Mit dem Rad vorbei an Burgen und Rebenhängen

Region  Im Bottwartal lässt sich auf einer familienfreundlichen Tour die Gegend mit geringen Anstiegen und genügend Rastmöglichkeiten erkunden.

Von Wolfgang Seybold
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Das Höpfigheimer Schlösschen ist eine der Sehenswürdigkeiten entlang der Radtour. Foto: Seybold

Das Bottwartal mit seinen Burgen und Rebenhängen bietet sich geradezu an, mit dem Fahrrad erkundet zu werden. Auf einer Tour durch die Landschaft wachen die Burg Hohenbeilstein mit ihrem Bergfried Langhans und zwischen Oberstenfeld und Sauserhof die mittelalterliche Burg Lichtenberg über die Radfahrer. Idyllische Dörfer und Städtchen mit historischen Ortskernen laden zum Verweilen ein.

Beginn an der Stadthalle

Als Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Beilsteiner Stadthalle an der Albert-Einsteinstraße ideal. Hier steigt man ein in den Alb-Neckar-Fernradwanderweg. Auf diesem geht es in Richtung Oberstenfeld, am Mineralfreibad Oberes Bottwartal vorbei und entlang der L1100 bis zum Oberstenfelder Bürgerhaus. Dort ist ein Abstecher über die Schneckenbrücke empfehlenswert. Die romanische Stiftskirche ist einen Besuch wert.

Zurück auf dem Alb-Neckar-Radweg geht es in Richtung Großbottwar weiter. Der Radweg verläuft auch hier auf der alten Trasse der Bottwartalbahn und ist durchgängig asphaltiert. Wenn man den Autobahnzubringer unterquert und Großbottwar hinter sich gelassen hat, ist ein Halt empfehlenswert. In den Talauen entlang der Bottwar zwischen Großbottwar und Steinheim-Kleinbottwar gibt es eine Herde Wasserbüffel. Mit etwas Glück sind die Tiere zu sehen. Eine weitere Sehenswürdigkeit befindet sich kurz vor Kleinbottwar rechts vom Radweg, ist aber leicht zu übersehen. Das Naturreservat Schäferwiesen zeigt Fauna und Flora des Feuchtgrünlandes.

Vorbei an Burgen und Rebenhängen
Grafik: HSt

Auf dem Alb-Neckar-Radweg geht es weiter nach Steinheim. Dort nimmt man am Kreisverkehr "Steppi" die dritte Ausfahrt auf die Bahnhofstraße. Dann geht es nach 100 Metern nach links und bis auf den Marktplatz, wo ein ein Fachwerk-Rathaus, Baujahr 1765, steht. Über die alte Murrbrücke führt der Weg rechts nach Murr. Dort trifft man wieder auf den Alb-Neckar-Radweg und fährt in Richtung Marbach. Entlang dem Flüsschen Murr führt der Weg durch schattige Auenwälder bis zur Holzbrücke, auf die man nach rechts abbiegt.

In der Gemeinde Murr der Beschilderung Pleidelsheim/Höpfigheim folgen, die erste Straße (Tannenweg) links, die nächste (Eichenweg) rechts bis zum Ende und anschließend zuerst links und dann rechts in den Burgweg. Durch Felder erreicht man auf diesem Weg die Kreisstraße nach Höpfigheim.

Weinberge und Apfelbäume

Etwas bergauf und dann aber wieder bergab führt die schwach befahrene Straße in den Weinort Höpfigheim. Ein historischer Torturm und das Schlössle sind sehenswert. Nach dem Torturm geht es auf der Hauptstraße rechts durch den Ort bis zu einer Rechtskurve. Dort biegt man links ab in Richtung Großbottwar. Auf der ehemaligen Landstraße bietet sich auf der Höhe ein schöner Ausblick auf die Landschaft mit Streuobstwiesen und Weinbergen.

Nach einer "kräftigen" Abfahrt trifft man auf den Kreisverkehr an der L1100 und folgt den Radwegweisern in die Stadtmitte Großbottwars. Nach der Besichtigung des historischen Rathauses geht es in Richtung Winzerhausen, an den Sportanlagen vorbei zum Wunnenstein. Den Berg mit seinen Weinbergen fährt man bis zu den Hinweisschildern "Gipshütte" hoch und biegt dort links ab. Nach der Gipshütte, einem Ausflugslokal, und der denkmalgeschützten Winterlinde führt ein Schotterweg rechts durch den Wald wieder zurück nach Beilstein.

Wer rasten und ausruhen will, findet entlang der Route Eiscafés, Gasthäuser und Biergärten. Die Fahrradtour ist etwa 34 Kilometer lang und ist mit zwei bis drei Anstiegen leicht zu bewältigen.

 

Sehenswertes
Diese gemütliche Radrundwanderung bietet Gelegenheit, das idyllische Bottwartal mit seinen historischen Städtchen und Weinorten zu erkunden. Die Burgen Hohenbeilstein, Lichtenberg (Oberstenfeld) und Schaubeck (Kleinbottwar) sind einen Abstecher wert. Das Urmensch-Museum in Steinheim (Kirchplatz 4) informiert über die steinzeitlichen Funde des Homo Steinheimensis und von Mammutknochen. Nicht zuletzt laden entlang der Strecke Gaststätten, Besenwirtschaften, Weinstuben, Biergärten, Cafés und Eisdielen zu einer wohlverdienten Rast ein. Für die Naturliebhaber sind die Wasserbüffelherde und das Naturreservat an der Bottwar sowie der Weinlehrpfad am Wunnenstein sehenswerte Stationen.


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