Diese Filme und Serien müssen Sie gesehen haben

Tipps  Jetzt können die langen und entspannten Abende auf dem Sofa kommen: Stimme.de hat zur Ablenkung von der Corona-Krise sehenswerte Filme und Serien zusammengestellt, die es bei Netflix, Amazon Prime oder in den Mediatheken gibt.

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Diese Liste ergänzen wir mit den besten Vorschlägen unserer Leser. Schicken Sie uns Ihre Tipps!

Ghostbusters (1984)

Jetzt ist doch genau die richtige Zeit, einen Klassiker wieder aufleben zu lassen. Ivan Reitmans Komödie aus dem Jahr 1984 ist ein Feel-Good-Movie, der Spannung, Science-Fiction und vor allem Humor vortrefflich miteinander verbindet. Die Geschichte über vier Geisterjäger in New York ist ein Sittengemälde der 80er Jahre und bietet ein ikonisches Ende auf einem Art-Déco-Hochhaus. Bill Murray und Dan Akroyd in einer ihrer ganz großen Rollen, einfach nur Kult. Der Film ist auf Netflix abrufbar.

Systemsprenger (2019)

Der Film über die neunjährige Benni, die unzähmbar durch alle Instanzen der Jugendhilfe rauscht, ist ein wichtiger Film, der sich Zeit nimmt für seine Figuren. Nora Fingscheidts Drama, das 2019 mit dem Silbernen Bären bei der Berlinale ausgezeichnet wurde, erzeugt eine emotionale Wucht und hat mit Helena Zengel eine überzeugende Protagonistin. Einer der kraftvollsten deutschen Filme seit Langem, der nicht die Moralkeule schwingt, sondern Verständnis für alle Beteiligten zeigt. Der Film ist auf Netflix zu sehen.

Yesterday (2019)

Was wäre, wenn niemand die Beatles kennen würde? Was würde das für die Popkultur bedeuten?

Nach einem Blackout stellt ein junger, erfolgloser Musiker fest, dass er als einziger die Songs der Fab Four aus Liverpool kennt. Danny Boyles „Yesterday“ ist eine gutherzige, zutiefst romantische Komödie. Der Film verbeugt sich vor einer der wichtigsten Bands aller Zeiten, hat alle großen Hits der Pilzköpfe in tollen neuen Interpretationen parat, überzeugt mit kuriosen Situationen und einem amüsanten Gastauftritt von Popstar Ed Sheeran. Der Film kann bei Amazon Prime gestreamt werden.

Beautiful Boy (2019)

Basierend auf den Memoiren von David Sheff erzählt „Beautiful Boy“ die herzzereißende,  inspiriende und wahre Geschichte eines drogenabhängigen jungen Mannes und seines Vaters, der alles versucht, um seinen Sohn von seiner Crystal Meth-Sucht zu befreien. Steve Carell, eigentlich auf Komödienstoffe gebucht, besticht in seiner Vaterrolle und durchlebt Wut, Sorge und Trauer. Ohne großen Hollywood-Pathos ist das Drama von Felix van Groeningen ein ruhiger, unangenehmer, gleichzeitig aber auch hoffnungsvoller Film. Den Film gibt es bei Amazon Prime.

Verachtung (2019)

Der vierte Teil der Verfilmungen des dänischen Schrifstellers Jo Nesbø ist der stärkste Teil der Krimireihe. Das Sonderderzenat Q ist wieder im Einsatz: Ein mürrischer Kommissar, sein feinfühliger Assistent und ihre ordnende Sekretärin rollen alte Fälle wieder auf und stoßen ein dunkles Kapitel der sozialdemokratischen dänischen Nachkriegsgeschichte auf. Düster, furchteinflößend und fesselnd wechselt der Film zwischen zwei Erzählebenen und steuert auf einen spannenden Höhepunkt zu. Den Film gibt es bei Amazon Prime.

