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Abstatt

Abstatt

 


Finanziell keine einfachen Jahre


Sicher werden die Abstatter Gemeinderäte, die alle wieder bei der Kommunalwahl am 25. Mai antreten, nicht vergessen, was die vergangene Wahlperiode geprägt hat: Es war das fehlende Geld. Die Kommune stürzt 2009 bei der Gewerbesteuer von neun auf unter drei Millionen Euro ab, muss Schulden machen. Gemeinderat und Verwaltung stoppen wichtige Investitionen. Aufs Eis gelegt werden die Pläne für die Sporthalle (9,5 Millionen) und die Kindertagesstätte mit Mensa in der Ortsmitte (3,5 Millionen). Das wichtigste Ziel: Konsolidierung des Haushalts. Als es wieder besser wird, muss der Sanierungsstau angegangen werden.

Spielraum

Wenig Spielraum gibt es auch 2010, die Gemeinde setzt ihren Sparkurs fort. Doch das Gewerbegebiet Rauheck-Deboldsäcker kann um 1,9 Hektar erweitert werden, beim Spatenstich im Oktober sind alle Bauplätze verkauft. Im Juli beginnt der Bau der Kindertagesstätte Panama, im Herbst 2011 ziehen die ersten Kinder ein. Die vier Millionen teure Einrichtung für 80 Kinder ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bosch und Gemeinde. Sozialministerin Karin Altpeter ist bei der Einweihung dabei.

Es kommt vor, aber nicht allzu häufig, dass ein Bürgermeister die Seiten wechselt, so wie es Rüdiger Braun, der 32 Jahre die Geschicke der Gemeinde leitete, tut. Am Anfang des Jahres 2011 verkündet Braun, dass er vorhabe, sich um das Amt des Geschäftsführers des Neckar-Elektrizitäts-Verbandes zu bewerben. Im Oktober wäre seine dritte Amtszeit abgelaufen. Dem Gemeinderat bleibt nichts anderes übrig, als den Bürgermeister im Juli ziehen zu lassen.

Und auch auf Ingo Rust (SPD) müssen die Kollegen verzichten. Rust startet nach dem Regierungswechsel von Grün-Rot als Staatssekretär im Stuttgarter Ministerium durch. Im Juli wählen Abstatter unter drei ernst zu nehmenden Kandidaten ihren neuen Bürgermeister Klaus Zenth, feiern im Juli das 650-Jahre-Jubiläum der Gemeinde. Der Gemeinderat beschließt einen städtebaulichen Wettbewerb in der Ortsmitte, ein Thema, das das Gremium wiederholt und auch am Ende des Wahlperiode beschäftigt.

2012 erholt sich der kommunale Haushalt wieder etwas. Der Gemeinderat sagt Ja zu einer 50-Prozent-Stelle für die Sozialarbeit an der Grundschule. Zu den größten Baumaßnahmen gehört die Teilsanierung der Lindenstraße. Neue Bauten bringen die Firma Chemotechnik und das Logistikzentrum Küchen-Arena im Ortseingang. Beide sorgen im Vorfeld für weniger Gesprächsstoff, als dies im Jahr 2013 bei der Firma Münzing im Baugebiet Seeacker der Fall ist. Anwohner aus der Nachbarschaft wehren sich, übergeben 100 Unterschriften an Bürgermeister Klaus Zenth. Mittlerweile ist der Protest abgeebbt. „Nach dem Auf und Ab mit der Gewerbesteuer ist uns ein Mix wichtiger als je zuvor. Bei Münzing hat uns auch das architektonische Konzept überzeugt“, meint Verwaltungschef Klaus Zenth zum Neubau.

Auseinandersetzung

Im Jahr 2013 muss sich der Gemeinderat damit auseinandersetzen, dass die Kommune zwei Millionen Euro Gewerbesteuer zurückzahlen muss. Das Gremium beschließt den bisher favorisierten Standort für eine Sporthalle im Rauheck aufzugeben und an die Kirschenwiesen zu verlegen. Damit gibt es Platz für die Erweiterung von Gewerbe. Beschlossen wird nach fünf beitragsfreien Jahren, dass ab 2014 wieder Gebühren für die Kindergärten eingeführt werden – bei einer Gegenstimme.

„Das Bild von Abstatt wird sich bis in die nächste Generation wandeln“, sagt Zenth über das Projekt Umgestaltung der Ortsmitte. Auf den neuen Gemeinderat wartet 2015 eine Klausursitzung. Dabei geht es auch um die Entwicklung von Bauland.

 

Kommune im Internet

www.abstatt.de

 

 


 

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