Jetzt ist Zeit für gute Spiele

Region  Bevor es dem Nachwuchs langweilig wird, schlagen wir zehn spannende Brett- und Kartenspiele für die Zeit während der Schulschließung vor.

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Wenn Kinder wegen des Coronavirus "Zwangsferien" haben, bleibt nicht nur für Siedler von Catan ausreichend Zeit. Foto: dpa

Schulfrei bis nach den Osterferien - da fällt nach einigen Tagen vielen die Decke auf den Kopf. Zumal ja so gut wie keine Möglichkeiten bestehen, diese Tage draußen zu verbringen - Schwimmbäder, Kinos, Indoor-Spielplätze und weitere Freizeitangebote sind gerade geschlossen. Das ist eine gute Gelegenheit, mal wieder im Spieleschrank zu kramen. Oder etwas Neues auszuprobieren.

Siedler von Catan

Der moderne Klassiker unter den Brettspielen: Auf der Insel Catan versucht jeder, durch geschicktes Sammeln und Tauschen von Rohstoffen sein Siedlungsnetz zu vergrößern. Würfelglück gehört aber auch dazu. Wer zuerst zehn Punkte erreicht hat, hat gewonnen. Dutzende Varianten. Für drei bis vier Spieler ab zehn Jahren, Geübte können auch jünger sein. Etwa 90 Minuten Spieldauer.

Carcassonne

Plättchen-Anlegespiel, bei dem es um Wertungen von Städten, Straßen, Klöstern und Wiesen geht. Dazu stehen jedem eine gewisse Anzahl Männchen, hier Meeple genannt, zur Verfügung. Auch hierzu gibt es Dutzende Erweiterungen und Varianten. Zwei bis fünf Spieler, ab zehn Jahre, etwa 45 Minuten.

Das verrückte Labyrinth

Schiebe- und Sammelspiel: Die Spieler müssen in einem Labyrinth Gegenstände sammeln und zurückkehren zum Ausgangspunkt. Dafür schieben sie ein Plättchen in die Gänge, um sich Wege zu öffnen oder Gegner abzuriegeln. Zwei bis vier Spieler, ab acht Jahre, etwa 30 Minuten. Viele Varianten.

Heckmeck im Bratwurmeck

Würfel-Sammelspiel - die Spieler müssen mit ihren acht Würfeln möglichst hohe Punkte erreichen, um die entsprechenden Steine aus der Auslage oder vom Gegner zu bekommen. Fördert Kopfrechnen und übt Multiplizieren und Addieren. Zwei bis sieben Spieler, ab acht Jahre, etwa 30 Minuten.

Wer war's?

Hierzu gibt es eine ganze Spielefamilie ("Wo war"s?", "Schnappt Hubi", "Captain Black"). Das Prinzip: Mit Hilfe einer sprechenden Kiste oder Figur müssen die Spieler gegen die Uhr eine Aufgabe erfüllen, indem sie Hinweise sammeln oder Ereignisse bekämpfen. Zwei bis vier Spieler, ab sechs Jahre, etwa 30 Minuten. Achtung: Benötigt Batterien!

Qwirkle

Legespiel mit quadratischen Steinen. Ziel ist, eine Sechser-reihe zu vervollständigen. Für jeden angelegten Stein gibt es Punkte, eine Sechserreihe ist doppelte Punkte wert. Zwei bis vier Spieler, ab sechs Jahre, etwa 30 Minuten.

Adventure Games

Neue Spiele-Reihe von Kosmos. Die Spieler müssen in einem Szenario, zum Beispiel in einer mittelalterlichen Burg, drei Aufgaben bewältigen. Dazu erkunden sie Räume, treffen Entscheidungen und sammeln Gegenstände. Das Prinzip ähnelt demjenigen entsprechender Computerspiele. Vorteil: Lange Spieldauer, das Spiel kann auch für einen Tag unterbrochen werden. Nachteil: In der Regel ist es nur ein paar Mal spielbar, weil dann die Lösungswege bekannt sind. Ein bis vier Spieler, ab zwölf Jahre, ab vier Stunden.

Exit Games

Spiele-Reihen verschiedener Verlage mit ähnlichen Titeln, angelehnt an die Regeln von Escape Rooms. Die Spieler müssen versuchen, anhand von Hinweisen und Schlussfolgerungen aus einem Raum zu entkommen. In der Regel ab zwölf Jahre, meistens ein bis sechs Spieler, etwa eine Stunde.

Cluedo

Schlussfolgerungsspiel um einen Todesfall. Es gilt, als Erster herauszufinden, wo ein Mord geschah, wer der Täter und was die Mordwaffe war. Dazu ziehen die Spieler auf einem Gebäudeplan durch Räume und sammeln Hinweise. Drei bis sechs Spieler, ab zehn Jahre, etwa eine Stunde.

Pandemie

Das Spiel zu Corona - die Spieler verkörpern Wissenschaftler, die gemeinsam die weltweite Verbreitung von Krankheitserregern aufhalten müssen. Jeder Wissenschaftler verfügt über Spezialfähigkeiten, die geschickt kombiniert werden müssen. Zwei bis vier Spieler, ab zwölf Jahre, etwa 45 Minuten.

 


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für das Team Wirtschaft & Politik tätig.

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