Fyre (2019)

Eine Dokumentation, die die falsche Influencer-Welt auf Instagram entzaubert. Das Fyre-Festival, groß angekündigt als angesagtes Musik- und Partyevent auf einer Insel der Bahamas, entwickelt sich bei der Planung immer mehr zum Desaster. Statt der versprochenen Villen müssen die Gäste mit Zelten Vorlieb nehmen, statt Luxusschlafzimmern gibt es vom Regen durchnässte Matratzen. Die Doku lässt Beteiligte zur Wort kommen und zeichnet diese unfassbare Geschichte akribisch nach. Spannend, erheiternd und am Ende auch irgendwie erschütternd. „Fyre“ ist auf Netflix abrufbar.

Follow the Money (2019)

Die Dänen können’s einfach. Das beweisen sie erneut mit dieser zehnteiligen Serie, die von einem fesselnden Katz-und-Maus-Spiel um Drogen und Geldwäsche erzählt. Hier gibt es kein Schwarz oder Weiß. Die Charaktere sind vielschichtig – vom Dealer Nicky, der für die Zukunft mit seinem kleinen Sohn aussteigen will, über Polizist Alf, der an Schlafstörungen leidet und in die Tablettensucht rutscht, bis zur Bankangestellten Anna, die die jahrelangen Demütigungen in Familie und Beruf nicht mehr länger hinnimmt und in illegale Geldgeschäfte einsteigt. Zu sehen ist dritte Staffel von „Follow the Money“ derzeit in der Mediathek von Arte.

Großkatzen und ihre Raubtiere (2020)

Was für eine irre True-Crime-Doku! Immer wenn man denkt, es geht nicht noch verrückter, kommt eine neue Wendung – und bumm: Es wird noch verrückter. Um was es geht? Um exzentrische Raubkatzenhalter in den USA, allen voran Joseph Schreibvogel alias Joe Exotic. Der homosexuelle Waffennarr und Zoo-Chef liefert sich mit Millionärswitwe und Tierschützerin Carol Baskin eine Privatfehde, die zunehmend eskaliert. Schrill, schwarzhumorig, spannend. Abrufbar bei Netflix.

Midsommar (2019)

Ein Horrorfilm, der bei hellem Tageslicht spielt? Und das soll funktionieren? Es funktioniert. Nach „Hereditary“ ist US-Regisseur Ari Aster abermals ein interessanter Beitrag zum Genre gelungen. Nach dem Tod ihrer Familie reist Studentin Dani mit ihrem Freund und dessen Kumpels nach Schweden, wo sie bei einer seltsamen Sekte die Sommersonnenwende feiern wollen. Schon bald jedoch ereignen sich verstörende Dinge. Clevere Geschichte um Verlust, Empathie und Macht.

The Joy of painting (1983)

In jedem von uns steckt ein Künstler. Der US-amerikanische Maler Bob Ross (1942 – 1995) hat uns gezeigt, wie wir ihn wecken können. Mit sanften Pinselstrichen und noch sanfterer Stimme führte er durch seine halbstündigen Sendungen, in denen er verträumt-kitschige Bilder schuf, die Titel trugen wie „Indian Summer“, „Stormy Sea“ oder „Mountain Rhapsody“. Alte Folgen gibt es in der Mediathek von ARD-Alpha. Perfekt zum Runterkommen. Und voller Weisheiten à la „We don’t make mistakes just happy little accidents“.

Was ist Ihr Tipp?

Die besten Leser-Einsendungen ergänzen wir in dieser Liste.

 


Ranjo Döring

Ranjo Doering

Autor

Ranjo Doering arbeitet seit 2015 bei der Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als Redakteur bei der Hohenloher Zeitung ist er seit 2018 im Kulturressort tätig. Seine Schwerpunkte sind Musik, Film, Theater und Kabarett.

Christoph Feil

Christoph Feil

Autor

Seit 2015 ist Christoph Feil bei der Heilbronner Stimme. Er arbeitet im Ressort Leben und Freizeit. Darüber hinaus schreibt er für das Thementeam Wissen, hat den aktuellen Buchmarkt im Blick und stellt für das "Interview der Woche" Menschen gerne Fragen.

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