Renten sichern, Regierung bilden, Bauern stärken

Region  Funktionäre in der Region habe hohe Erwartungen an die neue Bundesregierung. Und was sagen sie zum Erfolg der AfD?

Von Reto Bosch und Jürgen Paul
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Bernhard Löffler, Geschäftsführer der DGB-Region Nordwürttemberg, sagt zur Bundestagswahl: "Ich befürchte, dass die Arbeitnehmer-Interessen nach diesem Wahlergebnis deutlich schwieriger umzusetzen sein werden und es in sozialen Fragen einen Stillstand geben wird." Das Rentensystem müsse zukunftsfest gemacht werden. "Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft ist äußerst bedenklich." Wenn eine Partei mit der Ansage in den Bundestag einzieht, dass sie sich ,ihr Volk zurück holen will", zeuge dies von einem autoritären Herrschaftsanspruch. Die künftige Regierung muss sich für einen starken Sozialstaat einsetzen.

"Der Wahlausgang war nicht unbedingt überraschend", erklärt Professor Harald Unkelbach, Präsident der IHK Heilbronn-Franken. "Wir dürfen das Vertrauen unserer ausländischen Partner nicht verlieren, da wir in unserer Region von einem starken Export leben." Jetzt gelte es, so schnell wie möglich ein akzeptables Regierungsprogramm aufzustellen.

Der Deutsche Bauernpräsident, Joachim Rukwied aus Eberstadt, erwartet langwierige Koalitionsverhandlungen und eine schwierige Regierungsbildung. "Für unseren Berufsstand ist es wichtig, dass ein starkes Agrar-Ressort gebildet wird", sagt Rukwied der Stimme. Es sei noch völlig offen, ob es zu einer Jamaika-Koalition komme. "Ich habe von vielen Kollegen gehört, dass ihnen ein unionsgeführtes Ministerium lieber wäre."

Und was sagt der Bauernpräsident zum Ergebnis der AfD? Er selbst sei überzeugter Europäer "Und ich wünsche mir, dass dieser Gedanke weiterentwickelt wird." 


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