Heilbronner Trolli macht sich gut als Leinwandstar

Heilbronn  Mit einem Bühnenprogramm, Lauf-Impressionen und einem bewegenden Film feierten rund 250 Zuschauer im Autokino den Trollinger-Marathon, der am Sonntag hätte starten sollen. Die Trolli-Fans mussten dabei - ganz ungewohnt - sitzen bleiben.

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"Ein Ersatz kann das nicht sein", weiß Jürgen Baumann. Aber vielleicht ein kleiner Trost. Wie alle Trolli-Dauerläufer ist Baumann zum Event eingeladen worden, das Autokino-Veranstalter Ralf Stegmann, die Heilbronn Marketing GmbH (HMG) und die Heilbronner Stimme gemeinsam ausrichten.

Mit dem Wagen zu kommen, "widerstrebt mir eigentlich", sagt Baumann schon vorher am Telefon. Im Autokino ist es nicht ohne weiteres drin, mal eben miteinander zu plaudern.

"Bundesweit zur Marke geworden"

Baumanns Ding ist das Laufen, keine der bislang 19 Trolli-Auflagen hat er verpasst, viele Vorbereitungsläufe organisiert, bei denen Teilnehmer die Strecke kennengelernt haben. Der Trollinger-Marathon sei "bundesweit zur Marke geworden", sagt Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer, der gemeinsam mit HMG-Chef Steffen Schoch und Projektleiter Holger Braun große Trolli-Momente Revue passieren lässt. Flankiert wird das von einem Stimme-tv-Film mit Läufer-Impressionen im Vorprogramm.

"Es blutet einem schon ein wenig das Herz", gesteht Steffen Schoch, der am Morgen selbst seinen Frühsport auf dem Haigern absolviert und viele andere Läufer getroffen hat. Bestes Wetter, Sonnenschein, nicht zu heiß. Es wäre ein Traum-Trolli geworden, hätte Corona der Läufer-Gemeinde nicht die Tour vermasselt.

 

Die schönsten Momente der letzten Trollis zeigen wir hier in diesem Video.

 

Landschaft, Sportsgeist und besonderes Flair

Zum Start 2001 rechnete man mit 1000 Teilnehmern, erinnerte Projektleiter Holger Braun. Schon damals waren es mehr, zuletzt immer konstant um die 7000, die sich am Sport erfreuten, aber auch an der Landschaft, der Strecke durch die Weinberge. Den Trolli noch mehr als touristischen Trumpf auszuspielen, das hat sich die HMG vorgenommen. "Nach der Buga wollten wir genau da ansetzen", so Schoch. Der Elan ist nur kurz ausgebremst, 2021 geht es wieder an den Start.

Ohnehin ist die erste Bedrückung dem Trotz gewichen: Dann halt 2021. Am Sonntag läuft vorerst nur einer: Dieter Hallervorden rennt über die Leinwand, er spielt in "Sein letztes Rennen" den fiktiven Marathon-Olympiasieger Paul Averhoff, der es im hohen Alter noch einmal wissen will.

Leser gewinnen Tickets bei Verlosung

Trolli macht sich gut als Leinwandstar

Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer (links) und HMG-Chef Steffen Schoch ließen Highlights der Trolli-Geschichte Revue passieren.

Der Komiker glänzt im Charakter-Fach - Beate Schilling kannte den Film schon vorher, trotzdem hat sich die Nordheimerin "riesig gefreut", als sie beim Stimme-Gewinnspiel eines der Tickets zugelost bekam. "Ich habe einen ganz besonderen Bezug zum Trolli." Seit 2001 war sie immer beim Lauf dabei, immer als Walkerin. Seit 2007 sind die Walker auch offiziell im Teilnehmerfeld aufgenommen worden.

Was das schönste am Trolli ist, wird ein Zuschauer an der Strecke im Vorfilm gefragt. "Der Zieleinlauf." Und die Vorfreude.

 

Hettich

Alexander Hettich

Autor

Alexander Hettich ist stellvertretender Leiter der Regionalredaktion. Er arbeitet seit 2003 bei der Heilbronner Stimme, berichtet über Verkehrsthemen, über Kommunalpolitik und Heilbronn.

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