"Jedes verlorene Menschenleben ist eines zu viel"

"Jedes verlorene Menschenleben ist eines zu viel"
Im Oktober stirbt ein Lkw-Fahrer auf der A6 bei Wimmental, als er am Stauende auf einen 40-Tonner auffährt. In diesem Jahr sind bereits mindestens fünf Menschen bei Lkw-Unfällen auf Autobahnen in der Region ums Leben gekommen. Foto: Archiv/Hoffmann   Bild: Hoffmann, Adrian

Interview  Der Heilbronner Professor Roland Pfennig erklärt, was sich ändern muss, damit weniger Menschen bei Lkw-Unfällen sterben. Und er nimmt den Verbraucher in die Pflicht.

Von Jürgen Kümmerle

Dr. Roland Pfennig von der Hochschule Heilbronn hat 2007 das Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik mit gegründet. Der Experte klärt über Maßnahmen auf.   Muss angesichts der schweren Folgen bei einem Lkw-Unfall nicht die Frage gestellt werden, ob das noch im Verhältnis zum Nutzen steht? Professor Roland Pfennig: Wenn man das Leid bedenkt: ja. Das betriebswirtschaftliche Nutzenargument zieht demgegenüber nicht. Wir nehmen Todesopfer oft stoisch als gottgegeben hin.