eine erneute Erweiterung der Ludwig-Frohnhäuser-Schule: Mindestens zwei neue Räume braucht die LFS, um die Kooperation mit der Stephen-Hawking-Schule weiter zu entwickeln.

Nicht zuletzt soll das Thema Demografie in Bad Wimpfen auch weiterhin und langfristig eine bedeutene Rolle spielen. Gab es im vergangenen Jahr das Bürgerforum "Generationen", sind inzwischen Arbeitsgruppen dabei, Konzepte für mehr Miteinander zu entwickeln.

Teure Sanierungen belasten den Etat
2009 wurde die Außensanierung des Wormser Hofs fertiggestellt. Ein Innenleben hat der historische Riese noch immer nicht.Foto: Archiv/Dittmar Dirks
Teure Sanierungen belasten den Etat
Im Januar 2014 wurde der Viadukt abgerissen, um den zweigleisigen Neubau für die Stadtbahn Nord zu ermöglichen.Foto: Archiv/Berger

 

Kommune im Internet

www.badwimpfen.de